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OpenAI schließt Deals in Abu Dhabi, 20-Milliarden-Runde greift Golfkapital ab

OpenAI hat am Montag mit Einrichtungen in Abu Dhabi Vereinbarungen zu Energie, Regierung und Investitionen unterzeichnet. Das KI-Labor sucht bis zu 20 Milliarden US-Dollar in einer Finanzierungsrunde, die Investoren aus den VAE mitführen, berichtet CNBC.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 3. November 20263 Min. LesezeitQuellen 13
OpenAI schließt Deals in Abu Dhabi, 20-Milliarden-Runde greift Golfkapital ab

Das Abu Dhabi Media Office gab die Vereinbarungen am Montag bekannt, wie CNBC berichtet. Zuvor hatte Vorstandschef Sam Altman Khaled bin Mohamed bin Zayed Al Nahyan getroffen, Kronprinz von Abu Dhabi und Vorsitzender des Abu Dhabi Executive Council. Die Deals bringen OpenAI-Modelle in staatlich verbundene Abläufe, nicht nur in Verkaufskanäle.

Demnach setzen die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) und G42 die OpenAI-Frontiertechnologie im laufenden Betrieb von ADNOC ein. Der Staatsfonds Mubadala, Inception42 und OpenAI wollen fortgeschrittene KI für die Investitionsanalyse nutzen. Die Regierung von Abu Dhabi arbeitet mit dem Labor daran, Richtlinien und Vorschriften maschinenlesbar zu machen. Inception42 unterzeichnete zudem einen Fünfjahresvertrag mit OpenAI über den Einsatz in Verwaltung, Unternehmen und Bildung.

Altman beschrieb die Vereinbarungen als Vorlage. „Abu Dhabi und die VAE setzen einen mutigen, globalen Standard für die Integration von KI im öffentlichen und privaten Sektor, damit die Vorteile der KI alle erreichen“, sagte er in einer von CNBC verbreiteten Erklärung.

Das Geld zählt so viel wie die Einsätze. CNBC berichtete am Samstag, OpenAI sammle 20 Milliarden US-Dollar in einer Runde, die Investoren aus den VAE mitführen. MGX, eine Investmentfirma aus Abu Dhabi, führte im Februar die 30 Milliarden US-Dollar von Anthropic mit und im März die 122 Milliarden US-Dollar von OpenAI. Regionales Kapital ist zu einer festen Finanzierungsquelle für die größten KI-Labore geworden, die immer größere Geldtöpfe brauchen.

Rechenzentren folgen dem Kapital

Der Golf ist nicht der einzige Ort, an dem KI-Infrastruktur mit regionalem Entwicklungsgeld verknüpft wird. LG CNS teilte am Montag mit, ein KI-Rechenzentrum mit 30 MW in Jakarta fertiggestellt zu haben. Es ist die erste solche Anlage, die ein südkoreanisches Unternehmen für einen ausländischen Kunden baut. LG CNS will nach Angaben von Light Reading in der Region Asien-Pazifik expandieren, darunter Malaysia, Thailand, Vietnam, die Philippinen und Japan. KMG, ein Joint Venture zwischen Indonesiens Sinar Mas Group und Korea Investment Real Asset Management, gab die Anlage in Auftrag. Der Vertrag ist 100 Milliarden koreanische Won wert (74,52 Millionen US-Dollar).

Die erste Phase ist ein elfstöckiges Gebäude mit 46 281 Quadratmetern Fläche und Platz für mehr als 100 000 Server, so Light Reading. LG CNS hat nach eigenen Angaben 100 % der Anlage vor der Fertigstellung vermietet. Das Unternehmen plant eine nächste Phase, die die Gesamtkapazität auf 400 MW bringen soll.

„Die Fertigstellung des KI-Rechenzentrums in Indonesien ist ein bedeutender Erfolg und zeigt, dass wir unser in Korea entwickeltes Know-how zu ausländischen Kunden bringen können“, sagte Vorstandschef Hyun Shin-kyoon, zitiert von der Korea Times über Light Reading.

Was das Kapital kauft

Nicht jeder regionale Vorstoß ist ein Rechenzentrum. Agility Robotics und Churchill Capital Corp XI teilten am 30. Oktober mit, sie erwarten für den Humanoid-Entwickler rund 465 Millionen US-Dollar aus ihrer geplanten SPAC-Fusion. Das ist weniger als die 620 Millionen US-Dollar, die Agility im Juni bei einer Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar vorhergesagt hatte, berichtet The Robot Report. In der Summe stecken rund 201 Millionen US-Dollar aus einer PIPE mit Stammaktien, die Foxconn anführt. Agility will am 4. November abschließen und hat nach eigenen Angaben mehr als 300 Millionen US-Dollar an verbindlichen Mehrjahresaufträgen für seinen Roboter Digit 5.

Auf der politischen Seite nahm US-Finanzminister Scott Bessent Biotechnologie in ein Programm zur Prüfung von Auslandsinvestitionen auf, meldet die South China Morning Post am 26. Oktober. Analysten sagten der Zeitung, der Schritt könne Lizenzgeschäfte chinesischer Biotech-Firmen erschweren, obwohl die Lizenzierung selbst unberührt bleibt.

Für Abu Dhabi läuft das OpenAI-Paket über den Staat, nicht an ihm vorbei. Ein Ölkonzern, ein Staatsfonds, eine KI-Firma und ein Regierungsbüro für Politik stehen in derselben Ankündigung.

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Quellen

13
  1. 01OpenAI deepens Abu Dhabi foothold as Sam Altman inks deals spanning energy, government and investmentEN
  2. 02LG CNS sets sights on APAC as it scales up AIDC developmentEN
  3. 03Humanoid developer Agility now expects to raise $465M in SPAC dealEN
  4. 04Could new US investment curbs complicate China's biotech licensing surge?EN
  5. 05Here's how solar and wind developers can hold on to tax creditsEN
  6. 06Congress Is Cutting Off Transportation Investments that Help Families Save MoneyEN
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  12. 12Into the Omniverse: How Developers Turn Ideas Into Simulations With Frontier AI AgentsEN
  13. 13Media rights squeeze, US investment and AI tech: The sports business trends from Sportel 2026EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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