OpenAI-Urheberrechtsverfahren: 51 Amicus-Briefs, der Streit um Fair Use weitet sich aus
Bis zum 30. Oktober sind im Verfahren In re OpenAI Copyright Infringement Litigation 51 Amicus-Briefs eingegangen, wie Publishing Perspectives am 3. November berichtete. Die abschließenden Schriftsätze sind bis zum 6. November fällig. 26 stützen die Kläger, 18 die Beklagten, acht sind neutral.

51 Schriftsätze und eine Frist am 6. November
Bis zur Frist am 30. Oktober hat das Gericht 51 Amicus-Briefs erhalten.
Eine Entscheidung zu Fair Use wird festlegen, was die Lizenzierung von Medien kostet, die beim Training von KI verwendet werden. Sie wird auch bestimmen, was Modelle ausgeben dürfen. Die 51 Schriftsätze verteilen sich auf 26 für die Kläger, 18 für die Beklagten und acht neutrale. Richter Sidney H. Stein bekommt also keinen Konsens. Ein Termin für die mündliche Verhandlung steht noch nicht fest. Eine letzte Runde von Schriftsätzen ist bis zum 6. November fällig. Das Verfahren bündelt mehr als ein Dutzend Klagen gegen KI-Firmen, darunter die der Authors Guild und der New York Times. Amicus-Briefs erlauben es Nichtbeteiligten, dem Gericht ihre Sicht darzulegen.
In dieser Akte meldeten sich Verleger- und Autorenverbände, einzelne Urheber und Journalisten, Urheberrechtswissenschaftler, Technologieverbände und einige Abgeordnete der USA zu Wort. Das US-Justizministerium reichte am 4. September eine Statement of Interest ein. Darin forderte es das Gericht auf, das Training von KI mit urheberrechtlich geschützten Werken als Fair Use einzustufen.
Die Argumente vor Richter Stein
Im vergangenen Monat reichten die Parteien Cross-Motions for Summary Judgment ein. Darin argumentieren die Kläger, OpenAI habe Werke kopiert, um seine Modelle zu trainieren, auch aus Raubkopie-Quellen. Auch die Ausgaben könnten Rechte verletzen, tragen sie vor. Die Anwälte von OpenAI halten dagegen, das Kopieren zum Training falle unter Fair Use, und die Ausgaben verletzten keine Rechte.
Richter Stein hat den Aktenbestand bereits einmal eingeschränkt.
Im Oktober ließ er eine Studie nicht zu, die nahelegte, KI-Bücher verdrängten von Menschen geschriebene Werke. OpenAI hatte geltend gemacht, der Autor habe einen Finanzierungskonflikt verschwiegen. Der Autor bestreitet das, und die Kläger legten keinen Widerspruch gegen den Antrag ein.
Musikrechteinhaber bringen weitere Ansprüche ein
Auf Anthropic und Suno kommen Ansprüche wegen 274 Elvis-Songs, 853 Songs von Reservoir und mehr als 1.000 weiterer Titel zu. Die Kläger werfen den Firmen vor, Hunderte Songs ohne Lizenzen abgeschöpft zu haben. Zu den Klägern gehören der Nachlass von Elvis Presley, Reservoir Media und Round Hill. Die geforderten gesetzlichen Schadensersatzsummen belaufen sich auf 41.100.000 Dollar für den Presley-Nachlass, 151.400.000 Dollar gegen Anthropic und 186.400.000 Dollar gegen Suno. Die Klage des Presley-Nachlasses wurde am 23. Oktober 2026 wegen 274 Kompositionen eingereicht. Beide Unternehmen berufen sich auf Fair Use und kündigen an, die Verfahren energisch zu verteidigen.
Die Ausgaben sind die nächste Front
Der Guardian berichtete am 28. Oktober, Claudes Code von Anthropic könne inzwischen Videospielcode über Nacht dekompilieren. Damit wird eine Arbeit, die Monate dauerte, zu einem Abend. Der Reporter des Blattes bat Claude, in einem Browser einen Mashup zu bauen. Vier Minuten später lieferte es ein spielbares, wenn auch schlechtes Spiel und schlug vor, es lokal zu hosten, um Urheberrechtsprobleme zu vermeiden.
Die besten dieser Mashups brauchten laut dem Blatt noch erhebliche menschliche Nacharbeit. Derselbe Artikel berichtete, die PS5-Emulation habe einen enormen Sprung gemacht, sodass inzwischen fast jedes PS5-Spiel auf einem PC läuft. Er fügte hinzu, vieles davon sei extrem illegal.
Das ist die Ausgabenseite des Streits. Sie ist schwerer zu kontrollieren als ein Trainingskorpus.
Wie es weitergeht
Die abschließenden Schriftsätze im OpenAI-Verfahren sind bis zum 6. November fällig. Danach werden die mündlichen Verhandlungen vor Richter Stein angesetzt, ein Termin wurde nicht bekannt gegeben.
SaaSrise argumentierte, eine Entscheidung gegen Fair Use würde KI-Firmen zwingen, rechtliche Prüfung, Herkunftsverfolgung und Lizenzprüfung in ihre Datenpipelines einzubauen. Anthropic und Suno wollen ihre Musikverfahren energisch führen.
Quellen
19- 01Copyright Infringement Lawsuit Against OpenAI Draws More than 50 (Very Illuminating) Amicus Briefs - Publishing PerspectivesEN
- 02Anthropic and Suno Face $338 Million in Music Copyright LawsuitsEN
- 03Social media is full of weird video game mashups. Where are they all coming from?EN
- 04Elvis’s Ghost Haunts AI: The $41 Million Anthropic Copyright Lawsuit ExplainedEN
- 05STAT+: Amid Mass General Brigham layoffs, CEO pens vague letter, stirring staff anxietyEN
- 06Aluminum–Air Generators for Data Centres Face a Metal Logistics TestEN
- 07JD.com darf MediaMarktSaturn übernehmen – mit BedingungenEN
- 08Behind-the-meter generation could deliver five times more grid relief than data center load shiftingEN
- 09With Copyright Complaints, Even Imposters Can Silence Karakalpak ActivistsEN
- 10The Share of Solar Generation with Co-located Battery Storage Is IncreasingEN
- 11AC Milan, Inter strike ‘€650m’ Generali naming rights deal for new stadiumEN
- 12EU lawmakers slam new border force powers to surveil social mediaEN
- 13China touts AI milestone: models generate more tokens than used in trainingEN
- 14Anthropic faces $41 million copyright lawsuit over 274 Elvis Presley songs used to train AI modelsEN
- 15#0117 The AI Image Prosecution Case and the Blind Spot of Side Hustles Exposed by CopyrightEN
- 16Impatient with Brussels, European capitals forge ahead with social media bans EN
- 17Frontex gets power to track migration talk on social mediaEN
- 18Media rights squeeze, US investment and AI tech: The sports business trends from Sportel 2026EN
- 19Google Cloud and NVIDIA Announce General Availability of NVIDIA Vera Rubin InfrastructureEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.