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xAIs acht umgebaute Strahltriebwerke zeigen, wie weit die Stromversorgung der KI hinterherhinkt

xAI hat in Mississippi acht umgebaute Strahltriebwerksturbinen installiert, um sein Rechenzentrum Colossus 2 in Memphis mit Strom zu versorgen. Das berichtete TechCrunch am 3. November unter Berufung auf die New York Times. Tom's Hardware meldete dieselbe Installation am selben Tag.

TechnologieNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
xAIs acht umgebaute Strahltriebwerke zeigen, wie weit die Stromversorgung der KI hinterherhinkt

Die Warteschlange hinter den Strahltriebwerken

Die Einheiten stammen von ProEnergy. Das Unternehmen baut ein GE-Triebwerk wieder auf, das üblicherweise an Boeing-Jets zu finden ist, so der Bericht der New York Times, den TechCrunch am 3. November zitierte. Staatliche Genehmigungen und Satellitenbilder belegen die Installation in Mississippi.

Strom ist inzwischen der begrenzende Faktor für neue KI-Kapazität. 100 Megawatt in Nord-Virginia ans Netz anzuschließen dauert etwa sieben Jahre, so die Internationale Energieagentur. Keiner der beiden Berichte nennt eine Zahl für die Leistung der acht Einheiten oder dafür, wie lange sie laufen sollen.

Der Rystad-Energy-Analyst Audun Martinsen sagte der Times, es gehe allein um Geschwindigkeit. "Es geht nur darum, so schnell wie möglich Strom zu bekommen", sagte er. Mit triebwerksbetriebenen Einheiten "können sie ein Rechenzentrum in 24 Monaten laufen haben". Der Großteil der Stromkapazität dürfte bis 2031 ans Netz gehen, sagte ein Manager von Mitsubishi Power letzte Woche zu Bloomberg, wie TechCrunch berichtete. Die Verzögerungen kosten Betreiber bereits Geschäft. Im vergangenen Monat zog sich Microsoft als Ankermieter für das Rechenzentrum von Nscale in Loughton, England, zurück. Der örtliche Versorger hatte mitgeteilt, er könne bis Anfang bis Mitte der 2030er Jahre nicht genug Strom liefern.

Wer sonst Turbinen kauft

OpenAI nutzte 2025 Gasturbinen an seinem ersten Stargate-Standort in Abilene, Texas. Crusoe baut diesen Campus. Das Start-up aus Denver bestellte im April 13 der umgebauten Einheiten von ProEnergy.

Im September stieg Crusoe aus einem 1.250.000.000-Dollar-Deal aus, um 29 Gasturbinen von Boom Supersonic zu kaufen. Boom entwickelt ein Überschall-Passagierflugzeug und hat begonnen, eine Version des Triebwerks dieser Maschine als Kraftwerk für Rechenzentren zu verkaufen. Ein Sprecher von Crusoe sagte damals zu TechCrunch, das Unternehmen plane weiterhin den Einsatz von Turbinen.

Das Muster reicht über Flugzeugtriebwerke hinaus. TerraVolt erwarb einen Standort in Idaho, um dort einen gasbetriebenen Campus mit 240 MW hinter dem Zähler zu entwickeln, berichtete DataCenterDynamics am 3. November. California Resources und Bloom Energy prüfen 1 GW an Brennstoffzellen in ganz Kalifornien für Rechenzentren und andere Abnehmer, berichtete dasselbe Medium.

Die Umweltrechnung

Die Genehmigungen für die Turbinen in Mississippi erlauben einen um 25% höheren Grenzwert für flüchtige organische Verbindungen. Das Southern Environmental Law Center hat die Entscheidung des Staates angefochten. Die Organisation hat xAI schon früher wegen Gasgeneratoren verklagt.

Die Gruppe argumentiert, xAI habe nicht garantiert, dass die Turbinen die Emissionsstandards für Schadstoffe einschließlich Formaldehyd einhalten. Sie wirft dem Unternehmen vor, die prognostizierten Emissionen im Verhältnis zu den Stromquellen des Rechenzentrums zu niedrig anzusetzen. Umgebaute Strahltriebwerke sind weniger effizient und verursachen mehr Schadstoffe als Turbinen, die für konventionelle Gaskraftwerke gebaut wurden, so die Times. Zudem braucht man mehr von ihnen, um dieselbe Leistung zu erzeugen. Einige Experten erwarten, dass Effizienz und Umweltfragen in ein oder zwei Jahren wichtiger werden.

