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Humanoide Roboter brauchen 40 Sekunden pro Zyklus, ein Mensch 15

Xiaomi hat auf der World Internet Conference 2026 erklärt, sein humanoider Roboter habe eine achtstündige Schicht beim Sortieren von Seitenabdeckungen für Mittelkonsolen versucht. Ob die Maschine die Schicht beendet hat, bestätigte das Unternehmen nicht. Ein veröffentlichter Test in einem chinesischen Autoteilewerk nennt für Humanoide rund 40 Sekunden pro Zyklus, für einen Menschen 15.

TechnologieAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 3. November 20265 Min. LesezeitQuellen 28
Humanoide Roboter brauchen 40 Sekunden pro Zyklus, ein Mensch 15

Xiaomi hat auf der World Internet Conference 2026 erklärt, sein humanoider Roboter habe eine achtstündige Fabrikschicht beim Sortieren von Seitenabdeckungen für Mittelkonsolen versucht. Dass die Maschine die Schicht beendet hat, bestätigte das Unternehmen nicht. Ein veröffentlichter Test in einem chinesischen Autoteilewerk nennt für Humanoide rund 40 Sekunden pro Zyklus, für einen menschlichen Arbeiter 15 Sekunden.

Für Fabrikmanager ist die Lücke inzwischen eine öffentliche Zahl: 40 Sekunden pro Roboterzyklus stehen 15 Sekunden beim Menschen gegenüber, bei einer Erfolgsquote von 98 Prozent. Davon hängt ab, ob Humanoide Schichten übernehmen oder in Pilotprojekten bleiben. Das Geld fließt deutlich früher als die Leistungsdaten. Agility Robotics erwartet rund 465.000.000 US-Dollar von seiner SPAC. Niemand hat eine Abschlussquote für ganze Schichten, Fehlerkosten oder eine Amortisationsdauer veröffentlicht.

Xiaomis achtstündige Schicht, ohne das Ergebnis

Der Roboter arbeitete an einer Sortierstation für Seitenabdeckungen von Mittelkonsolen. Der Test umfasste das Beheben von Problemen und die Abstimmung mit Systemen der Produktionslinie. Eine Zykluszeit für die Sortierstation wurde nicht genannt.

Dieselbe Mitteilung betraf ein Haussystem auf Basis des Modells Xiaomi-Robotics-1. Es nahm den Testbetrieb in den Xiaomi-Jugendapartments auf. Es erledigte mehr als 50 Aufgaben in drei Räumen in einer Abfolge von mehr als 30 Minuten. Xiaomi gab an, das Modell sei mit 100.000 Stunden realer Betriebsabläufe vortrainiert worden. Xiaomi gab an, im Juli auf den Ranglisten RoboCasa 365 und RoboDojo den ersten Platz belegt zu haben. Das sind Aussagen zum Training und zu Benchmarks, nicht zur Fabrikleistung. Eine achtstündige Schicht ist die Einheit, die für einen Werksleiter zählt. Sie umfasst Neustarts, Positionsfehler und die kleinen Ausfälle, die sich anhäufen, nachdem die Demo vorbei ist.

40 Sekunden gegen 15

In einem Autoteilewerk in der Provinz Zhejiang identifizierten, griffen, transportierten und platzierten 15 Leju-Kuavo-Roboter Metallbauteile auf der Produktionslinie. Ein menschlicher Arbeiter braucht für dieselbe Aufgabe etwa 15 Sekunden. Damit sind die Roboter rund 2,7-mal langsamer.

Das System verarbeitete 60.000 Bauteile. Etwa 2 Prozent der Vorgänge waren unbefriedigend. Diese Restfehlerquote ist die Zahl, die ein Produktionsplaner am stärksten gewichten würde. Eine Linie, die mit hoher Geschwindigkeit läuft, braucht trotzdem jemanden, der die Ausfälle auffängt. Leju ließ die Roboter etwa 1.000 Stunden im realen Betrieb laufen, um Daten zu sammeln und die KI zu trainieren. Die Roboter passen ihre Bewegungen an, wenn sich die Positionen der Bauteile ändern. Das verringert manuelle Eingriffe. Der Test diente ebenso der Datensammlung wie dem Bewegen von Teilen. Die Geschwindigkeit ist der Punkt, der sich noch nicht bewegt hat.

Das Kapital läuft den Zykluszeiten voraus

Mehr als 84 Prozent der abgegebenen Stimmen bei der außerordentlichen Hauptversammlung von Churchill Capital Corp XI am 2. November unterstützten die Fusion mit Agility Robotics. Die SPAC soll am 4. November schließen. Das fusionierte Unternehmen soll ab dem 5. November unter dem Tickersymbol AGLT an der Nasdaq gehandelt werden.

Der Deal soll Agility rund 465.000.000 US-Dollar Bruttokapital bringen. Das ist weniger als die mehr als 620.000.000 US-Dollar, die bei der Ankündigung der Fusion im Juni erwartet wurden. Die Summe teilt sich auf in etwa 164.000.000 US-Dollar aus dem Treuhandkonto von Churchill, etwa 201.000.000 US-Dollar aus einer von Foxconn geführten PIPE und 100.000.000 US-Dollar Eigenkapital, das Agility nach der Ankündigung erhielt. Die ursprüngliche Transaktion bewertete Agility mit einem Pre-Money-Eigenkapitalwert von 2.500.000.000 US-Dollar. Dem stehen 1.800.000 US-Dollar Nettoumsatz gegenüber, die das Unternehmen 2025 in einer S-4-Erklärung vom September meldete. Digit-Roboter arbeiteten in 9 Kundenumgebungen. Agility beansprucht mehr als 300.000.000 US-Dollar an verbindlichen Mehrjahresaufträgen für Digit 5. Das RoboFab-Werk in Salem, Oregon, ist auf eine Jahreskapazität von bis zu 10.000 Robotern ausgelegt.

