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Suno: MLC kommt Vorladung zu Streaming-Daten nicht nach

Suno und Udio haben am 23. Oktober 2026 eine Discovery-Petition gegen das Mechanical Licensing Collective eingereicht. Sie verlangen monatliche Streaming-Daten bis zurück ins Jahr 2021 für den KI-Urheberrechtsstreit. Suno erklärt, das MLC sei der Vorladung nicht nachgekommen.

Medien & InternetAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 13
Suno: MLC kommt Vorladung zu Streaming-Daten nicht nach

Suno und Udio verlangen Streaming-Daten vom MLC

Das Mechanical Licensing Collective ist die gemeinnützige US-Organisation, die bestimmte digitale Tantiemen an Verlage und Songwriter sammelt und auszahlt, berichtet Billboard. Die Petition von Suno und Udio fordert für acht Streaming-Dienste monatliche Zahlen je Label bis zurück ins Jahr 2021, einschließlich Abrufzahlen und Match-Status, so ein Bericht von note.com. Suno erklärt, das MLC sei der Vorladung nicht nachgekommen. Die Vorladung zielt auf Daten dazu, wie sich der Streaming-Markt nach dem Start von Suno im Jahr 2023 verändert hat, meldet Billboard. Das MLC wollte sich zu den Vorladungen nicht äußern.

Suno hält die Daten für „hochrelevant“ für die These der Labels, KI-Musik habe ihren Marktanteil und ihre Tantiemenausschüttungen verringert. Laut Billboard könnten die Daten für die Fair-Use-Berechnung des Gerichts entscheidend sein. Der Richter muss unter anderem abwägen, ob die von Suno erzeugten Titel inzwischen mit derselben Musik konkurrieren, mit der das KI-Modell trainiert wurde.

Der Fall hat zwei Phasen

Der Urheberrechtsstreit läuft in zwei Phasen. Die erste umfasst 560 Werke, die Obergrenze für gesetzliche Schadensersatzansprüche liegt bei rund 84.000.000 Dollar. Die zweite umfasst 60.202 Werke, etwa 108-mal so viele, und ihre Obergrenze liegt bei mehr als 9.000.000.000 Dollar, mehr als 100-mal der Summe der ersten Phase. Beide Werte sind gesetzliche Höchstgrenzen, keine Schätzungen des tatsächlichen Schadens, so der Bericht von note.com.

Die Recording Industry Association of America reichte die ursprünglichen Klagen im Juni 2024 im Namen von Universal, Sony und Warner ein, meldet Tech Times. Warner einigte sich bis November 2025 mit Suno und Udio und akzeptierte Lizenzvereinbarungen. Universal einigte sich etwa zur selben Zeit mit Udio. Sony führte im August 2026 weiterhin aktive Verfahren gegen beide Unternehmen, berichtet Tech Times.

Labels verlangen ähnliche Daten von DistroKid

Der Streit mit dem MLC ist einer von mehreren Discovery-Konflikten in dem Verfahren. UMG und Sony haben ein Gericht gebeten, DistroKid zur Herausgabe von Aufzeichnungen über KI-generierte Uploads und Streams zu verpflichten, so ein Bericht von note.com vom 19. Oktober 2026. Laut Billboard wollen die Labels eine monatliche Aufstellung der KI-generierten Titel, die über den Distributor laufen, sowie der Streams und Tantiemen, die jeder einzelne erzeugt. Die Labels argumentieren, die Zahlen belegten, dass maschinell erzeugte Musik mit von Menschen gemachten Werken konkurriert. DistroKid weigert sich mit dem Argument, die Daten hätten keine Bedeutung für die Kernfrage des KI-Trainings. UMG verklagt DistroKid zudem separat dafür, Streaming-Plattformen mit KI-generiertem Material zu fluten.

Wie es weitergeht

Das MLC muss bis zum 30. Oktober 2026 auf Udios Petition antworten, Udio muss bis zum 13. November 2026 erwidern, so der Bericht von note.com. Die Discovery im Fall Suno ist bis Mitte 2027 angesetzt, danach entscheidet ein Richter über die Fair-Use-Frage, meldet Billboard.

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Quellen

13
  1. 01Was AI Music Really Being 'Streamed'? The Truth Behind the Data Requested in the $9 Billion Lawsuit Against Suno and UdioEN
  2. 02Here's Every Company Fighting Subpoenas in Suno's Legal Fight With Universal and Sony MusicEN
  3. 03Stability AI Raises $76M: Music Labels Get Equity; Artists Still Get NothingEN
  4. 04[After Copyright, Patents!?] The Shock of the 'Music AI Patent Siege' Set by Universal! The Legal Route Udio Chose and Suno's PredicamentEN
  5. 05Sony Music, Universal Music Group Sue Suno Over Label-Backed Model: ‘Fruit of the Same Poisoned Tree’EN
  6. 06Universal and Warner labels ask court to dismiss musicians’ AI licensing lawsuitEN
  7. 07Lawsuit: Man introduced his wife to ChatGPT. She used it to plan his murder.EN
  8. 08AtlasULP: Domain-aware Universal Link Prediction via Relation AtlasEN
  9. 09Australian universities are creating AI-native graduatesEN
  10. 10Scientists say a forgotten particle may explain why the universe existsEN
  11. 11Physicists created a tiny universe and watched time emerge without a clockEN
  12. 12Hubble reveals a stunning twist in how the universe emerged from darknessEN
  13. 13Einstein's equations may explain the universe without dark energyEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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