Bengaluru testet Digi Yatra bei internationalen Abflügen 90 Tage lang mit SITA
Der Kempegowda International Airport Bengaluru hat am 1. November 2026 einen 90-tägigen Test von Digi Yatra für internationale Abflüge gestartet. Er ist der erste indische Flughafen, der gesichtserkennungsbasierte Kontrollen auf Auslandsflügen erprobt. Der Test gilt nur für Passagiere von Air India und IndiGo mit E-Pässen. Die Einwanderungsschalter bleiben unberührt.

Der 90-tägige Test begann am 1. November 2026 und nutzt Technologie von SITA. Er gilt für indische Staatsbürger mit maschinenlesbaren E-Pässen auf internationalen Flügen von Air India oder IndiGo. Bengaluru ist der erste indische Flughafen, der gesichtserkennungsbasierte Kontrollen auf Auslandsflügen erprobt. Die Einwanderungsschalter bleiben unberührt.
Die Kontrollen finden am Terminaleingang, bei der zentralen Sicherheitskontrolle und am Abfluggate statt. Wer mitmacht, bestätigt seine Identität einmal, danach gilt der Nachweis für den gesamten Ablauf. Digi Yatra hat bereits mehr als 26.500.000 Nutzer im Inland, und auf dieser Basis setzt der internationale Test auf. An den Schaltern des Bureau of Immigration und an den Kontrollpunkten der CISF müssen Passagiere weiterhin physische Pässe und Visa vorzeigen. George Fanthome, Chief Technical Officer bei Bangalore International Airport Limited, führte den Start auf eine Zusammenarbeit von Regierungsbehörden, Digi Yatra, SITA, IndiGo und Air India zurück.
Was ein Gesichtsscan nicht ersetzt
Für Reisende ändert der Test den Ablauf am Flughafen, nicht die Rechtslage. Die Flughafenbehörden erklären, Digi Yatra umgehe keine gesetzlichen Anforderungen, und Einwanderungs- und Auswanderungsverfahren blieben getrennt. Die One-ID-Zertifizierung von IATA deckt festgelegte operative Bereiche ab. Sie erlaubt es einer Airline oder einem Flughafen nicht, die Grenzvorschriften eines anderen Landes zu übergehen. Ein erfolgreicher Identitätsabgleich ersetzt kein Visum, keine Einreiseerlaubnis und keine Einwanderungsbewertung einer Regierung.
75% wünschen sich einen einzigen biometrischen Datensatz für jeden Flughafen und jede Reise.
Die derzeitigen Programme sind weiterhin zwischen Airlines, Flughafenbetreibern und nationalen Behörden aufgeteilt. Die Bedenken bestehen fort: 59% nannten Datenschutzverletzungen als ihre größte Sorge bei Biometrie, 49% sorgten sich, dass Informationen an andere Organisationen weitergegeben werden. Weitere 41% gaben an, unsicher zu sein, wie ihre persönlichen Daten verwendet werden. Auch bei der Speicherung bleiben Fragen offen: 24% wissen nicht, wie lange ihre Daten aufbewahrt werden, 20% sind unsicher, wie sie deren Löschung veranlassen können.
IATAs Umfrage sieht Biometrie über der Hälfte
58% der Passagiere nutzten in den vergangenen 12 Monaten biometrische Identifikation an einem Flughafen, ergab die Global Passenger Survey 2026 von IATA. Das ist ein Anstieg von 50% im Jahr 2025 und 34% im Jahr 2022. Die Umfrage umfasste mehr als 10.000 Befragte aus mehr als 200 Ländern. Sie wurde am 28. Oktober veröffentlicht. Die Zufriedenheit unter den Nutzern von Biometrie erreichte 87%, gegenüber 86% ein Jahr zuvor. 78% gaben an, biometrische Daten weiterzugeben, um Pass- und Bordkartenkontrollen zu überspringen. Am häufigsten wurde Biometrie bei der Sicherheitskontrolle eingesetzt, wo die Nutzung von 44% auf 48% stieg, und beim Check-in, wo sie von 29% auf 35% zunahm.
84% zeigten Interesse an einem digitalen Pass für den Online-Check-in. Sie würden ihn anstelle eines physischen Dokuments verwenden.
Die Hürde ist das Visum, nicht das Gate
43% der internationalen Reisenden mieden in den vergangenen 12 Monaten ein Reiseziel wegen komplexer Einreisebestimmungen, gegenüber 33% im Jahr 2025. Von den Abgeschreckten nannten 53% die Komplexität des Verfahrens. Kosten und Datenschutz wurden jeweils von 17% genannt.
45% würden es vorziehen, die Einwanderungsverfahren vor der Ankunft am Flughafen zu erledigen. Das ist ein Anstieg von 41%. 86% würden Einwanderungsinformationen wahrscheinlich vor der Abreise digital weitergeben, gegenüber 83% im Jahr 2025.
Erste Zertifizierungen und ein Horizont bis 2030
Am 28. Oktober wurden der Hong Kong International Airport und Air New Zealand die ersten Organisationen, die nach dem One-ID-Programm von IATA zertifiziert wurden. Der Betreiber in Hongkong erklärt, mehr als 93.000.000 Passagiere hätten seit 2021 sein Flight-Token-System genutzt. Mehr als 80% der abfliegenden Passagiere sind berechtigt. Sie können Flight Token an wichtigen Kontrollpunkten verwenden.
Nick Careen, Senior Vice President für Betrieb, Sicherheit und Schutz bei IATA, sagte, die Branche habe gezeigt, dass digitale Reiseberechtigungen funktionieren. "Aber wir brauchen die Regierungen, damit sie ihre Vorschriften ändern und es zulassen", sagte er. Er legte die sinnvolle Nutzung digitaler Reiseberechtigungen zwischen heute und 2030.
Quellen
14- 01Bengaluru Airport Trials SITA SmartPath for International Digi Yatra: Biometric Travel Guide 2026EN
- 02Kempegowda International Airport launches Digi Yatra trials for international departures - Planet BiometricsEN
- 03Airport biometrics hit record high as visa complexity deters 43% of international travelersEN
- 04IATA: 58% of Air Passengers Have Used Airport BiometricsEN
- 05IATA 2026 Global Passenger Survey: Biometrics, AI & Border TrendsEN
- 06Digital Passports and Airport Biometrics: What Changed in 2026—and What Travelers Still NeedEN
- 07IATA survey finds growing demand for biometrics as travel barriers persistEN
- 08Feature: Is the touchless airport tied in red tape?EN
- 09Avram Iancu International Airport deploys automated border control system, CAT III landing technologyEN
- 10How Beta Technologies Is Clearing the Runway for Electric FlightEN
- 11Inside Automotive DMS & OMS: Technology, Challenges & Power Solutions EN
- 12EU lawmakers slam new border force powers to surveil social mediaEN
- 13Biometrics and standards bring cross-border digital ID closerEN
- 14TechnoMile Recognized as a 2026 Inc. Power Partner Award WinnerEN
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