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Spanien verpflichtet Olivenölmühlen, 12 Prozent ihrer Produktion bis September 2027 einzulagern

Das spanische Landwirtschaftsministerium hat die Olivenölmühlen am 6. November angewiesen, 12 Prozent ihrer Produktion vom Markt zu nehmen, rund 188.000 Tonnen, und diese bis zum 30. September 2027 einzulagern.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 7
Spanien verpflichtet Olivenölmühlen, 12 Prozent ihrer Produktion bis September 2027 einzulagern

Das Ministerium erklärte, Ziel sei es, "das Angebot zu regulieren, um das Funktionieren des Marktes und des Sektors zu verbessern und zu stabilisieren". Für die Verbraucher bedeutet die Anordnung weniger Öl im Verkauf, und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Supermarktpreise ohnehin schon sanken. Die spanische Wettbewerbsbehörde hat gewarnt, die Maßnahme könne dem Wettbewerb und den Verbrauchern schaden, vor allem wenn eine Angebotsverknappung weitere Preissenkungen bremst.

Die Anordnung über 12 Prozent

Die Pflicht gilt für die kumulierte Monatsproduktion jeder Mühle, unabhängig von der Öl-Kategorie, und sie beginnt mit der Produktion im November. Der Oktober, der erste Monat des Vermarktungsjahres, ist ausgenommen. Jede Mühle entscheidet selbst, welche Ölsorte sie zurückhält und ob das Öl in eigenen Räumen oder bei Dritten lagert.

Die Mühlen müssen ihre Monatsproduktion und ihre Schlussbestände monatlich über Simo melden. Das ist das Marktinformationssystem des Ministeriums für Olivenöl.

Eine vom Landwirtschaftsministerium koordinierte Gruppe überwacht die Einhaltung, und die Betriebe müssen Unterlagen vorlegen und Vor-Ort-Kontrollen zulassen. Das Instrument stammt aus dem Jahr 2021. Planas sagte, es sei zuvor nie angewandt worden.

Warum der Mechanismus ausgelöst wurde

Die spanische Ernte wird für 2026-27 auf 1.602.596 Tonnen geschätzt, 23 Prozent mehr als in der vorigen Saison und der vierthöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Anfangsbestände lagen bei 357.040 Tonnen, 23,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, nach Simo-Daten, die das Ministerium am 28. Oktober veröffentlichte. Beides zusammen erreicht 120 Prozent der Durchschnittsproduktion der vorangegangenen sechs Vermarktungsjahre, die im Mechanismus festgeschriebene Schwelle. Milde Temperaturen und reichlich Frühlingsregen schufen günstige Bedingungen für die Ernte.

Landwirte, Verbraucher und die Wettbewerbsaufsicht

ASAJA, COAG, UPA und Cooperativas Agro-alimentarias hatten das Ministerium gebeten, bis zu 20 Prozent der Produktion vom Markt zu nehmen, mehr als die angeordneten 12 Prozent. COAG hatte sich ein Jahrzehnt lang für den Mechanismus eingesetzt. Der Verband nannte die Aktivierung historisch. "Sie wird extreme Situationen verhindern, etwa Olivenöl zu neun Euro im Supermarkt oder Olivenbauern, die unter ihren Kosten verkaufen müssen", sagte Francisco Elvira, Leiter des Olivensektors bei COAG.

Planas besuchte am 6. November eine Olivenölgenossenschaft in Andalusien. Er sagte, der traditionelle Olivenhain sei für Spanien "lebenswichtig" und mit hohen Produktionskosten verbunden. "Wenn die Preise unter eine bestimmte Schwelle fallen, kann es tatsächlich Probleme mit der Rentabilität geben", sagte er vor Journalisten.

Von Rekordpreisen zu einem Überangebot

Natives Olivenöl extra wurde in Spanien im Juli zu etwa 3,9 Euro pro Kilogramm gehandelt, wie Wochendaten der Europäischen Kommission zeigten, auf die sich CNBC berief. Im Januar 2024 lag der Rekord bei 9,3 Euro. Deoleo, das weltweit größte Olivenölunternehmen, erklärte, der Marktzyklus von 2022 bis 2024 liege "endgültig hinter uns".

Die Straits Times berichtete, Dürre und Hitze hätten die Produktion in 2022-23 und 2023-24 gedrosselt.

The Olive Press berichtete am 26. Oktober, Eigenmarken-Olivenöl habe im vergangenen September im Schnitt rund 7,99 Euro pro Flasche gekostet. Einige seien seither um etwa 3 Euro gefallen, hieß es unter Berufung auf Diario SUR.

Die Landwirte sagten, die Erzeugerpreise fielen schneller als die Preise im Regal.

Wie es weitergeht

Die Rücklage gilt von der Novemberproduktion bis zum 30. September 2027. Das Ministerium kann die Entscheidung ab dem 31. Dezember 2026 ändern, je nachdem, wie sich die Produktion entwickelt.

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Quellen

7
  1. 01Spanish government orders market withdrawal of olive oil for the first timeEN
  2. 02Spain puts the squeeze on olive oil producers to avoid glut, fall in pricesEN
  3. 03Spanish farmers call to pull one-fifth of olive oil as prices fallEN
  4. 04World's largest olive oil company says market has 'definitively' entered new phaseEN
  5. 05Bumper olive crop in Bashiqa fails to lift farmer earnings as prices plummet - 964mediaEN
  6. 06Harness 2: executing agent code as it streamsEN
  7. 07Launch HN: Momentic (YC W24) – Agents that catch bugs by using your appEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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