Bloomin' Brands will 61 Outback-Restaurants von insolventem Franchisenehmer für 26,3 Millionen Dollar kaufen
Bloomin' Brands hat sich bereit erklärt, 61 Outback-Steakhouse-Restaurants von seinem Franchisenehmer Out West Restaurant Group zu kaufen, der sich in einem Chapter-11-Verfahren befindet. Der Preis liegt bei rund 26,3 Millionen Dollar und bildet das Eröffnungsgebot in einer vom Gericht beaufsichtigten Auktion, nachdem Out West am 2. November in Delaware den Antrag gestellt hat.

Das Gebot und das Insolvenzverfahren
Bloomin' Brands dürfte in der vom Gericht beaufsichtigten Veräußerung als "stalking horse" auftreten, also als Bieter mit dem Eröffnungsangebot, das andere Interessenten überbieten können. Das Unternehmen sagte außerdem zu, dem Franchisenehmer bis zu 5,5 Millionen Dollar zinsfreie Masseforderungsfinanzierung (debtor-in-possession) bereitzustellen, damit Out West den Betrieb während des Chapter-11-Verfahrens aufrechterhalten kann. Das Geld fließt vorbehaltlich der Genehmigung durch das Gericht. Sowohl der Kauf als auch die Finanzierung brauchen die Zustimmung des Insolvenzgerichts.
Wer den Antrag gestellt hat und was darin steht
Die Out West Restaurant Group, die zur Cerca Trova Restaurant Group gehört, hat am 2. November beim U.S. Bankruptcy Court for the District of Delaware Chapter-11-Schutz beantragt. Das geht aus einer Meldung an die Securities and Exchange Commission hervor. Fox Business nannte Out West als Schuldnerin. Bloomberg Law bezeichnete in einem Bericht, den Yahoo Finance übernahm, die Cerca Trova Restaurant Group Holdings als Antragstellerin, eine verbundene Gesellschaft, und nannte die Zahlen zu Vermögen und Verbindlichkeiten.
Bloomberg Law beschrieb Cerca Trova als größten inländischen Franchisenehmer von Outback mit rund 60 Outback-Steakhouse-Restaurants in Kalifornien, Arizona, Nevada, Colorado und New Mexico. Fox Business berichtete, der geplante Verkauf umfasse 61 Restaurants. Die erste Zahl ist eine Näherung, die zweite die im Kaufvertrag genannte Anzahl. Cerca Trova wurde 1994 gegründet, wird von Fonds von H.I.G. Capital getragen und firmierte früher als T-Bird Restaurant Group.
Laut Bloomberg Law wies der Antrag ein Vermögen von weniger als 50.000 Dollar und Verbindlichkeiten zwischen 100.000.000 und 500.000.000 Dollar aus. Der Kaufpreis von 26.300.000 Dollar deckt die im Geschäft übernommenen Vermögenswerte und bestimmten Verbindlichkeiten ab, nicht die gesamte genannte Spanne.
Was sich für Gäste und Beschäftigte ändert
Bloomin' Brands erklärte, der Antrag habe keine unmittelbaren Folgen für Gäste, Restaurantbeschäftigte oder den laufenden Betrieb der betroffenen Outback-Standorte. Out West will seine Restaurants nach Angaben aus der SEC-Meldung während des Insolvenzverfahrens weiter betreiben. Das Verfahren betrifft die Restaurants des Franchisenehmers, nicht die unternehmenseigenen Standorte von Bloomin' Brands.
Wide Open Country berichtete, die Lage sei als "eine isolierte Situation beim Franchisenehmer" beschrieben worden, die "weder das operative Geschäft noch die Finanzierung oder die Liquidität von Bloomin' Brands berührt". Setzt sich Bloomin' durch, könnten die Restaurants vom Franchisenehmer an die Muttergesellschaft übergehen.
Warum der Franchisenehmer den Antrag stellte
Cerca Trova nannte rückläufige Besucherzahlen, eine schleppende Erholung nach der Pandemie, steigende Lebensmittelpreise und unerwartete Personalkosten. Das berichtete die New York Post, zitiert von Wide Open Country. Vorstandschef David Goronkin sagte, Gästezahl und Ergebnis seien weiter gesunken, während Ausgaben für Lebensmittel, Personal und andere Produktionskosten stiegen. Wide Open Country meldete zudem, ein kalifornisches Gericht habe kürzlich eine Sammelklage wegen Lohn- und Arbeitszeitverstößen über 1.600.000 Dollar gegen das Unternehmen entschieden, wegen mutmaßlich nicht gezahlter Überstunden und Mindestlöhne.
Der Antrag folgt auf die Schließung von mehr als 40 schwachen Standorten durch Bloomin' Brands im Jahr 2026. Sie war Teil einer Sanierungsstrategie, zu der auch die stärkere Digitalisierung des Bestellvorgangs und ein größerer Fokus auf das Gästeerlebnis gehörten. Outback betrieb im Jahr 2026 rund 670 Standorte in den USA und mehr als 1.000 weltweit. Die 61 Restaurants aus dem geplanten Verkauf sind weniger als ein Zehntel des US-Bestands.
Wie es weitergeht
Das Insolvenzgericht muss den Kauf und die Finanzierung genehmigen. Bei der Auktion können noch höhere Gebote eingehen.
Quellen
9- 01Outback Steakhouse restaurant franchisee files for Chapter 11 bankruptcy - Yahoo FinanceEN
- 02Outback Steakhouse franchisee files for bankruptcy - Fox BusinessEN
- 03Outback Steakhouse franchisee files for bankruptcy - FOX 2 DetroitEN
- 04Major Steak Chain's Franchisee Files for Bankruptcy - Wide Open CountryEN
- 05IEEE Computer Society Chapter Offers Webinars With Industry ExpertsEN
- 06 Tachyum, developer of heavily-delayed universal Prodigy processor, voluntarily files for bankruptcy EN
- 07Brightspeed swaps CEOs as it reportedly nears bankruptcyEN
- 08CVSS 10.0 LXD, MicroCloud Flaw Lets Attackers Impersonate Trusted Clients Without a Private KeyEN
- 09A Shared ChatGPT Link Could Run Attacker Code in Your Session and Read Private ChatsEN
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