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GSMA beziffert Sturm- und Hochwasserschäden an Mobilfunkstandorten auf 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr

Stürme und Hochwasser kosten Mobilfunkbetreiber 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr. The Register meldete diese Zahl am 3. November. Die GSMA erwartet, dass die jährliche Reparaturrechnung für Mobilfunkstandorte bis 2050 auf mehr als 3 Milliarden Dollar steigt.

WissenschaftNachrichtHanna VogtVeröffentlicht: 3. November 20264 Min. LesezeitQuellen 6
GSMA beziffert Sturm- und Hochwasserschäden an Mobilfunkstandorten auf 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr

Stürme und Hochwasser kosten Mobilfunkbetreiber 1,7 Milliarden Dollar pro Jahr. The Register meldete diese Zahl am 3. November. Die GSMA erwartet, dass die jährliche Reparaturrechnung für Mobilfunkstandorte bis 2050 auf mehr als 3 Milliarden Dollar steigt.

Wenn der Strom ausfällt, bleibt oft nur das Telefon. Die GSMA nennt die Stromversorgung die größte einzelne Schwachstelle. Ein Netz ist also nur so zuverlässig wie das Stromnetz dahinter. Wer die Reparaturrechnung trägt, sagt niemand. Offen ist auch, ob Aufsichtsbehörden den Betreibern erlauben, sie an die Kunden weiterzugeben.

Der Schwachpunkt ist der Strom, nicht der Mast

Die GSMA vertritt die Mobilfunkbetreiber. Sie veröffentlichte die Zahlen in einer sechsteiligen Studienreihe mit dem Titel Futureproofing Connectivity: Climate Risk and Resilience in Telecommunications. The Register berichtete am 3. November darüber. Auf Sturmschäden entfallen 1 Milliarde Dollar der insgesamt 1,7 Milliarden Dollar. Flusshochwasser kommen mit 577 Millionen Dollar hinzu, Sturmfluten an der Küste mit 124 Millionen Dollar. Unter den Klimabedingungen, die etwa zur Mitte des Jahrhunderts erwartet werden, rechnet die GSMA allein bei Stürmen mit Kosten von rund 2,37 Milliarden Dollar. Das wären drei Viertel aller Schäden. Türme, Masten und Standorte auf Dächern sind Wind, Blitzschlag und Sturmflut ausgesetzt. Technik auf Bodenniveau wird überflutet. Hohe Temperaturen können Funktechnik überhitzen, starker Regen schwächt das Signal.

Der Bericht nennt die Stromversorgung als größte Schwachstelle.

Ist die Notstromversorgung erschöpft, geht ein Standort vom Netz. Das kann Stunden dauern oder deutlich länger, je nach Standort. Betreibern wird empfohlen, Widerstandsfähigkeit von vornherein einzuplanen. Die GSMA veröffentlichte neben der Studie einen eigenen Katalog von Grundsätzen. Darin fordert sie Regierungen und Aufsichtsbehörden auf, enger mit den Mobilfunkbetreibern zusammenzuarbeiten.

Die Rechnungsprüfer fanden die Kostenschätzungen dünn

Das National Audit Office meldete am 3. November, dass britische öffentliche Stellen mit höheren Betriebskosten, höheren Energiekosten und mehr Ausgaben für Wartung und Anpassung rechnen. Nur wenige können diese Risiken auch nur ungefähr beziffern.

Die Stellen erwarten Kosten durch Schäden an Anlagen und Infrastruktur. Ursache sind Extremwetter ebenso wie die schleichende Verschiebung zu höheren Temperaturen und mehr Niederschlag, heißt es in dem Bericht. Physische Risiken wurden in den Angaben, die das NAO prüfte, ausführlich behandelt. Übergangsrisiken, also die Kosten des Umbaus zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, waren aufgeführt, aber selten konkret benannt. Das HM Treasury verpflichtete größere zentralstaatliche Stellen, klimabezogene Finanzinformationen offenzulegen. Die ersten Berichte betrafen das Haushaltsjahr 2025-26. Andere Offenlegungsregeln gelten seit 2022. Gareth Davies, Leiter des NAO, sagte, das Parlament brauche klare Informationen darüber, wie widerstandsfähig Infrastruktur, öffentliche Dienste und Finanzen gegenüber dem Klimawandel sind. Die Berichtspflicht nannte er einen wichtigen ersten Schritt.

