UMG und TikTok schließen mehrjährigen globalen Lizenzvertrag mit Klauseln zum Entfernen von KI-Musik
Universal Music Group und TikTok haben am 22. Mai 2026 einen mehrjährigen globalen Lizenzvertrag unterzeichnet. Er hält die Kataloge von UMG im Tonträger- und Verlagsbereich bei TikTok und verpflichtet beide Seiten, nicht genehmigte KI-generierte Musik zu entfernen.

Was der Vertrag umfasst
Die Vereinbarung weitet Marketing- und Werbekampagnen aus und gibt UMG-Künstlern Zugang zu E-Commerce und weiteren Werkzeugen, die sich an Künstler richten, teilte UMG mit. Sie enthält zudem Regelungen für "KI-Schutzmaßnahmen, die menschliche Kunst fördern" und für eine bessere Zuordnung von Künstlern und Songwritern, so die Unternehmen. Laut UMG sollen diese Schutzmaßnahmen sicherstellen, dass die Erlöse der Plattform tatsächlich bei Künstlern und Songwritern ankommen. Finanzielle Details wurden nicht genannt, die Ankündigung bezeichnet die Laufzeit nur als mehrjährig.
Der Vertrag baut auf der Partnerschaft auf, die beide Unternehmen 2024 angekündigt hatten, berichtete Billboard. Diese Partnerschaft beendete einen Streit, nachdem der vorherige Vertrag von UMG im Januar 2024 ausgelaufen war. UMG zog seinen Katalog in den ersten drei Monaten jenes Jahres von TikTok ab, auch das Verlagsrepertoire verschwand. Music Week berichtete, die Entfernungen im Verlagsbereich trafen auch Künstler, die bei Nicht-UMG-Labels unter Vertrag stehen und mit UMPG-Songwritern zusammenarbeiten. UMPG hatte seinen Songwritern während des Streits 2024 mitgeteilt, TikTok habe "nicht zugestimmt, den fairen Wert eurer Songs anzuerkennen". Die Gespräche hätten auch den Schutz von Songwritern vor KI und die Sicherheit von Nutzern im Netz betroffen, erklärte UMPG.
Warum KI zum Streitpunkt wurde
Im Podcast On the Record von Billboard sagte Michael Nash, Chief Digital Officer von UMG, im Januar, TikTok habe vorgeschlagen, KI-generierte Inhalte zu denselben Bedingungen zu vergüten wie die Musik von Künstlern. "Das würde den Tantiemenpool der Künstler verwässern", sagte er. Nash erklärte, die Einigung von 2024 habe "Anti-Verwässerungs"-Schutz gebracht, UMG-Tantiemen würden also nicht durch reine KI-Inhalte verwässert. Die neue Vereinbarung weitet das "Bekenntnis zu KI-Schutzmaßnahmen, die menschliche Kunst fördern" von TikTok und UMG aus, so die Darstellung von Billboard.
Startup Fortune schrieb, die Streitfragen seien "vom Beschwerdebrief zur Vertragssprache" gewandert. UMG versuche die Lücke bei nicht lizenzierter KI-Musik zu schließen, indem es "die Erlaubnis zum Ausgangspunkt" mache. KI-Musik solle "lizenziert, nachverfolgt, zugeordnet und bezahlt sein, bevor sie Größenordnung erreicht".
Wie das Entfernen funktionieren könnte
Die öffentliche Ankündigung legt nicht jeden Durchsetzungsmechanismus offen, berichtete Startup Fortune. Die Erkennung sei schwierig, wenn KI-Audio leicht verändert, unter Video gelegt, beschleunigt, neu abgemischt oder über verschiedene Konten hochgeladen werde, so das Medium. Der Vertriebsdienst SoundOn von TikTok nutze Berichten zufolge Erkennungstechnik von ACRCloud, um nicht genehmigte oder manipulierte Tracks vor der weiteren Verbreitung zu identifizieren. Startup Fortune schrieb, falsch positive Treffer könnten legitime Kreative treffen. Bei falsch negativen Treffern bliebe Labels nur das Argument, die Plattform tue zu wenig.
Billboard berichtete, Lizenzverträge zwischen Musikunternehmen und Tech-Plattformen liefen in der Regel etwa zwei bis drei Jahre. UMG und TikTok bezeichneten ihren Vertrag nur als mehrjährig und nannten seine genaue Laufzeit nicht.
Was die Unternehmen sagten
Nash sagte: "Wir sind stolz auf die Pionierarbeit, die wir mit TikTok geleistet haben, um unseren Künstlern und Songwritern breite Vorteile zu schaffen. Mit dieser neuen Vereinbarung freuen wir uns darauf, innovative neue Fan-Erlebnisse voranzutreiben, die Monetarisierung in sozialen Medien weiter zu verbessern und menschliche Kunst zu schützen und stärker zur Geltung zu bringen."
Tracy Gardner, globale Leiterin der Musikgeschäftsentwicklung bei TikTok, sagte, die Vereinbarung "wird helfen, noch mehr Möglichkeiten für Künstler und Songwriter zu schaffen, Publikum zu erreichen, ihre Communities auszubauen und weltweit Karriereerfolg zu erzielen."
Quellen
38- 01Universal Music Group and TikTok's Deal Secures Artist Royalties and AI ProtectionsEN
- 02Universal and TikTok make AI music a licensing issueEN
- 03TikTok and Universal Music Group Announce Global Licensing DealEN
- 04Spotify and Universal Music Group: AI Licensing Deal for Fan-Made Covers and Remixes (May 21, 2026)EN
- 05UMPG tells its songwriters that TikTok does not 'recognise the fair value of your songs'EN
- 06Universal and Warner push for AI licensing deals: A new era for music rights? - RouteNoteEN
- 07Universal Music Group partners with Hook to license fan-created content across social media - Music Business WorldwideEN
- 08Who Is Building the Future of AI Music? Start With These 11 Companies - BillboardEN
- 09Hook, AI-Powered Music Remixing App, Strikes UMG Deal as It Takes Social-Forward Approach to Fan-Created Remixes (EXCLUSIVE)EN
- 10How TikTok is changing the music industry and the way we discover new, popular songsEN
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