Spotify verlängert Joe-Rogan-Deal ohne Exklusivität
Spotify hat am 8. Oktober 2026 einen neuen mehrjährigen Lizenzvertrag für The Joe Rogan Experience bekannt gegeben. Die Show bleibt auch auf anderen Plattformen. Das Wall Street Journal berichtete am selben Tag über eine geschätzte Earnout-Summe von 250.

Spotify veröffentlichte am 8. Oktober eine eigene Mitteilung. Darin ist von einer mehrjährigen Lizenzvereinbarung die Rede, neue Folgen sollen weiterhin wöchentlich bei Spotify und „auf anderen Plattformen“ erscheinen. Zahlen nannte das Unternehmen nicht, weder eine Vergütung noch ein Enddatum oder Werbebedingungen.
Für Hörerinnen und Hörer ändert sich diese Woche nichts. Die Show bleibt, wo sie war: bei Spotify, YouTube, Apple Podcasts und Amazon Music. Für Spotify sichert die Verlängerung die meistabonnierte Sendung des Dienstes und das Werbeumfeld, das dazugehört.
Das Wall Street Journal nannte am selben Tag eine Zahl: eine geschätzte Earnout-Summe von 250, gestützt auf Personen, die mit den Details vertraut sind. Spotify hat diese Zahl nicht bestätigt. In der Mitteilung heißt es nur, die Laufzeit sei mehrjährig. Rogan sagte darin, die Partnerschaft „passe einfach hervorragend“. Er sei „äußerst glücklich und aufgeregt, noch viele Jahre mit ihnen weiterzumachen“. Jordan Newman, bei Spotify für Content-Partnerschaften zuständig, sagte, die Show „komme bei einem riesigen globalen Publikum weiterhin an, weil es schlicht nichts Vergleichbares gibt“.
Warum Spotify für Rechte zahlt, nicht für Exklusivität
Spotify veröffentlichte die Nachricht in seinem Newsroom For the Record unter der Überschrift „Spotify and Joe Rogan Continue Longstanding Partnership“. Das Unternehmen nennt die Show den beliebtesten Podcast der Welt.
Der neue Vertrag folgt dem Muster von 2024, nicht dem von 2020. Spotify holte Rogan 2020 an Bord und machte die Show damals exklusiv. 2024 lockerte der Dienst diese Regelung und ließ die Verbreitung breiter laufen. Jetzt kauft die Plattform erneut Rechte und Werbevermarktung statt eines geschlossenen Gartens. Rogan und sein Team behalten die redaktionelle Kontrolle vollständig, so die Darstellung der Bedingungen im Journal.
Spotify meldete zum Ende des zweiten Quartals 300 Millionen Premium-Abonnenten. Das Unternehmen spricht von einem „Halo-Effekt“. Hörer, die wegen Rogans Folgen kommen, wechseln zu Musik der Gäste, zu Hörbüchern und anderen Podcasts auf der Plattform. Das stützt Abo-Bindungen und Werbeerlöse.
Die Publikumszahlen hinter dem Preis
The Joe Rogan Experience hat 18 Millionen Follower bei Spotify. Seit Beginn der Partnerschaft 2020 ist die Show die meistabonnierte des Dienstes. Auf YouTube sind es mehr als 21 Millionen Follower, also mehr als bei Spotify.
Edison Research schätzte, dass im zweiten Quartal 2026 monatlich 28,4 Millionen Amerikaner zuhörten. Anfang 2020 waren es 6,6 Millionen. Die Firma führt die Show in den USA seit Beginn ihrer Erhebungen 2019 auf Platz eins.
Von 100 exklusiv zu 250 geteilt
Rogan unterschrieb 2020 erstmals bei Spotify, in einem Deal, der mit mehr als 100 angegeben wurde und die Show exklusiv machte. Die Verlängerung von 2024, geschätzt auf 250, öffnete die Verbreitung für YouTube, Apple und Amazon.
Das Publikum wuchs nach dem Ende der Exklusivität weiter, so Edison-Research-Daten, die in Berichten zitiert werden. Das widerspricht dem Muster anderer plattformexklusiver Shows, die Hörer verloren, als sie den geschlossenen Garten verließen. Der Deal von 2020 half, Podcast-Publikum zu Spotify zu ziehen. Damals kannten die meisten das Unternehmen vor allem als Musikstreamingdienst.
Die Show hat Kontroversen ausgelöst. Ein Boykott unter Führung von Neil Young im Jahr 2022 wegen Falschinformationen zu COVID-19-Impfstoffen brachte Spotify dazu, Regeln zur Inhaltsmoderation zu veröffentlichen und Hinweise auf COVID-bezogene Podcasts zu setzen. Rogan entschuldigte sich für die Verwendung des N-Worts in früheren Folgen. Young kehrte 2024 zu Spotify zurück.
Was die Mitteilung offen lässt
Spotify nannte in seinem Beitrag nicht die anderen Plattformen, auf denen die Show laufen wird. Ob für Audio oder Video ein Exklusivitätsfenster gilt, blieb offen. Die Zahl 18 Millionen zählt Follower, nicht Abrufe oder Reichweite. Sie lässt sich nicht gegen Download- oder Publikumszahlen anderer Anbieter stellen. Wann die Laufzeit endet, hat keine der beiden Firmen gesagt.
Quellen
15- 01Joe Rogan renews multimillion-dollar podcast deal with Spotify - Los Angeles TimesEN
- 02Joe Rogan's $250 Million Spotify Deal: Here's What It Means for UFC Commentary Role - Yahoo SportsEN
- 03UFC commentator Joe Rogan signs $250M contract extension with Spotify - MMA FightingEN
- 04Joe Rogan signs new Spotify deal after previous $250M agreement - SherdogEN
- 05Spotify secures $250 million renewal with Joe Rogan, WSJ reports - Yahoo FinanceEN
- 06Joe Rogan renews $250 million Spotify podcast deal - MMA CrossfireEN
- 07Spotify renews Joe Rogan on multi-year license, price undisclosed - PPC LandEN
- 08Spotify Extends Joe Rogan Partnership With Multiyear Deal Estimated at $250 Million - BigGo FinanceEN
- 09Joe Rogan secures reported $250 million Spotify agreement - The Express TribuneEN
- 10Spotify and Joe Rogan Continue Partnership With New Multiyear Deal - TheWrapEN
- 11Joe Rogan’s net worth skyrockets as UFC broadcaster nabs another $250 million from Spotify in new deal - MMA ManiaEN
- 12How Much Money Does Joe Rogan Earn From His Podcast? - TheRichestEN
- 13Spotify (SPOT) reportedly re-ups deal with Joe Rogan, securing licensing rights and ad sales for his show in a multi year deal, reports WSJEN
- 14Electric Buses Need a Plan for the Next Operating ContractEN
- 15Astranis Upgrades Falcon 9 Launch Contract to Dedicated Mission for Entire Block 4 Production Run of SatellitesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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