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Opentrons sammelt 40 Millionen US-Dollar in Serie E ein, um KI-entwickelte Experimente auf Laborroboter zu bringen

Opentrons hat eine Serie-E-Runde über 40 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt vom Healthcare-Investor Avego. Das teilte das Unternehmen am 29. Oktober mit. Das Geld soll nach Angaben des New Yorker Herstellers von Laborautomation in Roboter und Software für KI-entwickelte Experimente fließen.

KI & ModelleAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 3. November 20263 Min. LesezeitQuellen 5
Opentrons sammelt 40 Millionen US-Dollar in Serie E ein, um KI-entwickelte Experimente auf Laborroboter zu bringen

Für Laborleiter und Einkäufer in der Pharmabranche bedeutet die Runde einen weiteren gut finanzierten Anbieter offener, API-gesteuerter Liquid Handler. Das ist relevant, solange KI-Werkzeuge die Zahl der Experimente weiter in die Höhe treiben. Wettbewerber mit geschlossenen Systemen bekommen eine billigere Alternative. Laut Unternehmen sind mehr als 11.000 Roboter in über 80 Ländern installiert. Nicht bekannt gegeben wurden die Bewertung, die Anteile der Investoren und die Zahl der Roboter, die noch in Betrieb sind.

Zwei Roboter und eine Softwareebene

Opentrons wurde 2014 gegründet und verkauft zwei Tischgeräte. Der Flex ist der geschlossene Roboter mit höherer Kapazität, optional mit einem Greifer, der Platten zwischen den Schritten bewegt.

Der OT-2 ist kleiner und günstiger. Er richtet sich an Labore, die routinemäßiges Pipettieren erledigen wollen, ohne für die Kapazität oder die Plattenhandhabung des Flex zu zahlen. Der Flex bearbeitet mehr Proben gleichzeitig und führt mehr eines Experiments ohne Person aus, berichtete SiliconANGLE. Beide Geräte sind für DNA-Extraktion, PCR, Proteinreinigung und ELISAs konfiguriert, also die Assays, die einen Großteil des Alltags in einem molekularbiologischen Labor ausmachen. Opentrons beschreibt die Plattform als offen und API-gesteuert. Sie soll sich in bestehende Abläufe einfügen und diese nicht komplett ersetzen.

Das KI-Versprechen steckt in der Software. Opentrons verkauft Werkzeuge zur Automatisierung der Probenvorbereitung und anderer repetitiver Arbeit. Jeder Lauf erzeugt nach Angaben des Unternehmens strukturierte, reproduzierbare Daten, die spätere Modelle nutzen können, berichtete Pulse 2.0.

"Millionen Wissenschaftler verbringen einen Großteil ihres Tages mit manueller Arbeit, die ein Roboter erledigen kann", sagte Vorstandschef James Atwood in der Mitteilung. "Diese Zeit der Forschung zurückzugeben, ist die größte Chance in der Wissenschaft."

11.000 Roboter und eine Kundenliste aus Unternehmensangaben

Opentrons gibt an, mehr als 11.000 Roboter in über 80 Ländern aufgestellt zu haben. Außerdem seien die Systeme bei 90% der 20 größten Pharmakonzerne im Einsatz, an jeder der 20 größten US-Forschungsuniversitäten und bei 14 der 15 größten globalen biopharmazeutischen Unternehmen.

Nichts davon ist unabhängig überprüft.

Kein Medium, das über die Runde berichtete, hat die Zahlen nachgeprüft. Opentrons nannte weder Umsatz noch Stückzahlen pro Jahr noch die Zahl der 11.000 Maschinen, die noch im Einsatz sind. Ein Roboter, der vor Jahren ausgeliefert und inzwischen ausgemustert wurde, zählt genauso wie ein kürzlich installierter. Die Kundenliste ist eine Liste von Behauptungen, keine geprüfte Zahl.

Wer zahlt, und was nicht gesagt wird

Avego führte die Runde an, BroadOak Capital Partners beteiligte sich. Zu den bestehenden Investoren gehören laut Pulse 2.0 der SoftBank Vision Fund und Khosla Ventures sowie laut citybiz Sands Capital, Lerer Hippeau und Y Combinator.

Opentrons nannte weder die Bewertung noch die Anteile, die Investoren übernommen haben.

Dieses Schweigen wiegt. Eine Runde über 40 Millionen US-Dollar sagt, wie viel Geld hineingeht, nicht, was jemand das Unternehmen für wert hält. Sie lässt keine Prüfung zu, ob der Preis seit der vorigen Runde gestiegen oder gefallen ist. Avego wurde 2015 gegründet und investiert von New York und Georgia aus in das Gesundheitswesen.

Die Wette hinter der Runde

"Jede KI-gesteuerte Entdeckung muss noch in einem echten Labor getestet werden", sagte Avego-Managing-Partner James Flexner in der Mitteilung.

Das Geld fließt laut Pulse 2.0 und citybiz in KI-gesteuerte Versuchsdurchführung, schnellere Protokollentwicklung, die Anbindung an Geräte anderer Hersteller und den Eintritt in neue Märkte. Opentrons argumentiert, das physische Labor werde zum Engpass, während Modelle immer schneller Experimente vorschlagen. Jeder automatisierte Lauf liefere dann die strukturierten Daten, die das nächste Modell braucht.

Für Laborleiter heißt die Runde: ein weiterer gut finanzierter Anbieter, gegen den man Angebote einholen kann. Für Rivalen mit geschlossenen Automationssystemen heißt sie: eine billigere, offene Alternative mit großer installierter Basis.

Welche neuen Märkte gemeint sind, wie viele Roboter das Geld zusätzlich bringen soll und wann davon etwas greift, hat das Unternehmen nicht gesagt.

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Quellen

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  1. 01Science robotics startup Opentrons raises $40M to standardize laboratory automationEN
  2. 02Opentrons Raises $40 Million Series E To Expand AI-Driven Laboratory AutomationEN
  3. 03Opentrons Raises $40 Million Series E Led by Avego to Expand AI-Driven Laboratory AutomationEN
  4. 04Opentrons Raises $40 Million Series E Led by Avego to Expand AI-Driven Lab AutomationEN
  5. 05Opentrons Announces $40M Series E Round to Standardize AI-Driven Science on Its RobotsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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