Verbindliche Aufträge sind kein Umsatz. Der Mehrjahreswert hängt an vertraglichen Meilensteinen, Produktmerkmalen und Spezifikationen sowie daran, dass Kunden die Ware abnehmen.

Autobauer testen, und veröffentlichen keine Zahlen

Audi testet die Humanoiden Agile One von Agile Robots im Production Lab in Ingolstadt. Die Roboter entnehmen Bauteile aus Behältern und ordnen sie in der richtigen Reihenfolge für die Montage an. Das Projekt wurde am 21. Oktober auf der NVIDIA GTC Berlin angekündigt. Beteiligt sind Dassault Systèmes und NVIDIA. Die Materialversorgung bei Audi umfasst rund eine Million Entnahmen pro Tag. Diese Zahl beschreibt den bestehenden Ablauf, nicht die Roboterleistung. Das Projekt hat keine quantifizierten Leistungsergebnisse und keinen Zeitplan für einen breiteren Werkeinsatz veröffentlicht.

Gerd Walker ist bei Audi Vorstand für Produktion und Logistik. Er sagte, die Entnahme im Sequenzierungsprozess sei eine der schwierigsten Automatisierungsaufgaben in der Automobillogistik geblieben.

AGCO unterzeichnete eine kommerzielle Vereinbarung, um den Digit von Agility ab 2027 im Werk Hesston, Kansas, zu testen. Der Pilot beginnt mit dem Sortieren und Stapeln von Teilen und dem Abstellen von Behältern zur Lagerung. Agility zufolge wird der Roboter an Sicherheit, Genauigkeit, Verfügbarkeit, Durchsatz und Kapitalrendite gemessen. Der Pilot hat noch nicht begonnen. Der Bericht World Robotics 2026 der International Federation of Robotics nennt fast 7.000 weltweit verkaufte humanoide Roboter in voller Größe im Jahr 2025. Auf dieser Basis bauen die aktuellen Pilotprojekte auf.

Gekürzte Prognosen, größere staatliche Einsätze

Daiwa senkte seine globalen Prognosen für Humanoidenlieferungen auf 54.000 Einheiten im Jahr 2026 und 112.000 im Jahr 2027. Die Bewertung „Buy“ und das Kursziel von 175 HK-Dollar für Ubtech Robotics wurden bestätigt. In der Analyse zitierte Medienberichte deuten darauf hin, dass die Lieferungen des Ubtech U1 hinter früheren Zielen zurückbleiben. Sie deuten auch auf anhaltende Verluste und einen negativen operativen Cashflow hin.

Die Regierungen kürzen nicht. Das Korea Institute of Machinery and Materials und das Electronics and Telecommunications Research Institute eröffneten am 3. November die AI Humanoid Data Factory. Sie betreibt 12 Humanoide auf etwa 1.000 Quadratmetern, mit Plänen für eine Erweiterung auf 25. Bei der Eröffnung steuerten Forscher die Maschinen per Fernbedienung. Sie zeichneten Bewegungen auf, mit denen Vision-Language-Action-Modelle trainiert werden. Diese Systeme übersetzen, was ein Roboter sieht und ihm gesagt wird, in Bewegung. Das Ministry of Planning and Budget stellte bis 2030 2.300.000.000.000 Won (1.700.000.000 US-Dollar) für die Humanoidenbranche bereit. Darin enthalten sind der Kauf von 1.080 inländischen Humanoiden und die Steigerung des lokalen Anteils an Kernbauteilen auf 80 Prozent, von etwa 45 Prozent. LG Electronics will bis zum nächsten Jahr etwa 500.000 kumulierte Stunden an Trainingsdaten für Roboter vorhalten. Das ist fünfmal sein Ziel von 100.000 Stunden bis Ende dieses Jahres.

Daten, nicht Hardware, sind der Posten, in den ein großer Teil des staatlichen Geldes fließt. Ob das die Lücke bei den Zykluszeiten schließt, ist ungetestet.

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Quellen

28
  1. 01Xiaomi Humanoid Robot Attempts Eight-Hour Factory Work ChallengeEN
  2. 02Audi tests mobile humanoid robots that could take over parts sorting in car factoriesEN
  3. 03Churchill Capital XI shareholders approve $2.5B Agility Robotics humanoid SPACEN
  4. 04Fifteen Chinese humanoid robots are 2.7 times slower than human workersEN
  5. 05Digit Humanoid Robot to Hit the Production Line in KansasEN
  6. 06K-Moonshot: How South Korea intends to dominate humanoid marketEN
  7. 07Ubtech Robotics: Factory Bottlenecks Take Centre Stage as Daiwa Trims Market ForecastsEN
  8. 08Inside AGCO's Humanoid Robot Pilot with Agility RoboticsEN
  9. 09LG Electronics Declares Entry into Home Humanoid Robots by 2030EN
  10. 10Humanoid developer Agility now expects to raise $465M in SPAC dealEN
  11. 11Mitsubishi to enlist humanoid robots for its factory rosters - 朝日新聞EN
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  28. 28AI to the Edge: Generative Intelligence for Robotics and Autonomous SystemsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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