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Malaysias Arbeitsministerium will Beschäftigten der Medienbranche beim Antrag auf EIS-Leistungen helfen

Das malaysische Arbeitsministerium hat am 3. November erklärt, es sei bereit, Beschäftigten der Medienbranche, die ihren Arbeitsplatz verlieren, beim Antrag auf Leistungen des Employment Insurance System zu helfen. Zuvor hatte Media Mulia eine Überprüfung angekündigt, die bezahlten Urlaub für fast 100 Mitarbeiter umfasst.

Medien & InternetAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 9
Malaysias Arbeitsministerium will Beschäftigten der Medienbranche beim Antrag auf EIS-Leistungen helfen

Was das Ministerium angeboten hat

Der stellvertretende Arbeitsminister Khairul Firdaus Akbar Khan sagte am 3. November im Dewan Rakyat, das Ministerium sei bereit, Beschäftigten der Medienbranche zu helfen, die ihre Stelle verlieren. Er antwortete auf Suhaizan Kaiat, den Abgeordneten der Pakatan Harapan für Pulai. Der hatte nach Vorwürfen gefragt, wonach zwischen 100 und 200 Beschäftigte von Utusan Malaysia ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.

Khairul Firdaus sagte, die Hilfe gelte, falls es zu Entlassungen komme. Das Ministerium werde die betroffenen Unternehmen auffordern, Anträge auf Unterstützung einzureichen, und prüfen, ob die betroffenen Beschäftigten die Voraussetzungen des Employment Insurance System erfüllen, das Perkeso verwaltet. Anträge müssen innerhalb von 60 Tagen nach dem Tag des Arbeitsplatzverlusts gestellt werden. Voraussetzung sind ausreichende Beiträge und die erforderlichen Unterlagen. Er sagte, er habe sechs Schritte für die betroffenen Beschäftigten vorbereitet, nannte sie im Parlament aber nicht.

Weder das Ministerium noch das Unternehmen haben bestätigt, dass es zu Entlassungen kommt. Media Mulia bezeichnet den Schritt als Programm bezahlten Urlaubs im Rahmen einer Überprüfung seines Geschäftsmodells, seiner operativen Struktur und seiner Unternehmensausrichtung.

Bezahlter Urlaub statt Stellenabbau

Direktor und Finanzvorstand Abd Wahid Idris sagte, die Verlagerung der Medienbranche auf digitale Plattformen mache eine Anpassung nötig. Das derzeitige Management habe beide Marken gerettet, nachdem der frühere Eigentümer 2019 den Betrieb eingestellt habe. Das Unternehmen brauche strategische Anpassungen, damit ihnen nicht dasselbe Schicksal widerfahre. Er sagte auch, das Unternehmen bleibe der gedruckten Ausgabe für treue Leser verpflichtet.

Was nach dem Ende des bezahlten Urlaubs geschieht, wird nicht gesagt. Die Beschäftigten fragen sich, wie lange der Urlaub dauern soll und ob sie während dieser Zeit eine andere Arbeit annehmen dürfen, berichtete The Straits Times.

Die Zahlen und der Branchenhintergrund

Die parlamentarische Anfrage nannte zwischen 100 und 200 gefährdete Beschäftigte. Das Programm für bezahlten Urlaub umfasst fast 100 Mitarbeiter, und The Straits Times bezifferte die Belegschaft auf rund 200. Damit betrifft das Programm nahezu die Hälfte. Die Zahlen beziehen sich auf verschiedene Gruppen: einen Vorwurf aus dem Parlament, das Programm für bezahlten Urlaub und die gesamte Belegschaft.

Der Druck betrifft die ganze Branche. Die gemeinsame Auflage der malaysischsprachigen Zeitungen im Druck sank laut Audit Bureau of Circulations um 55 Prozent, von zwei Millionen Exemplaren im Jahr 2013 auf 905.000 im Jahr 2018. Die Auflage von Utusan Malaysia selbst fiel zwischen 2014 und 2018 um 43 Prozent, von etwa 172.000 Exemplaren auf weniger als 100.000, bevor der ursprüngliche Verlag zusammenbrach.

Kommunikationsminister Fahmi Fadzil sagte am 31. Oktober, angeschlagene Medienorganisationen sollten sein Ministerium um Hilfe bitten, bevor sie zu Entlassungen greifen. Die Regierung stockte den Media Innovation Fund um 30.000.000 Ringgit auf, und 72 malaysische Medienunternehmen haben von dem Fonds profitiert, sagte er.

Sechs Jahre nach der Wiederbelebung

Utusan Malaysia erschien erstmals 1939 in Singapur. Abdul Rahim Kajai und Yusof Ishak gründeten die Zeitung. Der ursprüngliche Verlag, Utusan Melayu (Malaysia) Berhad, wurde 2019 zahlungsunfähig, nach Jahren schwacher Liquidität, wachsender Schulden und sinkender Verkäufe, und der Vorstand leitete die Liquidation ein. Im Juli 2020 kam die Zeitung unter Media Mulia wieder heraus, einem Unternehmen, das mit dem Tycoon Syed Mokhtar Al-Bukhary verbunden ist.

Die Beschäftigten haben das schon einmal erlebt. Beim ursprünglichen Verlag war den Mitarbeitern zunächst gesagt worden, ihr Arbeitsverhältnis laufe bis Ende Oktober weiter. Dann wurden sie angewiesen, ihre Sachen zu packen und das Büro bereits um 13 Uhr am 9. Oktober zu verlassen, berichtete The Straits Times. Radzi Razak, ein Fürsprecher für das Wohl von Journalisten, fragte, was nach dem Ende des bezahlten Urlaubs mit Reportern, Fotografen, Redakteuren und Produktionsmitarbeitern geschehe.

Wie es weitergeht

Ein internes Memo, das The Straits Times einsehen konnte, besagte, die Namen der fast 100 betroffenen Beschäftigten sollten am 4. November bekannt gegeben werden. Für den 3. November war eine Betriebsversammlung angesetzt, bei der das Unternehmen Einzelheiten des Programms und seine Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs vorstellen sollte. Das Ministerium hat die sechs Schritte nicht genannt.

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Quellen

9
  1. 01Malaysia readies employment insurance support for media workersEN
  2. 02Human Resources Ministry ready to assist Utusan Malaysia staff facing possible layoffs, says deputy ministerEN
  3. 03Malaysia offers job-loss assistance to journalists amid reported Utusan Malaysia layoffsEN
  4. 04Six years after revival, Malaysia's oldest Malay newspaper faces another crisis. What's next?EN
  5. 05Google will spend $15B on data centres in Malaysia over two yearsEN
  6. 06Malaysia’s data center industry gets 500 MW solar, 1 GWh battery storage boostEN
  7. 07STAT+: Amid Mass General Brigham layoffs, CEO pens vague letter, stirring staff anxietyEN
  8. 08Malaysia's OMS Group raises $1.03B loan to expand subsea cable fleetEN
  9. 09IEEE Xplore Digital Library Adds AI AssistantEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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