Zum Inhalt
WeltzeitEU--:--UK--:--USA--:--CN--:--PLDEFRIT中文EN

portal über KI und Technologieereignisse · analysen · interviews · technischer hintergrund

Suche
LIVE
›

Acht Staaten klagen wegen Auszahlungen von 1,4 Milliarden Dollar für Offshore-Wind-Pachten

Acht Staaten unter Führung von New York haben am 22. September gegen die Regierung Trump geklagt. Es geht um 1,4 Milliarden Dollar, mit denen Offshore-Wind-Pachten aufgekauft wurden. Kalifornien reichte am selben Tag eine eigene Klage gegen eine Vereinbarung über 111 Millionen Dollar vor seiner Küste ein.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20265 Min. LesezeitQuellen 40
Acht Staaten klagen wegen Auszahlungen von 1,4 Milliarden Dollar für Offshore-Wind-Pachten

Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, führte die Generalstaatsanwälte von New Jersey, Connecticut, Delaware, Maine, Massachusetts, Rhode Island und Vermont in zwei Klagen an, die am 22. September eingereicht wurden.

Die erste richtet sich gegen die Zahlung von 765 Millionen Dollar, die das Innenministerium an Bluepoint Wind geleistet hat. Die zweite betrifft eine Zahlung von 653 Millionen Dollar im Zusammenhang mit drei Pachten von Invenergy im Nordosten.

Die von New York geführten Verfahren gingen an das US-Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von New York und an das US-Bezirksgericht für den Bezirk Maine, wie der Connecticut Mirror berichtete. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta und die California Energy Commission reichten am selben Tag eine eigene Klage ein. Sie betrifft mehr als 111 Millionen Dollar, die an eine Tochtergesellschaft von Invenergy für die Pacht Morro Bay gezahlt wurden. In allen drei Klagen bitten die Staaten die Gerichte, die Vereinbarungen für rechtswidrig zu erklären, die Pachtaufhebungen für nichtig zu erklären und den weiteren Vollzug zu stoppen. Das Büro von James erklärte, Bluepoint werde das Geld für den Bau einer Anlage für Flüssigerdgas verwenden, statt für den Windpark, auf den New York gesetzt hatte.

Die Pachten und das Geld dahinter

Bluepoint zahlte 765 Millionen Dollar für eine Pacht über 71.000 Acres in der New York Bight und schätzte, dass sein Projekt etwa 1.500.000 Haushalte versorgen könnte, wie NJ.com berichtete.

Invenergy zahlte rund 645 Millionen Dollar für etwa 84.000 Acres in der New York Bight und knapp 11 Millionen Dollar für eine Pacht im Golf von Maine. Das Unternehmen rechnete damit, dass seine Vorhaben etwa 2.000.000 Haushalte versorgen könnten.

Diese Auktionspreise sind der Bezugspunkt für die Auszahlungen. Die Zahlung von 765 Millionen Dollar, die das Innenministerium an Bluepoint leistete, entspricht dem Betrag, den das Unternehmen für seine Pacht gezahlt hatte. Die 653 Millionen Dollar für drei Invenergy-Pachten liegen etwas unter den rund 645 Millionen Dollar, die das Unternehmen für seine Flächen in der New York Bight zahlte, und unter den knapp 11 Millionen Dollar für eine Pacht im Golf von Maine. Das Engineering News-Record beziffert die aufgegebenen Projekte auf mehr als 10 GW: 5,8 GW aus den Pachten von Invenergy in der New York Bight und im Golf von Maine, 2 GW aus dem Projekt Morro Bay und 2,4 GW aus dem Projekt von Bluepoint in der New York Bight. Die Klage Kaliforniens betrifft das Windenergiegebiet Morro Bay, wo Invenergy einen schwimmenden Windpark mit 2 GW entwickelte. Die Klagen drehen sich um Pachten, die über wettbewerbliche Bundesauktionen vergeben wurden. Bis zum 22. September hatte die Regierung mehr als 4.000.000.000 Dollar für den Aufkauf von Windpachten ausgegeben, heißt es in Gerichtsunterlagen, die das ENR zitiert.

