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Taiwans Exportkontrollen lassen Werkzeugmaschinen aus, Peking arbeitet an eigener Liste

Taiwan hat erklärt, dass seine erste Welle neuer High-Tech-Exportkontrollen weder Werkzeugmaschinen noch allgemeine Maschinen umfassen wird. Syntec Technology, ein Hersteller von Steuerungen für Werkzeugmaschinen, blieb am 4. November den zweiten Handelstag in Folge am unteren Limit.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Taiwans Exportkontrollen lassen Werkzeugmaschinen aus, Peking arbeitet an eigener Liste

Das taiwanische Wirtschaftsministerium prüft umfassendere Exportkontrollen. Sie sollen High-Tech-Güter erfassen, die nach China verkauft werden.

Laut Ministerium wird erwogen, fortschrittliche Chips in ein Gesamtpaket von Kontrollen aufzunehmen. Dieses Paket soll neben schärferen Prüfungen illegaler Umladungen stehen. Ziel ist es, den "Silikonschild" der Insel zu erhalten. Gehandelt wird auf Grundlage des Handelsgesetzes und im Einklang mit dem US-Taiwan-Abkommen über den gegenseitigen Handel. Das ist wichtig für taiwanische Zulieferer mit hohen Umsätzen in China. Es ist auch wichtig für chinesische Käufer, die ihren Einkauf von Werkzeugmaschinen bereits auf lokale Anbieter verlagern. Welche chipbezogenen Positionen auf die Liste kommen sollen und wann, hat das Ministerium nicht gesagt.

Das Unternehmen erklärt, seine wichtigsten Exporte seien Steuerungen und Servomotoren, keine kompletten Maschinen. Es liefere Steuerungssysteme und Schlüsselkomponenten nach China. Der direkte Schlag dürfte daher begrenzt sein. Auch Tongtai Machine & Tool, Goodway Machine und Awea Mechantronic notierten schwach.

Peking zieht von der anderen Seite nach. Das Handels- und das Wissenschaftsministerium haben vorgeschlagen, 40 Technologien in einen Katalog verbotener oder beschränkter Exporte aufzunehmen. Die Liste umfasst KI, fortgeschrittene Gen- und Zelltechnologie sowie Solarenergie. Vierzehn Positionen sollen vollständig verboten werden, 26 beschränkt. Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 15. November. Für einige Technologietransfers gelten bereits Registrierungspflichten. Ein separater Vorschlag zielt auf KI-Exporte und soll die Kerntechnologie im Land halten.

China produziert mehr als 80% der weltweiten Komponenten für Solarpaneele. Das Land beherbergt auch die führenden Anbieter von Fertigungsanlagen für Solarzellen.

Im April erwogen chinesische Beamte, Exporte fortschrittlicher Fertigungsanlagen für Solarzellen in die Vereinigten Staaten zu beschränken. Auslöser waren Berichte, wonach Tesla bei chinesischen Zulieferern Ausrüstung im Wert von rund 2.900.000.000 Dollar für amerikanische Solarfabriken suchte. Die Beschränkungen hätten Anlagen für hocheffiziente Heterojunction-Zellen erfassen können. Peking hat schon früher engere Kontrollen genutzt. 2023 erteilte es Lizenzen für Gallium- und Germanium-Exporte. Danach folgten Lizenzen für Graphit. Im Dezember 2024 verbot es bestimmte Dual-Use-Güter für militärische Nutzer in den USA.

Nvidia hat einige Cloud-Kunden aufgefordert, weniger chinesische Geschäfte zu übernehmen.

The Information berichtete über die Vorgabe und berief sich auf drei mit der Sache vertraute Personen. Verbindlich ist sie nicht. Sie gilt für künftige Verträge, nicht für bestehende Geschäfte. Die Kunden sollen außerdem offenlegen, wer die Chips letztlich nutzt. Die Financial Times berichtete, die Anweisung sei mündlich über Vertriebsmitarbeiter und Regionalteams weitergegeben worden. US-Regeln beschränken Chip-Lieferungen, erfassen aber im Allgemeinen keinen Fernzugriff über Cloud-Dienste. Chinesische KI-Entwickler können Rechenleistung im Ausland mieten, statt Hardware zu importieren.

US-Behörden untersuchen chinesische KI-Unternehmen. Diese gelangen über ausländische Rechenzentren an Chips. Das geht seit den Vorwürfen gegen Moonshot AI weiter, den Entwickler des Chatbots Kimi.

Ein Schmuggler beschrieb sein Verfahren gegenüber The Information. Tom's Hardware gab den Bericht weiter. Er kombiniert billige Serverprozessoren mit verbotenem HBM von Samsung und SK hynix. Die Exportregeln achten auf die Leistung des Prozessors, nicht auf die übrigen Komponenten darauf. So reist der Speicher in einem legal wirkenden Server. Er landet in Hongkong und geht weiter nach Shenzhen. Techniker erhitzen die Platinen, um das Lötzinn zu erweichen, und heben die Speicherchips ab. Ein Broker in Shenzhen sagte, eine einzelne HBM3E-Einheit habe vor einem Jahr für mehrere hundert Dollar den Besitzer gewechselt. Jetzt koste sie etwa 4.000 Dollar.

Ein KI-Chip braucht sechs bis acht davon. Ein Broker kann mit dem Speicher in jeder KI-GPU also 24.000 bis 32.000 Dollar verdienen.

Laut Tom's Hardware kostet Huaweis Ascend 950DT etwa 37.000 Dollar. Er erreicht rund die Hälfte der Leistung der Nvidia H100 der vorigen Generation. Huawei hat Kunden aufgefordert, den HBM für seine Server selbst zu beschaffen. Samsung und SK hynix sind gesperrt. Chinesischen Speicherherstellern fehlt die Kapazität. Der chinesische Hersteller CXMT hat mit der Risikoproduktion von HBM3E begonnen. Bis Jahresende soll die Serienproduktion erreicht werden. Die Ausbeute ist Berichten zufolge aber niedrig.

Pekings Konsultation zur Liste der 40 Technologien endet am 15. November. Bis dahin läuft der Handel weiter durch Lücken, die keine Liste erfasst. Dazu gehören Cloud-Verträge, getauschte Komponenten und das Gepäck von Pendlern, die nach Shenzhen einreisen.

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Quellen

28
  1. 01Machine Tools Excluded From First Wave of China Export Controls, but Syntec Still Posts Two Straight Limit-Down DaysEN
  2. 02China’s Risky Plan to Restrict Hi-Tech ExportsEN
  3. 03Nvidia pushes cloud customers to cut back on China businessEN
  4. 04AI chip smugglers exploit trade control loophole to bring banned HBM from South Korea into ChinaEN
  5. 05China proposes AI export curbs to keep core technology at homeEN
  6. 06'This is a pivot point': China's exports projected to avert 24% of global CO2 emissions - FortuneEN
  7. 07Analysis: China’s clean-tech exports in 2026 to avoid as much CO2 as Brazil emits in a yearEN
  8. 08China's record-breaking exports of clean tech are making a big dent in emissions, report saysEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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