Oregon zählte Tage statt Dollar

Oregon wählte einen anderen Maßstab. Die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats verglich 2006-2010 mit 2021-2025 und zählte die Tage.

Extreme Hitze trat im früheren Zeitraum an durchschnittlich 12 Tagen pro Jahr auf, im späteren an 22 Tagen. Rauch von Waldbränden stieg von 11 auf 33 Tage. Tage, an denen beides zugleich auftrat, nahmen von zwei auf neun zu. OPB beschrieb das am 29. Oktober als Vervierfachung. Der Bericht vermerkt außerdem, dass 2025 das drittwärmste Jahr Oregons seit Beginn der Aufzeichnungen 1895 war. Gabriela Goldfarb leitet bei der Gesundheitsbehörde von Oregon den Bereich Umwelt und öffentliche Gesundheit. Sie nannte die Trends "wirklich augenöffnend". Hitze und Rauch könnten Organe im ganzen Körper treffen, darunter das Herz und das zerebrovaskuläre System. Zu den Risiken zählten Schlaganfälle.

Siebenhunderttausend Tote in einem Jahr

Der Lancet Countdown 2026 erschien am 28. Oktober. Er schätzte, dass Hitze 2023 mit 710.000 Todesfällen zusammenhing. Mehr als 70 Prozent davon werden dem vom Menschen verursachten Erwärmungstrend zugeschrieben.

Die durchschnittliche jährliche Zahl hitzebedingter Todesfälle stieg zwischen 2016 und 2023 um fast 36 Prozent auf etwa 540.800, berichtete Gulf News. Es ist die zehnte jährliche Ausgabe. Sie stammt von 146 Forschenden aus mehr als 100 Institutionen in über 30 Ländern und wurde vom University College London geleitet. Die Autoren nennen sechs Prioritäten für eine gesundheitszentrierte Reaktion. Sie empfehlen außerdem, den Klimawandel über Maßnahmen der UN und der WHO als globalen Gesundheitsnotfall anzuerkennen. Das ist eine Empfehlung der Autoren, keine Erklärung der WHO. Marina Romanello, Geschäftsführerin des Countdown, sagte, die gesundheitlichen Schäden des Klimawandels wüchsen schneller als die Reaktion der Welt. In vielen Fällen beschleunigten sie sich sogar.

Was die Projektionen und die Attributionsstudien ergänzen

Die Projektionen weisen in dieselbe Richtung. Forschende des IIT Roorkee, des IIT Jammu, des National Institute of Hydrology und der Planungsbehörde von Bihar modellierten 54 indische Stadtgebiete mit jeweils mehr als einer Million Einwohnern. Sie nutzten CMIP6-Modelle bei 1,5 °C, 2 °C und 3 °C Erwärmung. Research Matters berichtete am 3. November, dass die Intensität in Städten wie Amritsar, Delhi, Kanpur, Lucknow und Bhubaneswar bei stärkeren Erwärmungspfaden um bis zu 35 Prozent zunehmen könnte. Manche sechstägigen Hitzeschwellen, die früher selten waren, könnten um mehrere hundert Prozent wahrscheinlicher werden.

Attributionsstudien zeigen, was ein Scheitern kostet. Taifun Dujuan zog im September 2026 an der Ostküste Japans entlang, ohne auf Land zu treffen. Er tötete 17 Menschen, 10 davon in der Präfektur Chiba, die meisten durch Erdrutsche, wie World Weather Attribution angibt. Der Sturm unterbrach die Stromversorgung von fast 45.000 Kundenkonten im Netz von Tokyo Electric Power. An drei Stellen rund um den Lake Inbanuma durchbrach er die Deiche.

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Quellen

6
  1. 01GSMA warns of growing risks to mobile networks from extreme weatherEN
  2. 02UK.gov lacks understanding of climate impact, says watchdogEN
  3. 03Oregon’s extreme climate hazard days have quadrupled over 2 decades, study saysEN
  4. 04Climate change must be declared 'global health emergency': Lancet studyEN
  5. 05New climate study warns Indian cities will face harsher and longer heatwaves under global warmingEN
  6. 06Typhoon Dujuan: in a warming climate even well-prepared nations remain vulnerable to worsening climate extremesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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