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Marc Lores Wonder reicht vertraulich IPO-Antrag in den USA ein

Wonder hat am Donnerstag vertraulich einen Börsengang in den USA beantragt. Damit rückt die Food-Hall-Gruppe von Marc Lore näher an den öffentlichen Markt. Das Unternehmen, das in einer Privatrunde im Juli mit 9 Milliarden Dollar bewertet wurde, hat weder Aktienzahl noch Preisspanne festgelegt.

WirtschaftAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 8
Marc Lores Wonder reicht vertraulich IPO-Antrag in den USA ein

Wonder reicht vertraulich IPO-Antrag in den USA ein

Wonder hat nach eigenen Angaben einen vertraulichen Entwurf einer Registrierungserklärung bei der SEC eingereicht. Bei vertraulichen Anträgen bleiben die Finanzzahlen bis kurz vor dem Börsengang unter Verschluss. Wonder teilte mit, die Zahl der anzubietenden Aktien und die Preisspanne stünden noch nicht fest.

Im Juli sammelte das Unternehmen laut Reuters 650 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 9 Milliarden Dollar vor der Kapitalerhöhung ein. Wonder beschreibt sich selbst als „die besten Restaurants aus dem ganzen Land, alle an einem Ort“. Lieferung und Abholung laufen über die eigene App.

Ein Börsengang würde Wonder Kapital für weitere Übernahmen und Expansion verschaffen. Als börsennotiertes Unternehmen dürfte Wonder nach Berichten von CNBC mit genauer Prüfung durch Investoren rechnen.

Der Test am öffentlichen Markt

Die schwache Verbraucherstimmung lastet auf Restaurantaktien. Die Marktschwankungen haben den IPO-Markt branchenübergreifend instabil gemacht, wie CNBC berichtet.

Reuters zufolge gehört Wonder zu einer Handvoll Unternehmen, die ihre Börsenpläne trotz unruhiger Märkte und steigender Kreditkosten weiterverfolgen. Die IPO-Aktivität insgesamt lässt nach.

Whalesbook berichtete ohne Zahlen zu nennen, Wonder arbeite mit Verlust. Das liege teils daran, dass das Unternehmen angeschlagene Firmen wie Grubhub und Blue Apron übernommen habe. Aus diesen Übernahmen trage es eine erhebliche Schuldenlast.

Wonder konkurriert zudem mit DoorDash und Uber Eats. Beide haben eine größere Marktdurchdringung und Logistiknetze, so Whalesbook.

Der Rollup hinter dem Antrag

Marc Lore gründete Wonder im April 2018. Zuvor hatte er Diapers.com und Jet.com gegründet. Anfangs war Wonder ein Lieferkonzept mit Sprintern und mobilen Küchen.

Heute betreibt das Unternehmen rund 170 stationäre Standorte in den USA. Es serviert Gerichte von mehr als zwei Dutzend Restaurantmarken, einige davon mit dem Namen prominenter Köche. Wonder hat mindestens 1 Milliarde Dollar für Übernahmen ausgegeben, etwa für Grubhub, Blue Apron und den Logistikanbieter Relay, wie CNBC berichtet.

Reuters nannte Preise für drei Geschäfte: Grubhub für 650 Millionen Dollar im Jahr 2025, Blue Apron für 103 Millionen Dollar 2023 und das Küchenroboter-Unternehmen Spyce für 186 Millionen Dollar 2025. TechCrunch führt zudem das Medienunternehmen Tastemade unter den Übernahmen auf.

Wonder hat laut CNBC mehr als 3 Milliarden Dollar Wagniskapital eingesammelt. An der Runde im Juli beteiligten sich nach Angaben von TechCrunch Accel, GV, AllianceBernstein und ARK Invest.

Neue Erlösmodelle und Expansionspläne

Ab dem 17. November will Wonder Influencern, Unternehmern und Marken für 10 Dollar im Monat erlauben, ein Restaurantgeschäft an einem Wonder-Standort zu starten. Die Gründer erhalten einen Teil der Bestellumsätze, wie CNBC berichtet.

Die Plattform Wonder Create nutze KI, um Restaurantmarken in weniger als einer Minute zu entwerfen und zu starten, berichtet TechCrunch.

Dahinter stehen zwei größere Vorhaben. Wonder plant für Januar 2027 Drohnenlieferungen in Texas über eine Partnerschaft mit Zipline, dem Unternehmen aus San Francisco, das am Donnerstag 1,5 Milliarden Dollar eingesammelt hat, wie Reuters meldet. TechCrunch zufolge will Wonder bis Ende 2027 mehr als 100 Standorte in Texas eröffnen.

Außerdem hat Wonder eine Partnerschaft über 425 Millionen Dollar mit DoorDash, um sein Geschäft mit Campus-Gastronomie auszubauen. Es läuft an 450 Colleges und Universitäten sowie weiteren Standorten, so TechCrunch.

Wie es weitergeht

Wonder hat nicht mitgeteilt, wann das Unternehmen den IPO-Preis festlegt oder wie viel es einsammeln will. Bis ein Antrag mit Zahlen vorliegt, bleiben die Finanzen des Unternehmens privat.

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Quellen

8
  1. 01Marc Lore's Wonder confidentially files for IPOEN
  2. 02Marc Lore's Wonder Group confidentially files for US IPOEN
  3. 03Wonder confidentially files for IPO as food delivery group seeks next funding phaseEN
  4. 04US Food Tech Startup Wonder Files Confidentially For IPOEN
  5. 05Food delivery startup Wonder files for IPO as it explores its next big biteEN
  6. 06LACS: Distribution-Sensitive Label-Agnostic Confidence Selection for Dynamic Data PruningEN
  7. 07From synthetic enterprise data evaluations to real Microsoft Copilot AI confidenceEN
  8. 08How China ‘risk factors’ loom over Anthropic’s hotly anticipated IPO filingEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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