Washington drängt auf Eigenversorgung, die Geräte fehlen

In einem Truth-Social-Beitrag vom 21. Oktober sagte Präsident Donald Trump, neue große Rechenzentren seien "von mir verpflichtet, ihren eigenen Strom zu erzeugen". Sie sollten überschüssigen Strom ins Netz zurückverkaufen, sagte er.

Die Geräte sind das offensichtliche Hindernis. Viele Komponenten für gasbetriebene, nukleare und batteriegestützte Systeme vor Ort sind knapp, einige Turbinenmodelle sind praktisch bis 2031 ausverkauft, berichtete Data Center Knowledge. Patrick Hughes, Senior Vice President der National Electrical Manufacturers Association, sagte, ein eigenständiges KI-Rechenzentrum könne sich technisch selbst versorgen. Das mache es aber nicht machbar, dass ein einzelner Standort, geschweige denn die gesamte Flotte, rund um die Uhr mit eigener Kraft läuft, sagte er. Hughes sagte, das wahrscheinlichste Ergebnis für viele Anlagen sei ein hybrider Ansatz, der Erzeugung und Speicher vor Ort mit einem Netzanschluss kombiniert.

Das Geld hinter dem Ansturm

Der Turbinenhandel hat einen Preis für die Unternehmen, die ihn betreiben. Ars Technica berichtete am 1. November, der Vorstandsvorsitzende von United Airlines bezweifle, dass Booms Überschallpassagiermaschine bis 2029 fertig wird. Boom hat sich zunehmend darauf verlagert, KI-Rechenzentren mit Strom zu versorgen.

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Quellen

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  1. 01Data centers are turning to old jet engines as the wait for power growsEN
  2. 02xAI installs eight converted jet engines to power Mississippi data centerEN
  3. 03Trump Onsite Power Push Meets AI Data Center RealityEN
  4. 04TerraVolt acquires site in Idaho to develop 240MW gas powered behind-the-meter data center campusEN
  5. 05California Resources and Bloom Energy eye 1GW of fuel cells across CaliforniaEN
  6. 06Supersonic airliner in doubt as company shifts to powering AI data centersEN
  7. 07Liquid cooling demands new data centre measurement standards - ET DatacentersEN
  8. 08AI Data Centre Cooling Gets Aerospace-Grade Thermal BufferEN
  9. 09AI Data Centre Cooling Gets New Thermal Buffer from HoneywellEN
  10. 10Honeywell tests aerospace cooling module for AI data centres - DataCenterNews Asia PacificEN
  11. 11Aluminum–Air Generators for Data Centres Face a Metal Logistics TestEN
  12. 12UK’s ARIA will test Lumai’s light-based AI servers in a data centreEN
  13. 13From Cooling to Backup Power, Data Center Demand Is Showing Up in Quarterly Results - PR NewswireEN
  14. 14 China deploys 'world's first' 800-volt DC power system for massive AI data center EN
  15. 15UK’s most polluting power plant could power country’s largest AI datacentreEN
  16. 16Drax wants to feed Britain's AI habit with £20B datacenter at biomass power stationEN
  17. 17Liquid Cooling Is Changing What Data Centers Need to MeasureEN
  18. 18Google's Suncatcher data centre satellite sends a haiku to EarthEN
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  22. 22'Our Risk, Their Reward': Zohran Mamdani on AI and Data CentersEN
  23. 23Proposed data centre will release 23 Hiroshima atomic bomb worth of energy a dayEN
  24. 24If The US Department Of Defense Gets Solar Power, Why Can’t We?EN
  25. 25Ukraine’s drone strikes spur hasty Russian plans for underground data centersEN
  26. 26 OpenAI introduces program to reduce AI data center energy demand during peak hours EN
  27. 27Why batteries, not gas plants, should be data centers' first choiceEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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