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Indien nimmt erste Geothermiebohrungen in Betrieb, USA fördern 21 Bohrtests

Jharkhand State News berichtete am 3. November, dass das ONGC Energy Centre im Juli 2026 die ersten beiden Geothermiebohrungen Indiens im Puga Valley in Ladakh in Betrieb genommen hat. Die Bohrungen sind 1.000 Meter tief. Sie dienen der Bewertung des Reservoirs und sollen den Weg zum ersten Demonstrationskraftwerk Indiens mit 1 MW Leistung ebnen.

WissenschaftAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 4. November 20265 Min. LesezeitQuellen 26
Indien nimmt erste Geothermiebohrungen in Betrieb, USA fördern 21 Bohrtests

Die beiden Bohrungen Indiens sind ein kleiner Anfang. Sie reichen 1.000 Meter tief, und das Puga Valley liegt mehr als 14.000 Fuß über dem Meeresspiegel. Sie dienen der Bewertung des Reservoirs und sollen den Weg zum ersten Demonstrationskraftwerk Indiens mit 1 MW Leistung ebnen. Zuerst kommt diese Bewertung. Über die 1-MW-Demonstrationsanlage wird erst danach entschieden. Seine Nationale Geothermiepolitik hat Indien im September 2025 veröffentlicht.

Die US-Liste steht für sich. Am 30. Oktober 2026 veröffentlichte das Office of Geothermal im Energieministerium 21 Feldtests und Explorationsbohrprojekte. Fünf davon sind Versuche mit Enhanced Geothermal Systems im vollen Maßstab, sechzehn sind Explorationsbohrungen. Beide Hälften zielen auf dasselbe Problem: das Bohrrisiko.

Für Versorger, Investoren und Aufsichtsbehörden liegt der Wert dieser Arbeit in den Informationen, nicht im Strom. Jede Bohrung, die ein Reservoir bestätigt oder nicht bestätigt, sagt der Branche, ob die Bohrkosten weit genug sinken können, damit Geothermie als Grundlastkraftwerk konkurrenzfähig wird. Für die 21 Projekte sind keine Fertigstellungstermine genannt.

Washington finanziert 21 Geothermie-Bohrtests

Das Portfolio ist nach Zweck geteilt. Fünf Projekte führen Feldtests mit Enhanced Geothermal Systems in Tiefen und bei Temperaturen durch, wie sie für eine großtechnische Erschließung geeignet sind. Fervo Energy bohrt, komplettiert und stimuliert Bohrungen im Elmore County in Idaho. Das Unternehmen setzt zudem das ein, was das Ministerium als erstes hochtemperaturfestes Drei-Komponenten-Geophon-Array bei oder über 200°C bezeichnet. Quaise Energy führt eine Felddemonstration an der Südflanke des Newberry-Vulkans in Zentral-Oregon durch, wo die Temperaturen am Bohrlochgrund 265°C bis 365°C erreichen. Das liegt über dem Bereich, in dem die meisten Werkzeuge und Materialien für konventionelle EGS-Anlagen erprobt sind.

Zwei weitere Tests liegen im Westen. AlterG Resources erprobt ein tiefes horizontales Bohrungspaar in den Countys Pershing und Churchill in Nevada. Zanskar Geothermal and Minerals bohrt eine kurze horizontale Injektionsbohrung in Lightning Dock im Hidalgo County in New Mexico.

Die University of Utah entwirft, bohrt und testet ein EGS-Doublet in Dixie Valley West in Nevada. Ziel ist der Nachweis, dass ein Reservoir neben einem bestehenden hydrothermalen System die Zirkulation aufrechterhalten und kommerziell nutzbare Wärme liefern kann. Diese fünf Tests entscheiden, ob künstlich erzeugte Reservoire im großen Maßstab funktionieren.

Die sechzehn Explorationsprojekte sind die stillere Hälfte. Sie sammeln Untergrunddaten, um hydrothermale Ressourcen der nächsten Generation und konventionelle Vorkommen zu charakterisieren und möglicherweise zu bestätigen. DAVINCI EP etwa will im Brawley Known Geothermal Resource Area in Kalifornien zwei gekoppelte horizontale Bestätigungsbohrungen niederbringen und testen. Zanskar Geothermal and Minerals erprobt außerdem ein Bestätigungsverfahren mit gerichtet gebohrten tiefen Bohrungen von einem einzigen Bohrplatz aus.