Der juristische Streit um den Judgment Fund

Die Staaten argumentieren, die Vereinbarungen nutzten rechtswidrig Geld aus dem bundesstaatlichen Judgment Fund und verstießen gegen den Administrative Procedure Act, den National Environmental Policy Act, den Outer Continental Shelf Lands Act und den Judgment Fund Act. Die Klage Kaliforniens beruft sich zusätzlich auf die Verfassung und den Coastal Zone Management Act.

Das Innenministerium wies die Prämisse zurück. Ein Sprecher sagte, das Department of War habe erhebliche Risiken für die nationale Sicherheit festgestellt, es habe sich um freiwillige Vereinbarungen gehandelt, und das Justizministerium habe sie geprüft und gebilligt. Die Staaten halten dagegen, die Bundesbehörden hätten diese Sicherheitsfragen nicht benannt.

Im Mittelpunkt steht eine dauerhafte Mittelzuweisung, die der Kongress geschaffen hat, um Urteile gegen die Bundesregierung zu bezahlen. Die Generalstaatsanwältin von New Jersey, Jennifer Davenport, eine Demokratin, sagte, das Konto sei dafür gedacht, echte Ansprüche aus tatsächlichen oder unmittelbar drohenden Verfahren gegen die Bundesregierung zu erledigen. Kalifornien führt für seinen Fall ein ähnliches Argument an: Die Vereinbarung habe eine entsprechende Investition der Konzernverbundenen von Invenergy in fossile Brennstoffe oder Geothermieprojekte außerhalb Kaliforniens vorausgesetzt.

Warum die Aufhebungen nach Ansicht der Staaten zählen

Davenport sagte, die Regierung zahle Entwicklern dafür, dass sie den Bau neuer Energiequellen aufgeben, obwohl das Netz mehr Strom brauche, um die Nachfrage zu decken, und die Bürger Entlastung von hohen Strompreisen bräuchten.

Kalifornien verweist auf eigene Investitionen. Der Staat habe mehr als 100.000.000 Dollar in die Entwicklung von Offshore-Wind gesteckt, darunter einen landesweiten Strategieplan sowie Arbeiten an Häfen und Übertragungsnetzen, und das in Erwartung von Projekten wie dem von Invenergy, heißt es in der Gerichtsakte, die das ENR zitiert. Die Wähler nahmen 2024 Prop 4 an und zweigten 475.000.000 Dollar für zugehörige Infrastruktur ab. Das Büro von James erklärte, Bluepoint habe sich verpflichtet, künftig keine Offshore-Windprojekte in den USA mehr zu verfolgen. Das Innenministerium entgegnete, es werde nicht tatenlos zusehen, wie rücksichtslose Projekte höhere Versorgungskosten, ein geschwächtes Energiesystem und unnötigen Schaden für die Umwelt verursachen.

Kein Gericht hat bisher über die am 22. September eingereichten Klagen entschieden. Kalifornien will die Vereinbarung zu Morro Bay kippen und ihren Vollzug blockieren; New York will die Pachtaufhebungen für nichtig erklären und weitere Schritte zu den Vereinbarungen stoppen. Den September-Klagen ging eine Klage von New York und sechs weiteren Staaten im Juni voraus. Sie richtete sich gegen die Vereinbarung der Regierung mit TotalEnergies vom März, mit der eine Pacht in der New York Bight aufgehoben und eine Erstattung von 795.000.000 Dollar im Zusammenhang mit Investitionen in Öl, Gas und LNG zugesagt wurde, wie gCaptain berichtete. Viele derselben Staaten sind an diesem früheren Verfahren beteiligt.

