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BYDs Yangwang testet Feststoff-Flaggschiff, GM setzt 2028 auf LMR-Zellen

BYDs Luxusmarke Yangwang testet eine 5,5 Meter lange Flaggschiff-Limousine. Sie soll das erste Elektroauto des Konzerns mit Feststoffbatterie werden. Am Dienstag kündigte GM an, sein Werk in Spring Hill werde als erstes weltweit prismatische LMR-Zellen in Serie fertigen.

AutoNachrichtJonas WeberVeröffentlicht: 29. September 20264 Min. LesezeitQuellen 12
BYDs Yangwang testet Feststoff-Flaggschiff, GM setzt 2028 auf LMR-Zellen

Die Yangwang-Limousine ist beim Testen in China gesichtet worden und misst rund 5,5 Meter, etwa so viel wie eine Mercedes-Benz Maybach S-Klasse. Sie wäre BYDs erstes Fahrzeug mit hinten angeschlagenen Türen. Hu Xiaoqing, General Manager von Yangwang, bestätigte auf Weibo, dass der Name des Autos noch nicht feststeht. Intern nennt BYD es "HU".

Autohome berichtet, das Oberklasse-Elektroauto werde BYDs erstes mit Feststoffbatterie. Electrek meldete die Sichtung am 29. September und berief sich auf Bilder, die das Auto an einer Flash-Charging-Station von BYD zeigen. Das spricht für Megawatt-Schnellladen.

BYD-Vizechefin Stella Li sagte Anfang des Monats gegenüber Carwow.es, das Unternehmen sei bei der Feststoffbatterie-Technik "in der führenden Position". Das werde es "beweisen": Das erste Fahrzeug mit Feststoffbatterie soll 2027 debütieren. FinDreams, BYDs Batteriegeschäft, will 2027 mit der Produktion sulfidbasierter All-Solid-State-Batterien in begrenzten Stückzahlen beginnen und bis 2030 auf Serienproduktion skalieren. Billig wird das nicht. Berichte schätzen den Preis der Yangwang-Limousine auf über 2.000.000 Yuan, fast 300.000 Dollar. Der bestehende Yangwang U7 startet bei 658.000 Yuan.

GM geht den anderen Weg: erst billige Zellen

GM wählt die entgegengesetzte Route. Ultium Cells, das Joint Venture mit LG Energy Solution, teilte am Dienstag mit, dass es Lithium-Mangan-reiche (LMR) Zellen in seinem Werk in Spring Hill, Tennessee, produzieren wird. Das Unternehmen nannte es "das erste weltweit, das prismatische LMR-Batteriezellen in Serie fertigt".

Laut Ultium Cells können LMR-Batterien bei vergleichbaren Kosten 33% höhere Energiedichte liefern als Lithium-Eisen-Phosphat (LFP). GM will sie in kommenden Elektro-Lkw und Full-Size-SUVs einsetzen und peilt über 400 Meilen Reichweite an. Kurt Kelty, GM-Vizepräsident für Batterien und Nachhaltigkeit, sagte, die Ergänzung von LMR "positioniert uns so, dass wir die heute günstigeren Chemien überholen und niedrigere Kosten bei besserer Leistung liefern können". Die Umbauten im Werk Spring Hill beginnen später in diesem Jahr und sollen bis 2028 abgeschlossen sein. Sie bringen 500 zusätzliche Arbeitsplätze, die Belegschaft wächst auf 1.700. GM soll sein erstes Fahrzeug mit den neuen LMR-Batterien 2028 auf den Markt bringen. Zum Vergleich: GMs derzeit reichweitenstärkstes Elektroauto, der Chevrolet Silverado EV, bietet mit einer High-Nickel-Batterie geschätzt bis zu 478 Meilen pro Ladung. Er startet bei 55.895 Dollar.

Netz, Lkw und die Kostenfrage

Die Batterie-Hardware entwickelt sich parallel dazu, wie diese Energie genutzt wird. In Vermont haben mehr als 5.500 Menschen Heimspeicher von Green Mountain Power. Der Versorger installiert zwei Batterien für 55 Dollar im Monat über einen 10-Jahres-Leasingvertrag. Das virtuelle Kraftwerk des Versorgers ist laut BBC zur größten Stromquelle Vermonts geworden. Die USA haben inzwischen über 40GW Kapazität an virtuellen Kraftwerken, laut einer internen Analyse von Wood Mackenzie, die die BBC zitiert. Ein Bericht des US-Energieministeriums von 2025 nennt 160GW, die bis 2030 verfügbar sein könnten.

Auf der kommerziellen Seite kommt eine neue Gesamtkostenanalyse von Transport & Environment zu dem Ergebnis, dass Elektro-Lkw in sechs von neun großen EU-Märkten heute bereits die finanziell beste Wahl sind. Diese sechs Märkte stehen für 46% aller in der EU verkauften neuen schweren Lkw. Die Einsparungen über fünf Jahre können in den Niederlanden 100.000 Euro, in Deutschland 85.000 Euro und in Dänemark 69.000 Euro erreichen. Elektro-Lkw machen sich nach 2 Jahren bezahlt.

In Neuseeland startet die Energy Efficiency and Conservation Authority einen Versuch. Bis zu 100 bidirektionale Ladegeräte sollen in Haushalten und Unternehmen in Auckland und anderen städtischen Gebieten installiert werden. Murray Bell, Manager für Politik und Regulierung bei der EECA, sagte, ein geladenes Elektroauto könne einen Haushalt bei Ausfällen "bis zu drei oder vier Tage" versorgen. Australien hat bereits große Versuche durchgeführt, und bidirektionales Laden ist unter bestimmten Umständen in New South Wales und South Australia verfügbar.

Unterdessen berichtet IEEE Spectrum, dass Delhi die Stromverluste durch seinen Netzumbau von 50% auf 5% gesenkt hat. Die Leitungen zwischen den Batterien sind also genauso wichtig wie die Zellen. Nicht jede Batterie landet in einem Auto. Forscher am MIT bauten laut Chemical & Engineering News eine schluckbare Batterie aus einem reis papierähnlichen Material. Sie versorgte Elektronik in Schweinemägen 3 Tage lang mit Strom, bevor sie sich zersetzte. Die Spannung fiel in diesem Zeitraum von 1,84 V auf 1,45 V.

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Quellen

12
  1. 01BYD tests ultra-luxury EV with coach doors and a solid-state batteryEN
  2. 02GM's new EV battery tech will cut costs without sacrificing rangeEN
  3. 03Vermont replacing power plants with home batteriesEN
  4. 04Are Electric Trucks Cheaper To Operate Than Diesel?EN
  5. 05EVs being trialled as giant batteries to power homes for less in AucklandEN
  6. 06How Delhi cut electricity loss from 50 to 5 percentEN
  7. 07This Battery Is Ready to EatEN
  8. 08Two Silverado EVs and a 150 kWh battery powered this entire concert tourEN
  9. 09Tesla patents 'Electric Fan Car' with 4 ducted fans ahead of Roadster revealEN
  10. 10Op-Ed: Upcoming Philippine Electric Vehicle Summit is an Audit of National PolicyEN
  11. 11Electrification efficiency: The world will need less energy after the transitionEN
  12. 12Electrical Engineering Programs Are Popular–But Majority Leave Germany AgainEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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