Yichun genehmigt Umweltbericht für CATLs Lithiummine Jianxiawo
Das Amt für Ökologie und Umwelt der Stadt Yichun hat am 30. Oktober den Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für CATLs Lithiumprojekt Jianxiawo genehmigt. Die Genehmigung nennt keinen Termin für den Neustart einer Mine, deren Nennkapazität bei knapp 150.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent pro Jahr liegt.

Details der Genehmigung
Das Gebiet Zhenkouli-Jianxiawo liegt teils im Kreis Yifeng, teils im Kreis Fengxin in der Provinz Jiangxi und umfasst 2,5029 Quadratkilometer, teilte das Amt für Ökologie und Umwelt der Stadt Yichun in seiner Genehmigung mit. Die Behörden behandelten das Vorhaben als Neuentwicklung. Die geplante Abbaurate liegt bei 98 Prozent, die nutzbaren Erzreserven betragen rund 513.525.000.000 Tonnen. Die jährliche Förderkapazität liegt bei 30.000.000 Tonnen, die geplante Laufzeit der Mine bei 18 Jahren. Das Erz wird zerkleinert und dann entweder per Förderband zur Aufbereitung gebracht oder für den externen Verkauf verladen. Die Gesamtinvestition beträgt rund 4.350.000.000 RMB, davon etwa 288.000.000 RMB oder 6,61 Prozent für den Umweltschutz.
Die Genehmigung betrifft die Umweltverträglichkeitsprüfung, eine separate Hürde neben der Abbaulizenz, die im August 2025 ablief. Einen Termin für den Neustart nennt der Bescheid nicht.
Die Genehmigung bringt kein Erz auf den Markt. Nach dem System der "drei Gleichzeitigkeiten" müssen Umweltschutzeinrichtungen gemeinsam mit dem Hauptprojekt geplant, gebaut und in Betrieb genommen werden.
Yichun Times New Energy Mining muss eine Genehmigung zur Schadstoffeinleitung erhalten, bevor Produktionsanlagen anlaufen oder Emissionen entstehen. Das Projekt darf den Betrieb erst aufnehmen, wenn die begleitenden Umweltschutzeinrichtungen die Abnahmeprüfung bestanden haben. Für beide Schritte nennt der Bescheid keinen Zeitplan. Benchmark Mineral Intelligence hatte erklärt, die Umweltprüfung könne sich bis 2027 hinziehen.
Wie es so weit kam
Die Schwierigkeiten von Jianxiawo reichen bis August 2025 zurück. Damals lief die Abbaulizenz aus, weil China die Regeln zur Klassifizierung von Mineralien verschärfte und die lithiumhaltigen Tone der Lagerstätte strengeren Maßstäben unterwarf. CATL stellte den Betrieb dort ein. Die Einstufung des Projekts änderte sich von keramischem Ton mit Lithiumanteil zu Lithiumerz, was eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung erforderte. Dieser Bericht ging am 27. Juli in die öffentliche Anhörung. Am 29. Juni 2026 erhielt CATL eine Genehmigung für den sicheren Betrieb und nahm damit eine frühere Hürde.
Am Freitag, 7. August, meldete Shanghai Securities News, die Mine warte weiter auf die Umweltgenehmigung, und CATL sei aufgefordert worden, die Prüfverfahren so schnell wie möglich abzuschließen. Das Amt für Ökologie und Umwelt des Kreises Yifeng teilte der Zeitung mit, die Mine bleibe im Wartungsbetrieb, Erz werde weder transportiert noch zerkleinert.
Ein kurzer, informeller Neustart im Juli umging einen ungelösten Streit um den Absetzteich der Mine. Marktquellen verwiesen laut Benchmark auf mehr als 70 formelle Berichte. Satellitenbilder zeigten, dass die Aktivität im Juni wieder einsetzte und in der ersten Augustwoche erneut stoppte, so das Unternehmen.
Die Versorgungsrechnung
Benchmark senkte seine Prognose für die Förderung 2026 in Jianxiawo auf 32.000 Tonnen LCE von 62.500 Tonnen. Darin spiegeln sich die bereits während des Stillstands verlorene Produktion und das Risiko, dass die Genehmigung ins vierte Quartal rutscht. Die Prognose für 2027 blieb bei etwa 99.000 Tonnen. Beide Werte liegen unter der Nennkapazität von knapp 150.000 Tonnen pro Jahr. Andere Minen in Jiangxi dürften 2026 etwa 108.000 Tonnen LCE produzieren, mehr als das Dreifache dessen, was Benchmark in diesem Jahr aus Jianxiawo erwartet. Kontrollen könnten ähnliche Mängel bei Abfällen und Absetzbecken aufdecken.
Die Störung trifft einen Markt, den die Lithiumnachfrage aus stationären Batteriespeichern und besser laufende Elektroautoverkäufe gerade neu ordnen. Seit dem Ende des Preisbooms 2022 drückte ein Überangebot den Markt. Albemarle, der größte Lithiumproduzent der Welt, nannte die Nachfrage aus der stationären Speicherung in seiner Telefonkonferenz zu den Augustzahlen "off the charts".
Die Erwartung ungünstiger Prüfergebnisse könnte Produzenten dazu treiben, schneller abzubauen und Quoten zu nutzen, die sonst ungenutzt blieben, sagten Analysten von BMI.
Wie es weitergeht
Die nächste Hürde ist die Genehmigung zur Schadstoffeinleitung, danach die Abnahme der Umweltschutzeinrichtungen. Erst dann darf das Projekt den Betrieb förmlich aufnehmen. Für die erste Tonne nennt die Genehmigung kein Datum.
Quellen
14- 01[SMM Flash] CATL-Affiliated Jianxiawo Lithium Mining Project Receives EIA ApprovalEN
- 02China's biggest lithium mine loses licenceEN
- 03CATL's Jianxiawo lithium mine remains closed pending environmental approvalEN
- 04CATL's Jianxiawo lithium mine remains closed pending environmental approval, state media reportsEN
- 05CATL's Jianxiawo lithium mine remains closed pending environmental approval, state media reportsEN
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- 07Can battery swapping and energy storage power CATL’s next phase of growth?EN
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