Das Bohren ist der Engpass

Die Kosten beginnen am Meißel. Im Westen der Vereinigten Staaten liegen die Bohrgeschwindigkeiten in der Geothermie üblicherweise bei 150 bis 250 ft/Tag. Das ist laut dem Office of Geothermal etwa eine Größenordnung weniger als bei der Entwicklung von Öl und Gas in Schiefergestein auf dem Festland. Das Gestein ist hart, zerklüftet und abrasiv, und die Formationen stehen oft unter Druck, was beim Bohren zu Spülungsverlusten führt.

Die Bohrungsauslegung erhöht die Rechnung. Geothermiebohrungen haben oft mehr als den doppelten Durchmesser von Öl- und Gasbohrungen, und Verrohrung und Zement können bis zu 50% der Kosten einer Bohrung ausmachen.

Hochtemperaturbereiche verlangen spezielle Werkstoffe und Werkzeugauslegungen. Das treibt die Preise für die Elektronik im Bohrloch, für Elastomere und für die Überwachungstechnik, die eine Bohrung braucht. Moderne Anlagen und ihre höheren Tagesmieten werden oft gemieden, weil die Margen vieler Geothermieprojekte knapp sind. Daten sind die billigere Lösung. Das Geothermal Data Repository hielt Mitte 2026 764 TB an Informationen, rund 60.000.000 Downloads, 1.400 Datensätze und 145 Datenanbieter, berichtete das Oil & Gas Journal. Das Repository unterstützt Pilotprojekte für Fernwärme, die Analyse von Play-Fairways und den Standort FORGE für Enhanced Geothermal Systems in Utah. Das Office of Geothermal hat außerdem mehr als 9.000.000 $ in zwei Phasen für maschinelles Lernen ausgegeben, 5.500.000 $ für die Exploration und 3.500.000 $ für den Betrieb.

Singapur plant eine 15-monatige Studie

Singapurs Zahlen sind größer, sein Zeitplan länger. Eine frühere Erhebung ergab, dass die unterirdischen Wärmequellen des Landes mehr als das 60-Fache seines derzeitigen Jahresstromverbrauchs erzeugen könnten, berichtete The Straits Times. Die Regierung teilte am 26. Oktober mit, dass Ende 2026 eine 15-monatige Machbarkeitsstudie beginnt, die ein Konsortium aus Surbana Jurong und GLJ durchführt. Die Ressource Singapurs ist trockenes, unzerklüftetes heißes Gestein in mehreren Kilometern Tiefe, nicht die Heißwasserreservoire vulkanisch aktiver Regionen. Auch das dicht bebaute Stadtgebiet begrenzt, wie viele Anlagen gebaut werden können. Ein Bericht von 2022 kam zu dem Ergebnis, dass neue Technologien einschließlich der Geothermie bis 2050 rund 10% des Energiebedarfs des Landes decken könnten. Der Minister sagte, die erzeugte Strommenge hänge von den Kosten, der technischen Machbarkeit und dem Tempo der Fortschritte bei der Tiefbohrtechnik ab.

Wie es weitergeht

Die Studie in Singapur soll Sicherheit, technische Machbarkeit und Kosten abdecken. Minister für Energie, Handel und Industrie Tan See Leng sagte, das Land habe keine Entscheidung über die Nutzung der Geothermie getroffen, und eine solche könne viele Jahre dauern.

Die US-Liste enthält keine Fertigstellungstermine. Das Office of Geothermal erklärt, die Feldtests sollten das technische und das Entwicklungsrisiko senken und Investoren Daten für künftige kommerzielle Projekte liefern. Solange Bohrungen nicht billiger werden, misst sich der Fortschritt an Bohrgeschwindigkeiten und Kosten pro Bohrung, nicht an angekündigter Leistung.

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Quellen

26
  1. 01Pilots and Demonstrations: Next-Generation Field Tests and Drilling for New Resources - Department of EnergyEN
  2. 02Subsurface Accessibility - Department of EnergyEN
  3. 03Machine Learning - Department of EnergyEN
  4. 04DOE data repository supports geothermal development - Oil & Gas JournalEN
  5. 05Behind the News: ONGC Energy Centre Commissioned Two Geothermal Wells in Ladakh - Jharkhand State NewsEN
  6. 06S'pore to drill deeper into geothermal energy after promising results of its potential: Tan See Leng - The Straits TimesEN
  7. 07Singapore to drill deeper into geothermal energy after promising results of its potential, says energy minister - Asia News NetworkEN
  8. 08Accelsius Supports NSF Data Center Efficiency Research at VillanovaEN
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  23. 23FORGE R&D - Department of Energy (.gov)EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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