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Mengxi-Netz überschreitet 20 GW Speicher, während Netzinvestitionen in die Technik fließen

Das Mengxi-Netz in der westlichen Inneren Mongolei hatte am 27. Oktober 20,23 GW/70,47 GWh Speicher in Betrieb, 11,5% der installierten Kraftwerksleistung. Das geht aus Daten der Inner Mongolia Power Group vom 28. Oktober hervor. pv magazine berichtete am 4. November darüber.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 28
Mengxi-Netz überschreitet 20 GW Speicher, während Netzinvestitionen in die Technik fließen

Die Inner Mongolia Power Group betreibt das Mengxi-Netz getrennt vom ostinner­mongolischen Netz, das State Grid verwaltet. Es versorgt acht Bezirke auf Präfekturebene. Die 20,23 GW Speicher ergeben eine durchschnittliche nominelle Dauer von rund 3,5 Stunden.

Dieser Mix verändert, was Versorger und ihre Investoren finanzieren müssen. Batterien, Transformatoren und Steuerungssoftware stehen im Investitionsplan jetzt neben Wind- und Solarparks. Kosten pro Megawatt für den Speicherausbau in Mengxi wurden nicht veröffentlicht. Die Regulierer müssen noch klären, wer zahlt und wie schnell sie Projekte genehmigen.

Der Zubau beschleunigt sich weiter. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2026 kamen 6,555 GW Speicher hinzu, 47,9% mehr als im Vorjahr.

Einen Teil dieses Ausbaus trugen große unabhängige Projekte. Dazu gehören Anlagen in Wuchuan und Baotou. Am 22. Oktober erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit 720 GWh einen Rekordwert, das waren 60,2% der gesamten Erzeugung an diesem Tag. Allein Wind steuerte 560 GWh bei.

Speicher wird zum Netzbestandteil, nicht zur Zusatzoption

Speicher im Mengxi-Netz ist kein Pilotprojekt mehr. Bis zum 27. Oktober erreichten das kumulierte Laden und Entladen 15,78 TWh und 14,04 TWh, beide Werte lagen mehr als 400% über dem Vorjahr.

Der Notfalleinsatz ist das deutlichere Signal. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2026 führte das Netz 95 Notfalleinsätze von Speichern durch. In der Spitze lieferten die Speicher 12,25 GW, das entsprach 33% der Netzlast in diesem Moment. Die Inner Mongolia Power Group hat 126 Speicherstationen an eine zentrale Überwachungsplattform angeschlossen. Sie verbindet marktbasierte Optimierung mit direkter Intervention, wenn die Versorgung knapp wird. Dieses Vorgehen testen derzeit die meisten Betreiber mit hohem Anteil erneuerbarer Energien.

Das Geld wandert in Technik und Netze

Die größten Beträge fließen in die Technik. GE Vernova hat sich laut einem Bericht vom 29. Oktober bereit erklärt, Trench Group für 9.000.000.000 US-Dollar zu kaufen. Der Deal holt die Fertigung von Hochspannungsnetztechnik ins eigene Haus und erweitert das Segment Electrification. Finanziert wird er mit Bargeld und Schulden, der Abschluss wird für Ende 2027 erwartet. Trench bringt eine operative Basis in Europa und Asien ein. Der Kauf holt Kapazitäten für Transformatoren, Schaltanlagen und 765-Kilovolt-Technik in GE Vernova, so die Analyse von Yahoo Finance.

Verteilnetze erzählen eine ähnliche Geschichte im kleineren Maßstab. E.ON betreibt Ungarns größtes Stromverteilnetz mit 88.000 km Länge und rund 3.400.000 Kunden.

E.ON investiert fast 230.000.000.000 HUF in seine Netze. Bis 2030 sollen daraus mehr als 2.300 MW zusätzliche Anschlusskapazität entstehen, vorgesehen für erneuerbare Energien. Das Programm umfasst neue und modernisierte Umspannwerke sowie digitale Netzleitsysteme. Seit 2022 hat das Unternehmen rund 690.000.000.000 HUF in die ungarische Netzinfrastruktur gesteckt.

