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Iran plant Angriffe auf Internetkabel am Hormus, sagen Beamte zu Reuters

Zwei hochrangige iranische Sicherheitsbeamte haben Reuters gesagt, Teheran plane Angriffe auf Seekabel unter der Straße von Hormus und könne Reparaturen blockieren. Das bedroht Verbindungen im Golf und nach Indien, berichtet India Today am 2. November.

TechnologieNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 19
Iran plant Angriffe auf Internetkabel am Hormus, sagen Beamte zu Reuters

Zwei hochrangige iranische Sicherheitsbeamte haben Reuters gesagt, Teheran habe Pläne ausgearbeitet, Seekabel unter der Straße von Hormus anzugreifen, falls die USA und Israel ihre Angriffe wieder aufnehmen. Einer von ihnen warnte, Iran könne Reparaturarbeiten verhindern, meldete India Today am 2. November. Ein Kabelbruch würde das Internet in Indien nicht abschalten. Er würde den Datenverkehr durch die Meerenge aber verlangsamen oder umleiten und Ausfälle verlängern, wenn Reparaturen blockiert werden.

Die Erklärung vom 19. Oktober

Der Sprecher der Revolutionsgarden, Hossein Mohebbi, sagte am 19. Oktober, unter der Straße von Hormus verliefen sieben große Internetkabel, und es würden neue Ziele und neue Waffen vorgestellt. Die Antwort werde diesmal viel härter ausfallen, berichtete Windward. Anfang Oktober hatte Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, gesagt, Iran könne in einem neuen Krieg Kabel, Rechenzentren und KI-Anlagen mit US-Bezug angreifen.

Tanker über den Kabeln

In den zwei Wochen vor Mohebbis Auftritt verfolgte Windward zwei von OFAC sanktionierte Tanker mit Verbindung zu Iran, die tagelang direkt über regionalen Kabelkorridoren trieben. Einer verlangsamte am 30. September auf unter eine Knoten und trieb 73 Stunden lang. Dabei überquerte er die Ränder der Korridore AAE-1, Bay of Bengal Gateway und 2Africa und kam FALCON, GBI und MENA bis auf eine halbe Seemeile nahe, so Windward.

Sechs aktive Kabel, acht bis 2027

Heute queren sechs aktive Kabel die Meerenge: 2Africa, AAE-1, FALCON, GBI, Tata TGN-Gulf und OMRAN/EPEG. FIG und SEA-ME-WE 6 sollen 2027 dazukommen, dann sind es acht. Irans Zahl von sieben liegt zwischen dem aktuellen Stand und der nahen Zukunft, nach TeleGeography-Daten, die Windward zitiert. Weniger als 1 Prozent der internationalen Bandbreite weltweit verläuft durch die Meerenge, nach TeleGeography. Rund 99 Prozent des internationalen Datenverkehrs laufen über Seekabel, meldete India Today.

Drei der sechs aktiven Kabel landen in Iran. FALCON und GBI kommen in Bandar Abbas und Bushehr an, OMRAN/EPEG hat ebenfalls eine iranische Anlandung, so Windward. Würden FALCON und GBI gekappt, kappte Iran auch seine eigenen internationalen Verbindungen.

Vier Länder ohne Ausweichroute

Irak, Kuwait, Bahrain und Katar sind am stärksten gefährdet, weil jedes Kabel, das sie nutzen, im Golf landet, sagte Windward. Irak hat drei aktive Kabel, Kuwait fünf, Bahrain fünf und Katar sieben. FOG, Katar-VAE und Kuwait-Iran verlassen den Golf nie. Kuwait bleiben damit drei Wege nach draußen, Bahrain vier und Katar fünf.

Die VAE stehen besser da. Sechs Kabel landen an ihrer Golfküste, aber 14 bei Fujairah und Kalba am Golf von Oman. Oman hat zwei Kabel in Khasab, 11 an der Küste des Golfs von Oman und fünf in Salalah und Qalhat am Arabischen Meer, so Windward.

Indiens Abhängigkeit

Indiens Internet hängt an Seekabeln, die an Landestationen unter anderem in Mumbai und Chennai ankommen. Mindestens vier Systeme mit Hormus-Bezug haben Verbindungen zu indischen Landestationen, meldete India Today unter Berufung auf Communications Today. FALCON, GBI und AAE-1 sind aktiv. SeaMeWe-6 wurde von Bharti Airtel in Mumbai und Chennai angelandet, ist aber noch nicht in Betrieb und soll 2027 folgen.

Airtel gehört zum SeaMeWe-6-Konsortium, Reliance Jio ist Mitglied des AAE-1-Konsortiums. Ein Bericht der Economic Times von Anfang dieses Jahres schätzte, dass rund ein Drittel des Datenverkehrs von Indien nach Westen durch den Hormus-Korridor läuft. Bei beschädigten Kabeln müssten Betreiber andere Routen finden, darunter die Umleitung eines Teils des Verkehrs über Netze mit Anbindung an Singapur, meldete India Today.

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Quellen

19
  1. 01Iran threatens to cut undersea internet cables if war resumes, what it means for IndiaEN
  2. 02Iran Threatens the Hormuz Internet Cables: Four Gulf States Have No Subsea Route That Avoids the StraitEN
  3. 03Does Reliance on China Undermine Iran's Grand Strategy?EN
  4. 04 T-Mobile launches $90 5 Gbps fiber internet plan EN
  5. 05Somali piracy surges as Iran war diverts US naval attention - CNN - Iran InternationalEN
  6. 06Google: Internetsuche gibt es für Schulen nur, wenn KI-Tools freigegeben sindEN
  7. 07 Voting in space: NASA astronauts cast ballots from International Space Station EN
  8. 08CrowdStrike launches AI kill switch that it says can stop internal agents that go rogueEN
  9. 09 Robot cube explores the International Space Station | Space photo of the day for Nov. 3, 2026 EN
  10. 10 Chinese survey ship loitering near undersea cable ignores Philippine demands to withdraw EN
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  12. 12SPFL tender could end Saturday 3pm TV blackout but is it really under threat?EN
  13. 13Here's how much Trump's Iran war has added to Americans' fuel costsEN
  14. 14Astronauts just gave the International Space Station a powerful upgradeEN
  15. 15Trump declares robot imports a national security threatEN
  16. 16Trump Says Iran Wants A Deal 'And It Could Happen' - Radio Free Europe/Radio LibertyEN
  17. 17Launch Preview: Falcon 9 to launch USSF missions, China to launch internet satellitesEN
  18. 18Shutting the Door on the XCPE Botnet (Threat Intelligence)EN
  19. 19What Tokayev’s Economic Agenda Means for Kazakhstan’s International PartnershipsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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