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Microsoft: Windows 11 reagiert auf 8-GB-Rechnern 20 Prozent schneller, während Speicherpreise steigen

Am 3. November erklärte Microsoft, Windows 11 laufe auf 8-GB-Rechnern nach eigenen Labortests nun bis zu 20 Prozent reaktionsschneller und 40 Prozent schneller beim Multitasking. Gemessen wird die Reaktionsfähigkeit laut Unternehmen gegen die Version von Januar 2026.

KI & ModelleNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 20
Microsoft: Windows 11 reagiert auf 8-GB-Rechnern 20 Prozent schneller, während Speicherpreise steigen

Wer ein günstiges Notebook kauft, trifft auf einen Markt, auf dem 8-GB-Geräte zurückkehren. Ob diese Rechner brauchbar bleiben, hängt an Microsofts Angaben. PC-Hersteller und Chiphersteller senken bereits die Ausstattung und warnen vor höheren Kosten. Das könnte die Gerätepreise bis 2027 hoch halten. Die Verbesserungen sind Microsofts eigene Laborwerte. Tom's Hardware beschrieb die internen Tests als unter günstigen Bedingungen durchgeführt.

Microsofts 8-GB-Behauptung

Microsoft veröffentlichte die Zahlen am 3. November in einem Blogbeitrag. Das Unternehmen stellte sie als Ergebnis eines Versprechens dar, das es Anfang des Jahres gegeben hatte, um die Leistung von Windows 11 zu verbessern. Der Ansatz habe drei Teile: vorhandenen Speicher besser nutzen, Interaktionen schützen, die sofort wirken müssen, und zentrale Apps sowie Windows selbst weniger Speicher verlangen lassen.

Laut Microsoft kann Windows nun bis zu 2 GB mehr aktive Daten im Arbeitsspeicher halten. Das geschieht, statt diese Daten auf den Datenträger auszulagern. In der Praxis sollte das weniger Neuladen bedeuten, wenn man zu einer App oder einem offenen Tab zurückkehrt.

Den Gewinn bei der Reaktionsfähigkeit führt Microsoft darauf zurück, dass Hintergrundarbeit wie die Suchindizierung zurückgefahren wird, solange der Rechner aktiv genutzt wird. Edge öffne nun bis zu 33 Prozent schneller. Ein Effizienzmodus für Microsoft Teams lässt sich standardmäßig einschalten. Dieser Modus verbessert die Startzeiten um 20 Prozent. Das Wachstum des belegten Speichers sank bei Edge und den Microsoft-365-Apps um bis zu 900 MB, so das Unternehmen. Der Speicherbedarf von Word, PowerPoint, Excel und Outlook fiel um 360 MB. WhatsApp nutzt die verbesserte Speicherverwaltung bereits, berichtet Tom's Hardware.

Die 40 Prozent beim Multitasking stammen aus einem anspruchsvollen Ablauf. Er nutzt 20 Edge-Tabs, ein 4K-Video, große Word-, PowerPoint- und Excel-Dateien, Outlook und den Datei-Explorer, nacheinander geöffnet. ZDNET berichtete, Nutzer brauchen den neuesten Windows-11-26H2-Build, um die Änderungen zu sehen.

Warum 8 GB zurück sind

Microsofts Vorstoß folgt auf eine Rückkehr von Notebooks mit 8 GB RAM in diesem Jahr. Er folgt auch auf einen weltweiten Engpass bei PC-Bauteilen, der Hersteller zu niedrigeren Ausstattungen zwingt.

Bei Apple sagte Vorstandschef John Ternus in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen vom 2. November, die Speicherpreise seien "beispiellos". Apple erwartet für das Dezemberquartal noch höhere Speicherkosten als in den drei Monaten davor. Die Fertigungskosten des Konzerns sind in wenigen Monaten um 33.000.000.000 Dollar gestiegen, berichtet Tom's Hardware unter Verweis auf Reuters. Die Apple-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 2,75 Prozent.

Apple hat die Preise bereits erhöht. Ende Juni wurden Mac und iPad teurer, im September das iPhone. Ternus sagte, das habe "einen gewissen Ausgleich" gebracht.

Intels Client Computing Group erzählte eine ähnliche Geschichte. Der Umsatz fiel im dritten Quartal 2026 um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8.100.000.000 Dollar. Das Unternehmen verwies in seiner Telefonkonferenz auf die branchenweiten Speicherengpässe. Intel rechnet mit einer anhaltenden Abschwächung des PC-Geschäfts mindestens bis zur ersten Hälfte des nächsten Jahres. Der Preisdruck bei Speicher und NAND dürfte bis 2027 bestehen bleiben.

Der Speicherdruck durch KI

Hinter dem Druck auf Verbraucher steht die Nachfrage der KI-Infrastruktur. Huawei weist laut einem Bericht von The Information einige Kunden an, Speicher für seine KI-Chips selbst zu beschaffen. Das treibt Käufer faktisch auf den Schwarzmarkt. Das Unternehmen will den Ascend 960DT Anfang nächsten Jahres auf den Markt bringen. Doch seine chinesischen Zulieferer können nicht genug HBM produzieren. US-Exportregeln blockieren zudem direkte Käufe bei Samsung und SK Hynix.

Schmuggler bündeln HBM mit billigen Serverprozessoren, die unter der Exportschwelle liegen. Sie verschicken die Pakete über Hongkong, wo Werkstätten beides trennen. Die Preise für geschmuggeltes HBM3E sind laut einem von The Decoder zitierten Broker aus Shenzhen binnen eines Jahres von einigen hundert Dollar auf rund 4.000 Dollar pro Einheit gestiegen. Jeder KI-Chip braucht sechs bis acht Einheiten. Allein der Speicher kann damit bis zu 32.000 Dollar kosten.

Samsung und SK Hynix kontrollieren zusammen über 80 Prozent des weltweiten HBM-Markts.

Wie es weitergeht

Microsoft will außerdem die Speicherkomprimierung intelligenter machen. Gemeinsame Teile sollen zwischen Windows-Funktionen und Apps geteilt werden. Zusammen mit PC-Herstellern und Chipherstellern will das Unternehmen den Speicher verringern, den ein PC für seine Hardware reservieren muss. WinUI-3-Apps wie der Datei-Explorer und Notepad sollen weniger Speicher belegen und schneller öffnen, so das Unternehmen.

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Quellen

20
  1. 01Windows 11 8GB RAM configurations get a performance boostEN
  2. 02Windows 11 can run better on PCs with 8GB now, Microsoft saysEN
  3. 03Apple faces unprecedented memory cost increases as RAM prices continue to surgeEN
  4. 04Apple warns of 'unprecedented' rise in memory chip pricesEN
  5. 05Huawei tells customers to find their own AI chip memoryEN
  6. 06Intel Q3 2026 Earnings Data Center Soars While PC Faces Memory PressureEN
  7. 07Article: Systemic Approach to Memory, Knowledge, and Context in Agentic AI ArchitecturesEN
  8. 08 Developer manages to run Windows 11 26H2 with just 128MB of RAM, just 3.1% of recommended minimum EN
  9. 09Android-Smartphones sichern Fotos jetzt automatisch auf Windows-PCsEN
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  12. 12Hardware Defense Blocks Memory-Dependent Prefetcher Leakage (KU Leuven)EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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