IBM verbindet zwei 120-Qubit-Prozessoren mit Quantenverbindungen im Meterbereich
IBM Research hat vier Koppler mit großer Reichweite zwischen zwei supraleitenden 120-Qubit-Prozessoren vom Typ Nighthawk R1 nachgewiesen. Das geht aus einem Paper hervor, das am 30. Oktober 2026 auf arXiv erschien.
Das Paper heißt „Meter-scale quantum interconnects between large quantum processors“. Semiconductor Engineering griff es am 2. November auf. Das Abstract beschreibt vier L-Koppler, die zwischen zwei 120-Qubit-Chips von IBM Nighthawk R1 verlaufen. Das Paper ist arXiv:2610.29986, zugeschrieben Neereja M. Sundaresan und Mitautoren, datiert auf Oktober 2026.
Das ist ein Verdrahtungsergebnis, kein chemisches. Der Schwerpunkt hier ist Batteriechemie, also klar gesagt: Nichts in diesem Artikel berichtet über ein neues Kathoden-, Elektrolyt- oder Anodenmaterial. Die aktuellsten Meldungen mit Bezug zur Batteriechemie sind regulatorisch und industriell, nicht laborbezogen.
Was die Batteriequellen tatsächlich sagen
Der konkreteste Punkt mit Chemiebezug ist der EU-Batteriepass. Electrek meldete am 2. November, dass neue E-Bike-Akkus, die ab 18. Februar 2027 in der EU verkauft werden, einen digitalen Pass tragen müssen, der per QR-Code erreichbar ist. Die Vorgabe stammt aus der EU-Batterieverordnung von 2023. Laut Electrek kann der Pass Angaben zu Hersteller, Chemie, Kapazität, Ladezyklen, CO2-Fußabdruck und Materialien enthalten, dazu Informationen zu Leistung und Alterung. Der Zugriff hängt von der Berechtigungsstufe ab, Verbraucher sehen womöglich keinen Prozentwert zum Restzustand. Electrek merkt an, dass es keine vergleichbare landesweite Pflicht in den USA gibt, doch Trek und Specialized verkaufen in Europa und müssen sie erfüllen.
Das Recycling ist die andere Hälfte des Bildes. CleanTechnica veröffentlichte am 29. Oktober einen gemeinsamen Brief von Transport & Environment, Recharge, Clean Tech for Europe und EIES vor dem Circular Economy Act. Der Brief erklärt, mehr als die Hälfte der europäischen Recyclingkapazität für Batterien sei gefährdet. Er hält außerdem fest, dass mindestens 60% der europäischen schwarzen Masse die EU zur Endraffination verlassen. Schwarze Masse ist das mineralreiche Konzentrat aus zerkleinerten Lithium-Ionen-Zellen. Wahrscheinlich geht mehr unter anderen Zollcodes hinaus. Die Unterzeichner fordern, Exportmaßnahmen zu prüfen, eine einheitliche EU-Definition der schwarzen Masse, strenge End-of-Waste-Kriterien und einen einzigen Code der Kombinierten Nomenklatur.
Analysis shows at least 60% of Europe's black mass is leaving the EU, with this likely only the tip of the iceberg.
Das ist ein Rohstoffproblem, kein materialwissenschaftliches, doch es bestimmt, welche Chemien zurückgewonnen werden und zu welchem Preis.
Quantencomputer ohne Hype
Das Quantenmaterial stützt sich stark auf Fehlerkorrektur und Algorithmen statt auf Hardwarechemie. Ein am 30. Oktober eingereichtes arXiv-Paper von Jae-Hyun Baek, Byung-Sun Won und Jon-Lark Kim beschreibt eine LLM-gestützte Pipeline, bei der Forscher im Regelkreis mitarbeiten, um verschränkungsunterstützte quantenfehlerkorrigierende Codes zu finden. Die Autoren berichten von einer Codefamilie, einem in Lean geprüften algebraischen Zertifikat, 54 geschlossenen Lücken in archivierten EAQECC-Tabellen und 115 verifizierten Code-Einträgen. Sie berichten zudem von zehn Nichtexistenz-Ergebnissen mit geprüften DRAT-Beweisen. In einer Kohorte von acht gepaarten Generierungsblöcken waren validierungsselektierte iterative Programme in 46,1% und 31,6% der zurückgehaltenen Läufe bei den Längen n=13 und 15 erfolgreich, gegenüber 19,5% und 3,1% bei unabhängig erzeugten Programmen.
HPCwire berichtete am 2. November über eine Studie der Florida Atlantic University unter Leitung von Arslan Munir, erschienen in Discover Quantum Science. Das Team nutzte einen öffentlichen Datensatz mit 309 Lungenkrebs-Datensätzen, ausgeglichen auf 540 synthetische Proben, und reduzierte die Eingaben dann auf 10 Merkmale. D-Wave-Anneal-Rechner erreichten in einem Framework aus Quanten-Support-Vektor-Maschinen 94,31% Genauigkeit in der Simulation und 91,90% auf der Hardware. Munir wird zitiert, das Ziel sei gewesen zu sehen, wie verschiedene Quanten-Lernansätze abschneiden, wenn die Trainingsdaten bewusst begrenzt sind. Die synthetischen Proben waren keine neuen Patienten, und das Paper ist ein Methodenvergleich, keine klinische Aussage.
Zum Kontext, warum Verbindungen überhaupt zählen, listet der Überblick von Semiconductor Engineering vom 2. November auch Kryo-Verbindungen für Quantenchips und optische Verbindungen für KI-Cluster unter den Themen, die beobachtet werden. Der Research-Focus-Podcast von Microsoft, Ausgabe 97, veröffentlicht am 29. Oktober, behandelt Coding-Agenten, KI-Einsatz bei der Arbeit und Wettervorhersage mit erweiterter Reichweite, ohne Inhalt zur Batteriechemie.
Auch älteres Material hilft nicht weiter. Die Retrospektive von Space.com vom 30. Oktober behandelt den Erstflug des Lunar Landing Research Vehicle der NASA am 30. Oktober 1964, gesteuert von Joe Walker bis auf etwa 10 feet. Der Testbericht von The Guardian zur Apple Watch Ultra 4 vom 23. Oktober nennt 79 Stunden Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb und 10W Ladeleistung. Beides sind keine Chemieergebnisse. Ehrlich gelesen heißt das: Die Geschichte vom Durchbruch in der Batteriechemie ist noch nicht da.
Quellen
8- 01Quantum Interconnects Link Two 120-Qubit Processors (IBM Research)EN
- 02How Europe's battery passport could have a big impact on US e-bikesEN
- 03FAU Researchers Explore Quantum Computing to Predict Lung Cancer with Limited DataEN
- 04Researcher-in-the-Loop Evolutionary Discovery of Entanglement-Assisted Quantum Code FamiliesEN
- 05On this day in space! Oct. 30, 1964: NASA's Lunar Landing Research Vehicle takes 1st test flightEN
- 06Microsoft Research Focus - Edition #97EN
- 07Scaling European Battery Recycling via the Circular Economy ActEN
- 08Apple Watch Ultra 4 review: longer battery life but still awaiting new featuresEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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