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Qualcomm rechnet 2029 mit 15 Milliarden Dollar Umsatz in Rechenzentren

Qualcomm hat in der Telefonkonferenz zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erklärt, im ersten Quartal 2027 rund 650 Millionen Dollar Umsatz mit Rechenzentren zu erwarten. Bis 2029 sollen daraus 15 Milliarden Dollar werden.

KI & ModelleAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Qualcomm rechnet 2029 mit 15 Milliarden Dollar Umsatz in Rechenzentren

Die Prognose fiel in der Telefonkonferenz zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Wie steil die Kurve verläuft, ist wichtiger als der Endpunkt. Qualcomm erwartet rund 650 Millionen Dollar im ersten Quartal 2027, 5 Milliarden Dollar bis Ende 2027 und 15 Milliarden Dollar bis 2029. Zum Vergleich: The Verge beziffert den Gesamtumsatz für 2026 auf 10,4 Milliarden Dollar. Das Ziel für Rechenzentren im Jahr 2029 liegt damit über dem gesamten Umsatz von 2026.

Das Telefongeschäft schrumpft. Der Smartphone-Absatz sank um rund 20 Prozent gegenüber 2025.

Qualcomms Vorstoß in Rechenzentren läuft über Partnerschaften mit Amazon und Meta, die das Unternehmen Anfang des Jahres angekündigt hat. Rechenzentren sollen nach Konzernangaben irgendwann rund 30 Prozent des Geschäfts ausmachen. Die Prognose ist also ein Ziel und kein bereits gebuchtes Geschäft. Wer Rechenleistung für KI einkauft, sollte sie so lesen.

Die Messlatte, die AMD gesetzt hat

AMD hat die Latte deutlich höher gelegt. Der Konzern erwartet, dass irgendwann mehr als 80 Prozent seines Umsatzes aus Rechenzentren kommen, bei Qualcomm sind es rund 30 Prozent. Der Abstand ist teils Ehrgeiz, teils Rechnung. Qualcomm muss noch ein schrumpfendes Handygeschäft verteidigen, und Rechenzentren sollen laut Prognose nur rund 30 Prozent des Geschäfts erreichen.

Speicher über dem Rechenchip gestapelt

Der Silizium ist noch in der Validierung. Qualcomm hat nach eigenen Angaben die erste Validierung seiner Speicherarchitektur High Bandwidth Compute abgeschlossen. Sie stapelt mehrere DRAM-Schichten über einem kleinen Rechenchip. Liegt der Speicher dort, sinkt die Energie, die für den Transport der Daten anfällt, berichtet ServeTheHome.

Der Beschleuniger Dragonfly AI250 soll 2027 in die Musterfertigung gehen.

Günstigeres Packaging gehört zum Angebot. Weil zwischen dem gestapelten Chip und dem Hauptprozessor weniger Bandbreite nötig ist, kann Qualcomm herkömmliche organische 2D-Substrate statt CoWoS oder EMIB verwenden. Der Stapel braucht weiterhin Through-Silicon-Vias, die Fertigung wird also nicht einfach.

In die Inferenz fließt die Kapazität

Andere verkaufen bereits Inferenzkapazität auf Hardware, die es gibt. SambaNova und Supermicro kündigten am 4. November an, Systeme zu bauen, die Nvidia-GPUs für den Prefill mit SN50-RDUs für den Decode verbinden, zunächst mit 10.000 Chips. Betreiber können damit Inferenzkapazität zubauen, ohne auf neue Rechenzentren zu warten, die durch Strom und Kühlung begrenzt sind. Außerdem verlängern sie die Lebensdauer ihrer vorhandenen GPUs.

Argonne hat dasselbe Argument übernommen. Das Argonne National Laboratory erklärte am selben Tag, das System Tara in seinen Inferenzdienst aufgenommen zu haben. Tara umfasst 2.688 Nvidia-GH200-Superchips, rund 100-mal so viel GPU-Speicher wie zuvor für den Dienst verfügbar. Das Labor erweiterte außerdem Metis von zwei auf sechs SambaRacks, also auf 96 SambaNova-SN40L-Prozessoren. Für Käufer stellt sich weniger die Frage, welcher Anbieter gewinnt. Entscheidend ist, ob Inferenzkapazität vor neuen, durch Strom begrenzten Rechenzentren verfügbar ist.

Wie es weitergeht

Zwei Termine bestimmen das kommende Jahr. Die Musterfertigung des Dragonfly AI250 steht 2027 an. Qualcomms Prognose setzt das Ende von 2027 als Frist für 5 Milliarden Dollar Umsatz mit Rechenzentren.

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Quellen

28
  1. 01Qualcomm is betting big on data centers as smartphone sales sinkEN
  2. 02Qualcomm Validates HBC Stacked Memory Ahead of 2027 Dragonfly AI250 SamplingEN
  3. 03SambaNova and Supermicro to Build AI Inference Systems Combining RDUs and GPUsEN
  4. 04Argonne Adds AI Inference Capacity for Genesis Mission and Scientific ResearchEN
  5. 05 Nvidia can only fulfill 1% of China’s massive $70 billion GPU order for AI chips, report claims — supply constraints choke export-friendly RTX Pro 5500 deliverEN
  6. 06 Nintendo ROM chip supplier Macronix quits to focus on chips for AI data centers, reports indicate EN
  7. 07Nvidia is happy to take your money whether you're using open or closed modelsEN
  8. 08SpaceX signs deal with Qualcomm to provide network technology for U.S. mobile serviceEN
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  28. 28Nvidia, AMD Commit $4B to Meta AI BuildoutEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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