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Apple drängt den DC Circuit, ein Verbot von Google-Suchzahlungen abzulehnen

Apple hat den DC Circuit aufgefordert, den Antrag der Regierung auf ein Verbot von Googles Zahlungen für die Suchverteilung abzulehnen. In einer Stellungnahme als amicus curiae argumentiert das Unternehmen, ein Verbot würde Google die Standardplatzierung auf Apple-Geräten überlassen, ohne dass Google dafür zahlt.

Medien & InternetAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 31
Apple drängt den DC Circuit, ein Verbot von Google-Suchzahlungen abzulehnen

Apples Argument

In seiner Stellungnahme schreibt Apple, ein Verbot der Zahlungen würde Drittunternehmen und Verbraucher schädigen und Google zugleich wertvolle Standardpositionen bei der Suche kostenlos sichern. Die Vereinbarung mit Google stütze den Zugang zu dem, was Apple für das qualitativ beste Suchprodukt hält. Von Distributoren könne man nicht verlangen, Google den Zugang zu ihren Nutzern ohne Gegenleistung zu überlassen.

Apple erklärte außerdem, es plane nicht, die erheblichen Mittel für eine eigene allgemeine Suchmaschine aufzubringen. Damit weist das Unternehmen das Argument zurück, ein Ende der Zahlungen würde einen neuen Konkurrenten hervorbringen.

Mozillas Warnung

Mozilla formulierte in seiner eigenen Stellungnahme eine schärfere Warnung. Der Firefox-Entwickler schrieb, ein Zahlungsverbot „could force Mozilla (and other independent browser developers) to exit the browser and browser engine markets". Mozilla verweist auf eine Studie, nach der seine Einnahmen „dramatisch sinken" würden, müsste es Google als Standard-Suchmaschine von Firefox durch Bing ersetzen.

Die Position der Regierung

Das Justizministerium und eine Koalition von Bundesstaaten verlangen vom DC Circuit, den Teil der Abhilfeanordnung aufzuheben, der die Zahlungen erlaubt. Ohne Verbot könne Google „seine Monopolgewinne, die sein rechtswidriges Verhalten noch vergrößert hat, weiter nutzen, um künftige Vereinbarungen über Standard-Suchdienste zu sichern und das Ökosystem einzufrieren", heißt es in ihrer Berufungsschrift. Sie argumentieren zudem, Richter Mehta hätte die Folgen für Apple und Mozilla nicht abwägen dürfen. Kurzfristiger Schaden für Distributoren sei kein Grund, eine Abhilfe zu verweigern.

Was Mehta anordnete

Mehta hatte im August 2024 entschieden, dass Google rechtswidrig Monopole bei allgemeinen Suchdiensten und bei Suchtextwerbung aufrechterhalten hat. Für Suchtextanzeigen habe das Unternehmen „überwettbewerbliche Preise" verlangt. Seine Abhilfeanordnung folgte am 2. September 2025.

Die Anordnung untersagt für sechs Jahre exklusive Vertriebsvereinbarungen für Search, Chrome, Google Assistant und Gemini. Sie verpflichtet Google, Suchindex- und Nutzerinteraktionsdaten mit qualifizierten Wettbewerbern zu teilen, und stellt Verträge über Standardsuche und KI-Apps auf einen jährlichen Neuausschreibungszyklus um. Mehta lehnte es ab, das Unternehmen zu zerschlagen, die Zahlungen zu verbieten oder Auswahlbildschirme für Verbraucher anzuordnen. Ein Zahlungsverbot, so sagte er, „would have profound impacts on them and the related markets in which they operate".

Googles eigene Berufungsschrift beziffert die Zahlungen an Apple auf rund 20.000.000.000 US-Dollar pro Jahr. Sie decken die Safari-Standardsuche auf iPhone, iPad und Mac ab. Sumit Sharma von NextGen Competition argumentierte in einer Analyse vom Mai 2026, kein Rivale könne Google diese Plätze abjagen. Diese Grenze habe das Bezirksgericht anerkannt, als es die Abhilfen entwarf.

Googles parallele Berufung

Google legt gesondert gegen die Feststellung der Haftung und gegen die Datenabhilfen Berufung ein. Die 111 Seiten lange Eröffnungsschrift, eingereicht am 22. Mai 2026, fordert den DC Circuit auf, das Urteil aufzuheben und die Auflagen zur Datenweitergabe und zum Syndizieren zu streichen. Google argumentierte, die Regierung habe nie gezeigt, wie viel von seiner Stellung aus den Verträgen und wie viel aus der Produktqualität stamme, berichtete MLex. Auch die Einbeziehung von KI-Diensten unter die möglichen Nutznießer hat Google angefochten, wie aus einem von PYMNTS zitierten Bericht von Law360 hervorgeht. Lee-Anne Mulholland, bei Google für regulatorische Angelegenheiten zuständig, sagte, das Urteil vom August 2024 habe „ignoriert, dass die Menschen Google nutzen, weil sie es wollen, nicht weil sie dazu gezwungen werden".

Das Justizministerium und 38 Bundesstaaten legten am 3. Februar 2026 Anschlussberufung ein und drängen auf die Abspaltung von Chrome, die Mehta abgelehnt hatte. Google entgegnet, die Browserhersteller und nicht Google hätten eine einzige voreingestellte Standardoption gewählt. Apple und Mozilla hätten jederzeit Rivalen bewerben können.

Wie es weitergeht

Die mündliche Verhandlung vor einem dreiköpfigen Gremium des DC Circuit wird für Januar 2027 erwartet. Eine endgültige Entscheidung könnte den Supreme Court erreichen und erst 2028 fallen. Mehtas Anordnung läuft sechs Jahre. Die Standardverträge müssen also neu ausgeschrieben werden, während das Berufungsverfahren noch läuft.

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Quellen

31
  1. 01Google Antitrust Appeal Filed: DC Circuit Can Strengthen Data Rules Even Without Chrome SaleEN
  2. 02Google Search Remedies Too Weak, Feds Tell Appeals CourtEN
  3. 03Federal Court Orders Remedies in Google Antitrust Case, Rejects DOJ Call for BreakupEN
  4. 04Google Challenges US Order to Share Search Data With CompetitorsEN
  5. 05Tougher Google Antitrust Penalties Threaten Firefox, Mozilla WarnsEN
  6. 06Apple Defends Google Search Payments as US Antitrust Appeal AdvancesEN
  7. 07Apple defends Google search payments as antitrust battle reaches appeals courtEN
  8. 08Apple To Court: Let Google Pay For Search DistributionEN
  9. 09Google: Schools can keep search while skipping Gemini, but AI search is non-negotiableEN
  10. 10Google Is Forcing AI Overviews in Classrooms. Schools Are Searching for a Way OutEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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