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Überflutetes Werk in Indien, das die USA mit Chemotherapeutika beliefert, öffnet erst 2028 wieder

Ein wichtiger Lieferant generischer Chemotherapeutika für die USA, dessen Werk in Indien überflutet wurde, nimmt erst 2028 den Betrieb wieder auf. Das teilte die ASHP mit. Die Engpässe bei Leukämie- und Lymphommedikamenten halten damit an. Endpoints News identifizierte das Werk als Pfizers Standort in Gujarat.

GesundheitAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 18
Überflutetes Werk in Indien, das die USA mit Chemotherapeutika beliefert, öffnet erst 2028 wieder

Die American Society of Health-System Pharmacists schreibt in ihrem Bericht über Arzneimittelengpässe im dritten Quartal, ein wichtiger Lieferant, der von Überschwemmungen in Indien betroffen sei, werde erst 2028 wieder öffnen. Der Bericht mit Daten bis September nennt mehrere Chemotherapeutika, die weiterhin knapp sind. Endpoints News meldete am 28. Oktober, dass es sich um Pfizers Werk in Gujarat handelt und die Schließung bis zu zwei Jahre dauern könnte.

Laut dem ASHP-Bericht, den Becker's Hospital Review zusammenfasste, stellte das Werk generische Chemotherapeutika her. Sie werden unter anderem bei Leukämie, Hodgkin-Lymphom sowie Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Hodenkrebs eingesetzt. Mehrere dieser Mittel waren schon vor der Überschwemmung knapp. Pfizer hat nicht öffentlich aufgelistet, welche Arzneimittel dort genau produziert wurden. Ob diese Engpässe direkt auf die Überschwemmung zurückgehen, ist deshalb nicht bestätigt.

Ergänzungen nach Quartalsende

Am 7. Oktober setzte die ASHP vier Cytarabin-Injektionsprodukte von Pfizer auf die Mangel-Liste, ein Standardmittel in der Behandlung von Blutkrebs, dazu Bleomycin-Produkte von Pfizer, Fresenius Kabi und Hikma. Am 12. Oktober kamen Irinotecan-Produkte von Pfizer, Eugia US und Sagent hinzu. Pfizers koreanische Tochtergesellschaft teilte den südkoreanischen Behörden mit, sie rechne mit einer normalen Cytarabin-Versorgung erst Ende 2028 und prüfe andere Standorte und Auftragshersteller, berichtete MoneyToday.

Engpässe insgesamt rückläufig, in der Krebstherapie zunehmend

Zum Ende des dritten Quartals zählte die ASHP 225 aktive Engpässe, nach einem Rekord von 323 Anfang 2024. Kontrastmittel für CT und MRT machten in diesem Jahr 10 Prozent der neuen Engpässe aus. In der Krebstherapie ging die Entwicklung in die andere Richtung: Bis September verzeichnete die ASHP 87 neue Engpässe, fast so viele wie die 89 im gesamten Jahr 2025. Sie merkte an, niedrigere Zahlen bedeuteten nicht zwangsläufig, dass weniger Patienten betroffen seien.

Die Belastung in den Krebszentren

In einer im September veröffentlichten Umfrage des National Comprehensive Cancer Network berichteten alle 31 antwortenden Krebszentren von mindestens einem fehlenden Krebsmedikament. Das geht aus Beckers Chronik des Chemotherapie-Engpasses 2026 hervor. Ifosfamid fehlte in 94 Prozent der Zentren, Carboplatin in 71 Prozent. Die meisten Zentren hielten ihre Patienten mit Gegenmaßnahmen im Behandlungsplan. 7 Prozent gaben jedoch an, nicht jeden Patienten wie vorgesehen behandeln zu können, und 39 Prozent sagten, die Engpässe hätten klinische Studien beeinflusst.

Wie es weitergeht

Die längerfristige Aussicht hängt von der Politik ebenso ab wie von den Fabriken. Die ASHP fordert, die Arzneimittelproduktion zurück ins Land zu holen oder in die Nähe zu verlagern, und langfristige Kaufverträge, die eine verlässliche Versorgung belohnen. Bei früheren Engpässen, etwa der Cisplatin-Krise 2023, erlaubte die FDA vorübergehende Importe von Herstellern aus dem Ausland.

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Quellen

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  1. 01Flood-Damaged Pfizer Plant in India Will Not Reopen Until 2028, Prolonging Shortages of Several Chemotherapy DrugsEN
  2. 02Cancer Patients Needing Ifosfamide Chemotherapy May Receive an Unapproved Imported Version as the U.S. Shortage PersistsEN
  3. 03A key chemo drug is in short supply, forcing doctors to scrambleEN
  4. 04'Every drop of chemotherapy' drugs being used during national shortage, Md. doctor saysEN
  5. 05Florida cancer centers will pursue drugs from China as temporary fix to shortageEN
  6. 06Why vital chemotherapy drugs are in short supply in IndiaEN
  7. 07Cancer drug shortage: 'I spent a day hopping stores,' says patient scrambling for life-saving chemo drugsEN
  8. 08Finding New Drugs Is Laborious. This AI Startup Is Skipping The Lab WorkEN
  9. 09STAT+: Revolution Medicines’ pancreatic cancer drug has stunning commercial debutEN
  10. 10Bay Area Air District Moves Forward with Nation’s Strongest Water Heater StandardsEN
  11. 11Scientists trick cancer cells into making the drugs that kill themEN
  12. 12PharmAgents2: Towards Autonomous End-to-End Drug DiscoveryEN
  13. 13#AASLD26: Merck unwraps biopsy data for MASH drug it got from South Korea's HanmiEN
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  17. 17OpenAI appoints Dan Driscoll as Senior Counselor for National Security ModernizationEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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