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TSMC fragt Zulieferer nach seltenerdfreien Motoren für die Fabrik

TSMC hat Zulieferer nach dem Einsatz seltenerdfreier Motoren in Anlagen der Fabrikautomation befragt. Das berichten drei Branchenmanager, die das Unternehmen am 22. Oktober über seine Pläne informierte, gegenüber Reuters. Die Umfrage soll das Risiko verringern, dass Chinas Exportkontrollen die Chipfertigung stören.

TechnologieAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 19
TSMC fragt Zulieferer nach seltenerdfreien Motoren für die Fabrik

Seltenerdmagnete stecken häufig in Motoren, die in Industrieanlagen Bauteile bewegen, auch in hoch automatisierten Werken wie denen von TSMC. Ein Engpass könnte die Produktion für Kunden aus Smartphone-, KI-, Rechenzentrums- und Verteidigungsgeschäft stören. Zwei der Gesprächspartner sagten, die Gespräche stünden am Anfang, ein breiter Einsatz sei daraus nicht entstanden. Einer von ihnen sagte, der Vorstoß folge der Sorge vor möglichen Lieferausfällen aus China. TSMC, der größte Auftragsfertiger der Welt, wollte sich nicht äußern.

Warum ein Motorenmangel die Fab erreicht

Daten des USGS zufolge entfallen auf China etwa 70 Prozent des Seltenerdabbaus und rund 90 Prozent der Raffinierung. Die Internationale Energieagentur schätzt Chinas Anteil an fertigen Dauermagneten auf etwa 95 Prozent und seinen Anteil an der Produktion gesinterter Seltenerd-Dauermagnete im Jahr 2024 auf 94 Prozent. Die beiden IEA-Zahlen beziehen sich auf Kategorien, die sich überschneiden.

Tom's Hardware nennt drei Optionen ohne Seltenerdmetalle: Induktionsmotoren, geschaltete Reluktanzmotoren und Motoren mit Ferritmagneten statt Seltenerden. Jede Bauform habe Nachteile bei Wirkungsgrad, Größe, Leistungsdichte, Präzision und Regelung, schreibt das Portal. Vor dem Einsatz müsse die Technik geprüft werden, bevor sie die genauen Transport- und Positionieraufgaben in einer Halbleiterfabrik übernehmen könne.

Was Chinas Kontrollen umfassen

Chinas Exportkontrollen sind mehrschichtig. Die Maßnahmen vom April 2025 nach Bekanntmachung Nr. 18 verlangen Lizenzen für sieben schwere Seltenerden und Magnete und wurden nie ausgesetzt. Die Maßnahmen vom Oktober 2025 wurden durch Bekanntmachung Nr. 70 bis zum 10. November 2026 ausgesetzt. Dazu gehört die Pflicht nach Bekanntmachung Nr. 61, für ausländische Produkte mit einem Wertanteil von 0,1 Prozent oder mehr an chinesischen Seltenerden chinesische Exportlizenzen einzuholen.

Bekanntmachung Nr. 61 enthält eigene Prüfvorschriften für fortgeschrittene Logikchips mit 14 Nanometern und darunter sowie für Speicher mit 256 Lagen und mehr. Eine separate Aussetzung für Lieferungen in die USA nach Bekanntmachung Nr. 72 läuft am 27. November aus.

Chinas Handelsministerium erklärte am 28. September 2026, das Zwischenabkommen von Kuala Lumpur mit den Vereinigten Staaten gelte bis zum 10. Januar 2027. Die Erklärung änderte Bekanntmachung Nr. 70 nicht. Die Beratungsfirma Nami für Exportkontrolle schrieb in einer Analyse vom 22. Oktober, die Unternehmen planten mit einer politischen Verlängerung ohne rechtliche Änderung. Sie skizzierte drei Szenarien für den 10. November: eine förmliche Verlängerung durch eine neue Bekanntmachung, eine politische Verlängerung ohne geändertes Dokument oder das Auslaufen.

Das Geschäft, um das es geht

TSMC meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 46,7 Milliarden Dollar, über der eigenen Prognoseobergrenze. Für das vierte Quartal stellte das Unternehmen 52,3 Milliarden bis 54,3 Milliarden Dollar in Aussicht und erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum von etwa 44 Prozent in US-Dollar. Die Bruttomarge sank um 1,3 Prozentpunkte auf 66,4 Prozent, was TSMC dem frühen Hochlauf seiner 2-Nanometer-Chips zuschreibt. Vorstandschef C.C. Wei sagte, die Nachfrage liege weiter über dem Angebot. TSMC erwartet für 2026 bis 2028 Investitionsausgaben deutlich über denen der drei Jahre davor.

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Quellen

19
  1. 01Exclusive-TSMC seeks factory-equipment alternatives to thwart China's rare earths grip, sources sayEN
  2. 02TSMC seeks factory-equipment alternatives to thwart China's rare earths grip, sources sayEN
  3. 03TSMC stock: Rare-earth alternatives address supply-chain risksEN
  4. 04TSMC Explores Rare Earth Alternatives To Protect Chip Production From China ControlsEN
  5. 05[10/25] TSMC's Rare Earth Countermeasures, China's Export Controls, and the Ripple Effects on Japanese CompaniesJA
  6. 06Why TSMC and Apple Are Taking Action: How the Global Supply Chain Is Changing as Rare Earths Move 'Away from China'JA
  7. 07TSMC Seeks Rare-Earth-Free Equipment Amid China ControlsEN
  8. 08China’s Rare Earth Curbs Put $6.5T of Tech at Risk [2026] - https://tech-insider.org/EN
  9. 09Exclusive-TSMC seeks factory-equipment alternatives to thwart China's rare earths grip, sources sayEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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