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Sumitomos Anlage in Ehime ist Japans erste Recyclinganlage für EV-Batterien

Weltweit bleibt die Recyclingkapazität für EV-Batterien unterausgelastet, weil der erwartete Umstieg auf Elektroautos langsamer vorankommt als angenommen, berichtete Nikkei Asia am 19. Oktober 2026 [2]. Sumitomo Metal Mining hat in der Präfektur Ehime Japans erste Recyclinganlage für EV-Batterien im kommerziellen Maßstab in Betrieb genommen, meldete Argus Media am 14. September 2026 [5].

AutoAnalyseSven AlbrechtVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 33
Sumitomos Anlage in Ehime ist Japans erste Recyclinganlage für EV-Batterien

Was Sumitomo in Betrieb genommen hat

Die Kapazität der Anlage entspricht nach Angaben des Unternehmens etwa 10.000 Tonnen Batteriezellen pro Jahr [5]. Das sind grob 60.000 EVs mit 40-kWh-Paketen [5].

Zurückgewonnen werden Nickel, Kobalt, Lithium und Kupfer aus verbrauchten Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektroautos und anderen Anwendungen stecken, teilte Sumitomo Metal Mining Argus Media mit [5]. Die Arbeit verteilt sich auf zwei Standorte in der Präfektur Ehime: die Schmelzhütte Toyo in der Stadt Saijo und die Nickelraffinerie in Niihama [5]. Der Vollbetrieb soll im Geschäftsjahr 2028 beginnen [5]. Sumitomo machte keine Angaben zur Investitionssumme, zu den Rückgewinnungsmengen oder zu den Rückgewinnungsraten für einzelne Metalle [5]. Die Anlage gibt japanischen Autoherstellern einen Weg im eigenen Land für vier Metalle, die Japan fast vollständig importiert [1].

Nikkei Asia berichtete am 11. September 2026, die Anlage sei Japans erste Recyclinganlage für EV-Batterien [4]. Sie soll den Abfluss von Seltenerdmetallen bremsen [4].

Warum eine Hütte und kein Start-up sie gebaut hat

Das zurückgewonnene Nickel und Kobalt wird zu einer hochreinen Nickel-Kobalt-Mischlösung verarbeitet und an das Sumitomo-Werk Isoura geliefert, als Ausgangsstoff für Kathodenmaterialien von Batterien [5]. Das Unternehmen arbeitet mit Kanto Denka Kogyo zusammen, um seine Schmelz- und Raffiniertechnik mit dem Verfahren von Kanto Denka zur Rückgewinnung von hochreinem Lithium zu verbinden [5]. Das erklärte Ziel ist ein Batterie-zu-Batterie-System, bei dem zurückgewonnene Metalle in neuen Batteriematerialien wiederverwendet werden [5]. Der Ausgangsstoff soll aus dem In- und Ausland kommen, darunter Black Mass und Ausschuss aus der Batteriefertigung [5]. Black Mass ist ein konzentriertes Material. Es entsteht durch Zerkleinern, Neutralisieren und Aufbereiten verbrauchter Batterien [5].

Sumitomo ist nicht das einzige japanische Unternehmen, das solche Kapazitäten aufbaut. JX Advanced Metals hat bereits Anlagen, die Lithium, Nickel und Kobalt aus gebrauchten EV-Batterien herauslösen können, berichtete Nikkei Asia [2].

Der politische Rahmen

Regierung und Industrie legten 2022 eine Batterieindustriestrategie fest [5]. Sie zielt auf 150 GWh Fertigungskapazität pro Jahr in Japan und 600 GWh weltweit bis 2030 [5]. Meti schätzt, dass 600 GWh globale Kapazität jährlich 380.000 Tonnen Lithium, 310.000 Tonnen Nickel und 60.000 Tonnen Kobalt erfordern [5]. Dieselbe Schätzung nennt einen Graphitbedarf von 600.000 Tonnen pro Jahr und 50.000 Tonnen Mangan [5]. Japan importiert praktisch sein gesamtes Lithium, Kobalt, Nickel und seine Seltenerdelemente, und ein großer Teil der Raffinierung lief historisch über China [1].

Öffentlich-private Ziele sehen bis zum Geschäftsjahr 2030 eine Rückgewinnungsquote von 70% bei Lithium und 95% bei Nickel und Kobalt aus Speicherbatterien vor [1]. Ein Gesetz von 2026 erfasst kleinere Batterien. Es verpflichtet Hersteller und Importeure, kleine tragbare Batterien aus Mobiltelefonen, Vapes und Elektrowerkzeugen zu sammeln und zu recyceln [1].

Das Sammelproblem, das niemand gelöst hat

Die Sammlung ist der Engpass. Offizielle Kanäle in Japan erfassen nur 14% der Lithium-Ionen-Batterien am Ende ihrer Lebensdauer [1].

Viele japanische EVs werden am Ende ihres Lebens exportiert, was die Metalle ins Ausland bringt [1]. Die Batteriechemie reicht von NMC bis LFP und macht automatische Sortierung schwierig [1]. Die meisten ausgedienten Batterien erreichen nie einen Recycler, und die Brandgefahr erschwert die Logistik, berichtete Glitchwire im April [1]. China wickelt noch immer geschätzt 78% der weltweiten Vorbehandlungskapazität ab [1].

Redwood Materials ist ein Recycler aus den USA. Das Unternehmen verarbeitet die Menge von 250.000 EVs pro Jahr und meldet Rückgewinnungsraten über 95% für Lithium, Nickel, Kobalt und Kupfer, laut einem Bericht von Glitchwire im April [1].

Der Markt sollte von rund 13.000.000.000 US-Dollar im Jahr 2025 auf 70.000.000.000 US-Dollar bis 2035 wachsen, berichtete Glitchwire im April [1]. Die jährliche Wachstumsrate wurde mit 18% bis 30% angegeben [1].

Wie es weitergeht

Der Vollbetrieb der Anlage in Ehime ist für das Geschäftsjahr 2028 geplant [5]. Die Anlage wird Ausgangsstoff sowohl aus dem Inland als auch aus Übersee beziehen, sagte Sumitomo zu Argus Media [5]. Das Sammelgesetz von 2026 und die Rückgewinnungsziele für das Geschäftsjahr 2030 sind die Fristen, an denen sich die Anlage messen lassen muss [1]. Rückgewinnungsraten für einzelne Metalle hat Sumitomo nicht veröffentlicht [5].

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Quellen

33
  1. 01SMM commissions Japan's 1st EV battery recycling plantEN
  2. 02Sumitomo Metal launches Japan's first EV battery recycling plantEN
  3. 03As EV adoption slows, battery recyclers beyond China struggle to stay in the gameEN
  4. 04Japanese Recyclers Hit 90% Lithium Recovery, Turning Dead Batteries Into Strategic AssetsEN
  5. 05Sumitomo aims to expand battery energy storage in Japan with UK experience - Nikkei AsiaEN
  6. 06Revolta installs first 10 kWh sodium-ion home battery in GermanyEN
  7. 07Why batteries, not gas plants, should be data centers' first choiceEN
  8. 08Google’s first Wyoming data centre will run on gas with carbon captureEN
  9. 09Janus Electric secures battery supply deal for its battery-swap semi truckEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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