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Amara Raja genehmigt 2.320 Crore Rupien Capex für Pack- und LFP-Zellenwerke

Der Vorstand von Amara Raja hat am 2. November 2026 bei der hundertprozentigen Tochter Amara Raja Advanced Cell Technologies einen Capex von 2.320 Crore Rupien genehmigt. Die Pack-Kapazität wächst von 4 GWh auf 9 GWh, in Telangana entsteht ein LFP-Zellenwerk.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 17
Amara Raja genehmigt 2.320 Crore Rupien Capex für Pack- und LFP-Zellenwerke

Die Genehmigung bindet Amara Raja an einen Bau über 30 Monate. Finanziert werden die Anlagen über Eigen- und Fremdkapital.

Die Pflichtmitteilung teilt die 2.320 Crore Rupien nicht zwischen Packlinie und LFP-Werk auf. Zum Zellenwerk nennt sie weder Kapazität noch Kunden, Technologiepartner oder Anlagenlieferanten.

Was der Vorstand genehmigt hat

Die Pack-Erweiterung bringt 5 GWh hinzu, also 125% über der angegebenen Basis von 4 GWh.

Bis zum 30. September 2026 hat Amara Raja insgesamt 2.100,01 Crore Rupien in die Tochter für fortgeschrittene Zellen investiert.

Die 9 GWh gelten nur für die Pack-Montage. Ob das neue Zellenwerk die erweiterte Pack-Anlage beliefern wird, sagt die Offenlegung nicht.

Das Quartal hinter der Vorsicht

Der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2.027 stieg um 18,5% auf 4.108,71 Crore Rupien. Der Nettogewinn fiel um 44,8% auf 152,48 Crore Rupien. Die EBITDA-Marge sank von 10,8% im Vorjahr auf 8,8%. Auf Einzelbasis lagen die Erlöse aus dem operativen Geschäft bei 3.843,25 Crore Rupien nach 3.368,18 Crore Rupien im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern betrug 187,34 Crore Rupien nach 301,54 Crore Rupien.

Motilal Oswal beließ es am 4. November 2026 bei der Einstufung Neutral und dem Kursziel von 740 Rupien. Der Gewinn habe die eigene Schätzung um 13% übertroffen, teilweise gestützt durch Preiserhöhungen aus dem früheren Jahresverlauf, teilte das Haus mit. Wegen steigender Zinsaufwendungen senkten die Analysten ihre Gewinnschätzungen für die Geschäftsjahre 2.027 und 2.028. Sie wiesen auf hohe Kosten für Legierungen, Schwefelsäure und Polypropylen hin.

Der Vorstand beschloss eine Zwischendividende von 4,30 Rupien je Aktie. Stichtag ist der 6. November 2026. Die Auszahlung ist bis spätestens 1. Dezember 2026 fällig.

Wo das im Giga-Plan steht

Im Mai 2026 bezifferte das Management die Ausgaben für das Geschäftsjahr 2.027 auf 1.500 bis 1.700 Crore Rupien. Rund 400 Crore Rupien davon waren für Blei-Säure vorgesehen, der Rest für neue Energien. Die neue Genehmigung liegt über dem gesamten Jahresbudget.

Amara Raja will Giga 1, die erste zylindrische NMC-Linie mit 2 GWh, weiter im Juni 2027 in Produktion nehmen. Im Juli 2026 nahm das Unternehmen eine Anlage zur Kundenqualifizierung mit 60 MWh in Betrieb, zu Kosten von rund 500 Crore Rupien. Ab August 2026 gehen Zellen zur Validierung an OEMs. Bis 2030 will Amara Raja 16 GWh Zellkapazität erreichen. Frühere Angaben stellten die Produktion im LFP-Werk für 2028 oder später in Aussicht.

Der Umsatz mit neuen Energien lag im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2.027 bei 209 Crore Rupien. Das sind rund 5% des konsolidierten Umsatzes, ein Plus von mehr als 70% gegenüber dem Vorjahr.

Kostenschere und die Aktie

Schätzungen setzen die indische Zellproduktion 15% bis 20% teurer an als chinesische Lieferungen. Die Schätzungen zur Lücke gehen auseinander: Ein Bericht vom Mai 2026 unter Verweis auf Nuvama Research bezifferte die heimische Fertigung auf rund 15% teurer als chinesische Importe. Die Aktie von Amara Raja liegt im bisherigen Verlauf von 2026 mit 0,4% im Minus, während Exide 8,5% zulegte. Das Management hat erklärt, der Finanzierungsbedarf werde mit dem Ausbau der Zellkapazität steigen. Die Holdinggesellschaft erwirtschaftet nach Steuern und Dividenden schätzungsweise 700 bis 800 Crore Rupien pro Jahr. Das deutet auf weitere Schulden oder weiteres Eigenkapital später hin.

Das Unternehmen baut außerdem eine BESS-Anlage für 250 bis 300 Crore Rupien. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2.027 geplant. Dieses Werk montiert importierte LFP-Zellen.

Wie es weitergeht

Amara Raja hat für keine der beiden Anlagen einen Termin zur Inbetriebnahme genannt.

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Quellen

17
  1. 01Amara Raja Energy & Mobility ARE&M Board Results Q2 FY27 - Kalkine IndiaEN
  2. 02Amara Raja discloses ₹2,320 crore battery expansion - Multibagg AIEN
  3. 03Amara Raja Q2 Profit Falls 45%; Announces Rs 2,320 Crore ExpansionEN
  4. 04Motilal Oswal Maintains Neutral Stance on Amara Raja, Sets Rs 740 TargetEN
  5. 05Amara Raja sees BESS as near-term revenue driver as cell business remains a year awayEN
  6. 06Amara Raja plans ₹1,700 crore capex push for FY27; targets Q1 FY28 lithium plant launch - ET AutoEN
  7. 07Amara Raja Energy & Mobility outlines FY27 capex, margin targets - scanx.tradeEN
  8. 08Amara Raja commissions ₹500cr Lithium-ion Customer Qualification Plant in T'ganaEN
  9. 09Amara Raja commissions customer qualification plant in TelanganaEN
  10. 10Amara Raja steps up investments in new energy biz to charge slower progressEN
  11. 11AMARA RAJAEN
  12. 12‘Every solar plant can be a data center’EN
  13. 13A Michigan utility’s iffy plan to trap CO2 from its new gas plantsEN
  14. 14Kazakhstan Eyes Ambitious 2035 Goal for 2 Nuclear Power PlantsEN
  15. 15UK’s most polluting power plant could power country’s largest AI datacentreEN
  16. 16GAC's battery unit Inpow starts production at Thailand plant, its first overseas pack facilityEN
  17. 17What kind of virtual power plant would you choose?EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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