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Europas Grönland-Kabel und die Engpässe, die es nicht beseitigt

Ars Technica berichtete, dass die EU ein erstes direktes Seekabel nach Grönland plant. Die Route könnte Kanada und Asien erreichen und die Vereinigten Staaten umgehen. Für die sichere Konnektivität Grönlands hat die EU 107.000.000 Euro bereitgestellt, darunter für das Projekt Pan-Arctic Cable.

TechnologieAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 23
Europas Grönland-Kabel und die Engpässe, die es nicht beseitigt

Eine Route über Grönland

Die Europäische Kommission veröffentlichte ihre gemeinsame Mitteilung am 20. Oktober 2026. Darin bezeichnet sie das Pan-Arctic Cable als Vorzeigeprojekt. Beschrieben wird ein souveränes, sicheres und widerstandsfähiges Seekabel, das Grönland direkt mit der EU verbindet. Das Dokument nennt gleichgesinnte Partner wie Kanada, die als Zwischenstation Richtung Asien dienen könnten. Irgendwann könnte die Route Japan und Südkorea erreichen und dabei die Vereinigten Staaten umgehen.

Die Strategie richtet außerdem einen Arctic Cable Hub ein. Er soll den Nordatlantik und die Arktis überwachen, schützen und Reparaturen unterstützen.

Warum die Route zählt

Wer einen Engpass meidet, meidet noch lange nicht alle. Windward veröffentlichte am 26. Oktober eine Einschätzung. Demnach gibt es für Irak, Kuwait, Bahrain und Katar keine Seekabelroute zur Außenwelt, die die Straße von Hormus umgeht. Sechs betriebene Systeme queren die Wasserstraße, darunter 2Africa, AAE-1, FALCON, Gulf Bridge International, Tata TGN-Gulf und OMRAN/EPEG. Zwei weitere, FIG und SEA-ME-WE 6, sollen 2027 folgen. Mehr als 90% des Datenverkehrs zwischen Europa und Asien laufen über Seekabel im Roten Meer, berichtet TeleGeography.

Die Betroffenheit ist geringer, als die Schlagzeilen nahelegen. Weniger als 1% der internationalen Bandbreite führt durch die Meerenge, so TeleGeography. Landverbindungen bieten Bahrain, Katar und Kuwait eine Alternative. Doch die Kapazität reicht womöglich nicht, um den Verkehr aufzufangen, den mehrere Kabelausfälle zugleich verdrängen.

Irans Drohung

Am 21. Oktober warnte Yadollah Javani, sieben große Kabel unter der Meerenge seien mögliche Ziele. Er ist stellvertretender Leiter für politische Angelegenheiten der IRGC. Die Kabel seien gefährdet, falls iranische Infrastruktur angegriffen werde, sagte er. Zwei Tage später berichteten zwei hochrangige iranische Sicherheitsbeamte Reuters, Teheran habe detaillierte Pläne für solche Angriffe ausgearbeitet. Einer sagte, Iran wolle auch Reparaturen verhindern. Ziele oder Methoden nannte keiner von beiden.

Iranisch verknüpfte Konten verbreiteten ein KI-generiertes Video von Kabelangriffen. MEMRI und JFeed berichteten am 28. Oktober darüber. Es ist kein Beleg für einen tatsächlichen Angriff. Keine unabhängige Stelle hat seine Herkunft geklärt.

Auch Iran ist angreifbar. Windward weist darauf hin, dass FALCON und Gulf Bridge International in Iran an Land gehen, während OMRAN/EPEG Iran und Oman verbindet.

Chinas Vermessungsschiff

Tom's Hardware berichtete, ein chinesisches Forschungsschiff sei im September einem Seekabel nahe gekommen. Es habe Funkkontakt ignoriert und eine falsche Kennung ausgestrahlt, bevor es sich der Festsetzung entzog. Die philippinische Küstenwache reagierte. Manila schickte sein größtes Schiff, das 37 Seemeilen vor Batanes gesichtet wurde. Ein chinesisches Küstenwachenschiff griff ein, und Peking beschwerte sich über Belästigung, meldet die South China Morning Post.

Ein Bericht des CSIS ergab, chinesische Forschungsschiffe hätten mehr Zeit in der Nähe von Kabeln verbracht als die jedes anderen Landes. Er nannte die Bemühungen unverhältnismäßig. Ein Bericht des US-Kongresses von 2025 besagte, chinesische Teams hätten Details von Schneidegeräten veröffentlicht. Diese Geräte können gepanzertes Kabel in 13.000 Fuß Tiefe durchtrennen.

Wie es weitergeht

Die Kapazität ist noch im Bau. Malaysias OMS Group nahm einen Kredit über 1.030.000.000 US-Dollar auf, um ihre Seekabel-Flotte auszubauen, berichtete Light Reading.

Auf dem NANOG 98 Mitte Oktober sagte Paul Brodsky von TeleGeography, die Nachfrage nach internationaler Bandbreite wachse um 30% pro Jahr. Jeder jährliche Zuwachs liege derzeit bei etwa 2 Pbps und werde 2035 die Marke von 10 Pbps pro Jahr überschreiten, so die Präsentation. Reparaturen bleiben der schwache Punkt. Kabelreparaturschiffe brauchen Zugang zur beschädigten Infrastruktur. Beschränkungen der maritimen Sicherheit, Versicherungskosten und territoriale Genehmigungen können diesen Zugang verzögern.

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Quellen

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  1. 01As US ties fray, Europe plans first undersea cable link to GreenlandEN
  2. 02EU plans first direct undersea cable to Greenland — Ars TechnicaEN
  3. 03Iran Escalates Threats Against Gulf Undersea Internet CablesEN
  4. 04Iran threatens to cut undersea internet cables if war resumes, what it means for IndiaEN
  5. 05Chinese survey ship loitering near undersea cable ignores Philippine demands to withdrawEN
  6. 06Global Internet Infrastructure at NANOG 98: Growth, Ownership, and SovereigntyEN
  7. 07Malaysia's OMS Group raises $1.03B loan to expand subsea cable fleetEN
  8. 08'Cut undersea cables? Singapore’s internet could also be crippled’ – Indonesian minister - NewswavEN
  9. 09Google: Internetsuche gibt es für Schulen nur, wenn KI-Tools freigegeben sindEN
  10. 10 Voting in space: NASA astronauts cast ballots from International Space Station EN
  11. 11CrowdStrike launches AI kill switch that it says can stop internal agents that go rogueEN
  12. 12Binance breach puts custody at center of crypto infrastructure tradeEN
  13. 13‘Singapore also at risk’: Indonesian minister urges calm over internet cable jab - South China Morning PostEN
  14. 14 Robot cube explores the International Space Station | Space photo of the day for Nov. 3, 2026 EN
  15. 15Bull and Schwarz Digits Sign MOU to Develop European AI InfrastructureEN
  16. 16Cable One extends mobile to small businessesEN
  17. 17Launch Preview: Falcon 9 to launch USSF missions, China to launch internet satellitesEN
  18. 18Astronauts just gave the International Space Station a powerful upgradeEN
  19. 19 Astronauts deploy solar array on 100th US spacewalk by International Space Station crew members EN
  20. 20Cable One sets up committee to 'evaluate strategic alternatives'EN
  21. 21Comparing KSC, Starbase construction timelines to understand the development of Starbase, LouisianaEN
  22. 22What Tokayev’s Economic Agenda Means for Kazakhstan’s International PartnershipsEN
  23. 23Six new members to join Cable Hall of FameEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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