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Berufungsgericht stellt Urteil im NFL-Sunday-Ticket-Fall wieder her

Das US-Berufungsgericht für den neunten Bezirk hat die Entscheidung der Jury wiederhergestellt, dass die NFL mit Sunday Ticket gegen das Kartellrecht verstoßen hat. Das Urteil erging am 30. Oktober 2026. Die Schadensersatzsumme von 4.700.000.000 Dollar ist damit hinfällig, ein neues Verfahren soll klären, was die Liga zahlen muss.

TechnologieErklärtLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 19
Berufungsgericht stellt Urteil im NFL-Sunday-Ticket-Fall wieder her

Der Schuldspruch hat die Berufung überstanden. Die Richter ließen die Feststellung der Jury stehen, dass das gebündelte Paket für Spiele außerhalb des lokalen Marktes gegen das Wettbewerbsrecht verstieß. Ihre Begründung reicht über den Football hinaus. Andere Ligen, Sender und Plattformen, die Rechte im Paket verkaufen, sehen sich derselben Argumentation gegenüber. Die Entscheidung vom 30. Oktober hält die Haftung aufrecht, kippt aber die Schadenssumme. Der Streit kehrt damit in den Gerichtssaal zurück. Wie viel die NFL am Ende zahlt, ist offen.

Was das Gericht behielt und was es verwarf

Richter Philip Gutierrez hatte das Urteil von 2024 im August 2024 aufgehoben, nachdem er die Aussagen zweier von den Abonnenten beauftragter Ökonomen ausgeschlossen hatte. Das Gericht befand, er habe sein Ermessen überschritten, indem er die Glaubwürdigkeit der Sachverständigen selbst bewertete. Diese Entscheidung hielt nicht.

Gutachten sind nicht schon deshalb unbegründet oder unzuverlässig, weil sie angreifbar sind. Solche Gutachten sind von der Jury im Verfahren zu würdigen.

Berufungsrichter Anthony Johnstone schrieb diese Worte für das dreiköpfige Gremium. Die Haftung bleibt, die Schadenssumme nicht.

Die Geschworenen hatten die Abonnentenzahlen mit 191,26 Dollar multipliziert, der Differenz zwischen dem Listenpreis von 294 Dollar für Privatkunden und der Schätzung eines Sachverständigen, was Abonnenten tatsächlich zahlten. Das Gremium bezeichnete das als Maß für einen Rabatt, nicht für einen durch die Verträge der Liga verursachten Aufpreis. Es merkte zudem an, dass die Jury denselben Betrag auf gewerbliche Kunden anwandte, deren Preise deutlich höher lagen. Diese Diskrepanz steht im Zentrum des Streits um den Schadenersatz.

Der Fall geht auf 2015 zurück. Die Sportsbar Mucky Duck in San Francisco focht die Vereinbarung der NFL mit DirecTV an.

Die Klasse und das Geld auf dem Spiel

Die Klasse umfasst rund 2.400.000 Privatabonnenten und 48.000 Unternehmen, die Sunday Ticket zwischen 2011 und 2022 über DirecTV kauften. Die Jury sprach im Juni 2024 etwa 4.610.000.000 Dollar für die Haushalte und 96.900.000 Dollar für gewerbliche Kunden zu. Beide Beträge ergeben zusammen die genannten rund 4.700.000.000 Dollar. Eine Verdreifachung, die das US-Kartellrecht erlaubt, hätte die Summe über 14.000.000.000 Dollar treiben können. Das neue Verfahren befasst sich nicht erneut mit der Haftung, nur mit der Höhe eines möglichen Schadensersatzes. Der Klassenzeitraum endet 2022, bevor Sunday Ticket zu YouTube wechselte.

Die Darstellungen der Aufteilung gehen auseinander. Das Sports Business Journal nannte eine einzige Summe von 4.700.000.000 Dollar, während Sportico und eine juristische Analyse der NYU abweichende Aufschlüsselungen lieferten.

Warum die Bündelung im Visier steht

Die Abonnenten argumentierten, die Liga habe exklusive Rechte für Spiele außerhalb des lokalen Marktes mit nationalen Fernsehverträgen verbunden. Das schütze das lokale Publikum der Sender und halte die Preise für Sunday Ticket hoch. Der Ökonom Daniel Rascher zog College-Football als Vergleich heran und sagte aus, Teams und Conferences könnten Rechte außerhalb ihres Marktes getrennt verkaufen. Das Gremium erklärte, die Geschworenen könnten darüber streiten, wie ähnlich College- und Profiübertragungen seien, doch diese Frage gehöre in das Verfahren. Damit bleibt die Kernargumentation für eine zweite Jury erhalten.

Die NFL hat das Modell stets verteidigt. Commissioner Roger Goodell sagte aus, DirecTV und nicht die Liga habe den Abonnementspreis festgelegt. DirecTV bestritt ein Fehlverhalten und blieb dem Verfahren fern, nachdem es eine Anordnung erreicht hatte, Kundenansprüche an ein Schiedsverfahren zu verweisen.

Sunday Ticket wechselte 2023 zu YouTube, unter einem siebenjährigen Vertrag mit Google, der laut Berichten 14.000.000.000 Dollar wert ist. Dieser Vertrag ist nicht Teil des Falls. Das Verfahren betrifft die Jahre mit DirecTV.

Wie es weitergeht

Die NFL erklärte, sie sei enttäuscht und prüfe weitere Rechtsmittel. In einer separaten Entscheidung am selben Tag ließ das Gremium Anträge der Abonnenten auf gerichtliche Anordnungen zum Vertrieb der Liga nach dem Clayton Act wieder aufleben. Das untere Gericht muss erneut prüfen, ob diese Ansprüche fortgesetzt werden können. Der Fall kehrt an das Bezirksgericht in Kalifornien zurück.

Die Höhe eines neuen Schadensersatzes ist ungeklärt.

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Quellen

19
  1. 01NFL Sunday ticket antitrust verdict revived as appeals court orders fresh trial over $4.7 billion damagesEN
  2. 02NFL's $4.7 Billion 'Sunday Ticket' Antitrust Verdict Revived by Appeals CourtEN
  3. 03Appeals Court Revives NFL's $4.7 Billion Sunday Ticket Antitrust CaseEN
  4. 04NFL Loses Appeal as $4.7 Billion Sunday Ticket Verdict RevivedEN
  5. 05Ninth Circuit revives NFL antitrust verdict on Sunday Ticket dealsEN
  6. 06Appeals Court Revives $4.7B NFL Sunday Ticket Verdict, Orders New Damages TrialEN
  7. 07NFL 'Sunday Ticket' antitrust case revived, court orders new trial on $4.7 billion damagesEN
  8. 08NFL to Face New Trial Over 'Sunday Ticket' $4.7 Billion VerdictEN
  9. 09Goldman, Apollo in Talks to Sell SpaceX’s $40 Billion AI DealEN
  10. 10Binance attackers used fake job interviews to pull off $6.3 billion crypto heistEN
  11. 11Binance Says Hackers Used Well-Known Tricks to Carry Out a $6.34 Billion HeistEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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