Kommentare 0

Quellen

40
  1. 01New York, California Launch New Lawsuits Over Trump Administration's Offshore Wind Lease BuyoutsEN
  2. 02State Coalition Sues Trump Administration Over $1.5B in Offshore Wind Lease BuyoutsEN
  3. 03States file new lawsuits against Trump's payouts stopping offshore windEN
  4. 04Inside the $1.4B taxpayer-backed buyout to kill N.J. offshore wind projectsEN
  5. 05Attorney General James and Governor Hochul Announce Lawsuit Challenging Trump Administration's Illegal Offshore Wind DealsEN
  6. 06Offshore Wind Buyback Faces State LawsuitsEN
  7. 07New York Sues Trump Administration Over $795 Million Offshore Wind Buyout DealEN
  8. 08California Moves to Sue Trump Administration, RWE Over Deal to Cancel Floating Wind Project - Offshore WindEN
  9. 09California sues Trump admin over offshore wind lease buyoutEN
  10. 10New York, California Launch New Lawsuits Over Trump Administration's Offshore Wind Lease BuyoutsEN
  11. 11California Sues Over Trump Deal to Cancel Wind Project Lease (1)EN
  12. 12New critique of offshore wind clawbacks: Taxpayers lose outEN
  13. 13Trump Renews Battle to Upend US Offshore Wind-Farm DevelopmentsEN
  14. 14Trump Is Gonna Cave On Offshore Wind In 5…4…3…EN
  15. 15A third major US offshore wind farm is now fully operationalEN
  16. 16Microsoft is winding down its deal to rent AI computing from OracleEN
  17. 17Amazon is now making a Melania Trump TV seriesEN
  18. 18Microsoft Winding Down Oracle Deal to Rent AI Cloud CapacityEN
  19. 19 Northern lights could reach New York and Idaho this weekend as speedy solar wind races toward Earth EN
  20. 20Tesla to wind down Cybertruck production as Elon Musk focuses on robotics and AIEN
  21. 21Tesla is 'winding down' Cybertruck production at its Texas GigafactoryEN
  22. 22Türkiye targets 175 GW of solar, wind capacity by 2040EN
  23. 23Democrats' state wins open the door for major clean energy progressEN
  24. 24Lawsuit: Man introduced his wife to ChatGPT. She used it to plan his murder.EN
  25. 25Tech barons cozied up to Trump. What will they do in newly blue America?EN
  26. 26Microsoft Paint RCE Fix Now Available, but Windows Update Won't Deliver ItEN
  27. 27The Trump Administration Is Sending Mixed Messages to North Korea EN
  28. 28 Trump declares 'American space superiority for all eternity' in election night proclamation EN
  29. 29Nabrawind’s Crane-Free Wind Towers Face a Supplier TestEN
  30. 30 Open source project renders your Windows 11 desktop using the NPU rather than the GPU EN
  31. 31Stratos Data Center Will Emit Air Pollution That’s Linked to Premature Deaths and Health Economic Damages for Utah & States DownwindEN
  32. 32SMART: State-based Multi Agent Reasoning Traces for Verification-oriented Problem-SolvingEN
  33. 33Value-oriented policy distillation for interpretable wind farm power controlEN
  34. 34Trump Wants More Attention For His New Algae Biofuel ShowcaseEN
  35. 35Here’s how solar and wind developers can hold on to tax creditsEN
  36. 36Trump cuts have left tribes without millions of dollars for clean energyEN
  37. 37Trump Onsite Power Push Meets AI Data Center RealityEN
  38. 38Windows 11 can run better on PCs with 8GB now, Microsoft says – here’s whyEN
  39. 39Who Should the Turkic States’ Organization Open Its Doors To?EN
  40. 40SI is the future of AI – just not in the way Trump thinksEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

Redaktion →

Kommentare

0
  1. Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.

Kommentar schreiben

Kommentare sind öffentlich sichtbar. Wir veröffentlichen keine Beleidigungen, Werbung oder Spam.