Smart Meter gehören zum selben Paket. E.ON gibt 13.500.000.000 HUF aus, um bis Ende 2028 weitere 237.000 intelligente Zähler zu installieren und damit insgesamt fast 600.000 zu erreichen. Guntram Würzberg sagte dem Budapest Business Journal, Ungarn sei in sieben Jahren von 20.000 Solaranlagen auf mehr als 330.000 gewachsen. Die Priorität habe sich vom Ausbau der Kapazität auf deren Integration verlagert. Zudem deckten EU-Mittel nur etwa ein Viertel der geplanten Netzinvestitionen ab. Auf jeden Forint aus der EU lege das Unternehmen drei eigene drauf.

Nachfrage und Politik erhöhen den Druck

Die Nachfrage ist die andere Hälfte der Gleichung. Am 3. November startete OpenAI ein unverbindliches Grid Protectors Program. Es soll den Strombedarf künftiger Rechenzentrumsstandorte senken, wenn das US-Netz unter Belastung steht. Das Unternehmen erklärte, die US-Rechenzentrumskapazität werde bis 2030 voraussichtlich 100 GW überschreiten. Es rahmte das Programm als „einmalige Gelegenheit“ ein, Standorte zu bauen, die ihren Stromverbrauch anpassen können, wenn Gemeinden ihn am dringendsten brauchen.

OpenAIs eigene Zusagen sind gemessen an dieser Prognose klein. Es kündigte an, bis zu 1 GW flexible Nachfragereaktion bereitzustellen. Im Rahmen einer Vereinbarung mit Georgia Power hat es zugesagt, die vollen Kosten der Infrastruktur für ein Rechenzentrum zu tragen. Kim Greene, Chairman, President und CEO von Georgia Power, sagte damals, Rechenzentren zahlten mehr, damit Familien und kleine Unternehmen weniger zahlen müssten. Das Programm sei ein „Anspruch“ und keine feste Politik. OpenAI erklärte, die Regelungen würden je nach Standort unterschiedlich ausfallen. Im Januar versprach das Unternehmen, bei den Stargate-Rechenzentren für seine eigenen Kosten aufzukommen.

Auch die lokale Politik erzeugt Druck. Der Stromverbrauch von Rechenzentren und seine Wirkung auf lokale Preise haben in den USA Widerstand ausgelöst. Das Thema spielte im laufenden Wahlkampf zu den Zwischenwahlen eine Rolle.

Politische Signale zählen ebenso viel wie die Nachfrage. Vor der COP31 forderte Nebahat Albayrak-Edgar von Fortum stärkere Investitionssignale, verlässlichen kohlenstoffarmen Strom und einen gezielten Einsatz der Einnahmen aus dem EU-ETS. Sie argumentierte, eine Schwächung der CO2-Bepreisung untergrabe langfristige Entscheidungen für Projekte wie grünen Stahl und kohlenstoffarme Kraftstoffe.

Wie es weitergeht

Die Inner Mongolia Power Group plant sechs selbst finanzierte Speicherprojekte. Dazu gehören Vorhaben in Chunkunshan, Hanhai und Erzihao. Das Unternehmen will im Jahr 2026 den Netzanschluss für fast 10 GW neue Speicherkapazität absichern.

E.ONs Ziel für die Anschlusskapazität reicht bis 2030. Der Rollout der Smart Meter soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

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Quellen

28
  1. 01China's Mengxi grid tops 20 GW of storage as renewables approach 60% of capacityEN
  2. 02OpenAI launches 'Grid Protectors Program' to reduce data center electricity demand when the US grid is under strainEN
  3. 03Energy Transition Puts Grid Investment, Regulatory Reform in Focus - BBJEN
  4. 04GE Vernova (GEV) Agrees $9 Billion Grid Equipment Deal To Expand ElectrificationEN
  5. 05Fortum Executive Calls for Clear Investment Signals and Strong EU Carbon Pricing to Drive ElectrificationEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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