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Deloitte: 141 Milliarden Dollar für Rechenzentren in einer Rekordpipeline von 1,39 Billionen Dollar

Deloitte Access Economics beziffert die gesamte australische Investitionspipeline auf einen Rekordwert von 1,39 Billionen Dollar. Davon entfallen 141 Milliarden Dollar auf Rechenzentrumsprojekte, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Reserve Bank of Australia erklärt, der Ausbau treibe die Preise, bevor er einen Produktivitätsgewinn bringe.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Deloitte: 141 Milliarden Dollar für Rechenzentren in einer Rekordpipeline von 1,39 Billionen Dollar

Eine Rekordpipeline

Der Investment Monitor von Deloitte Access Economics beziffert die Gesamtpipeline auf einen Rekordwert von 1,39 Billionen Dollar. Die Projekte für Rechenzentren legten im Vorjahr um 36 Prozent auf 141 Milliarden Dollar zu.

Der Wert der im Bau befindlichen Projekte soll 2027 nahe bei 870 Milliarden Dollar liegen, mehr als das Doppelte des Höhepunkts des Bergbaubooms 2012. Deloitte-Direktor Sheraan Underwood sagte, die Wirtschaft habe nur begrenzte Kapazität, die zusätzliche Nachfrage aufzunehmen. „Dieser Boom findet in der Nähe unserer großen Städte statt, deshalb konkurrieren Rechenzentren direkt mit dem Wohnungsbau und der Infrastruktur um Arbeitskräfte und Material“, sagte er. „Es gibt auch weniger Spielraum, das aufzufangen.“ Die Geografie unterscheidet sich vom letzten Boom: Bei Rechenzentrumsinvestitionen führen New South Wales, Queensland und Victoria, während der Bergrausch den Großteil seines Geldes in die rohstoffreichen Bundesstaaten schickte.

Die Grenze ist nicht das Geld. Es sind die Arbeitskräfte und das Material.

Die Rechnung der Notenbank

Die Reserve Bank of Australia hob den Leitzins am Dienstag um 25 Basispunkte auf 4,85 Prozent an. Das ist der höchste Stand seit 18 Jahren. Sechs Mitglieder des Gremiums stimmten für den Schritt, drei wollten bei 4,60 Prozent bleiben.

Das Gremium nannte KI-Investitionen unter den Kräften, die die Preise treiben. „KI-bezogene Investitionen treiben das schnelle Wachstum der Preise für technologiebezogene Güter“, hieß es in der Erklärung. Notenbankchefin Michele Bullock sagte, die Nachfrage nach KI-Investitionen übersteige die Ersparnisse, was den sogenannten neutralen Zins nach oben treibe. Sie warnte davor, vom Nutzen Entlastung zu erwarten. „Wenn die Leute glauben, Produktivitätsfortschritte würden helfen, die Inflation zu senken und die Zinsen niedrig zu halten, dann ist das nicht unbedingt der Fall“, sagte sie. Die Notenbank erklärte außerdem, ein Teil des Inflationseffekts werde durch sinkende Realeinkommen und Schwäche am Wohnungsmarkt ausgeglichen. Sie schätzte, dass mehr als zwei Drittel der Rechenzentrumsinvestitionen ins Ausland abfließen würden.

Die Baurechnung bleibt im Land. Ein großer Teil der Ausrüstung nicht.

Ein Boom, der zuerst Rechnungen schreibt

Underwood sagte, der Arbeitsmarkt sei der wichtigste Engpass. „Der Wettbewerb um diese Arbeitskräfte wird die Kosten erhöhen und das Risiko steigern, dass Projekte verzögert, zurückgefahren oder langsamer fertiggestellt werden“, sagte er.

Er beschrieb ein zeitliches Missverhältnis. „Die Bau- und Inflationsbelastungen kommen jetzt, während die Produktivitätsdividende möglicherweise viel später entsteht“, sagte er. Deloitte stellt auch die Höhe dieser Dividende infrage: Ein großer Teil der Technologie wird importiert, und für den Betrieb fertiger Anlagen braucht es relativ wenige Arbeitskräfte. Die amtlichen Zahlen zeigen die Nachfrage bereits. Daten des Australian Bureau of Statistics belegen starke Ausgaben der Unternehmen, vor allem für den Bau von Rechenzentren. Das erhöht die Nachfrage nach Material, Bauarbeitern sowie Fachkräften für Elektrik und IT.

Offen ist der Zeitpunkt. Wann genau der KI-Boom einen positiven Effekt auf die Inflation haben wird, bleibt höchst unsicher.

Wie es weitergeht

Finanzminister Jim Chalmers sagte, der Boom bei den Rechenzentren werde in die Haushaltszwischenbilanz zum Jahreswechsel einfließen. Die RBA erwartet nicht, dass die Inflation vor Ende 2027 die Obergrenze ihres Zielbands von 2 bis 3 Prozent erreicht. Das ist etwa drei Quartale später als in der bisherigen Prognose. Das Gremium rechnet weiterhin damit, dass die Unternehmensinvestitionen kurzfristig schneller wachsen, auch die Investitionen in Rechenzentren.

Chalmers sagte, die Entscheidung sei weithin erwartet worden, bleibe aber für Haushalte und Unternehmen hart. „Das sind schwierige Nachrichten für viele Australier, die für Umstände außerhalb ihrer Kontrolle bereits einen hohen Preis zahlen“, sagte er.

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Quellen

28
  1. 01Data centres strain Australia's stretched construction pipeline - Capital BriefEN
  2. 02Scant capacity as data centres outpace 2000s mining boom - The New DailyEN
  3. 03AI Is Now Pushing Up Inflation in Australia, and the RBA Just Hiked Rates Again - BlockonomiEN
  4. 04Australia deficits and private investment pressures keep rate hikes in focus - Traders UnionEN
  5. 05Bullock warns data centre boom is fuelling inflation - The AustralianEN
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  27. 27xAI installs eight converted jet engines to power Mississippi data centerEN
  28. 28Proposed data centre would release 23 Hiroshima-sized atomic bombs of energy/dayEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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