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AMDs Prognose von 17 Milliarden Dollar für das vierte Quartal hellt Ausblick für Chipausrüstung und Packaging auf

AMD hat am Dienstag, dem 3. November, mitgeteilt, dass der Umsatz im vierten Quartal 17 Milliarden Dollar betragen soll, plus oder minus 3 Prozent. Damit liegt die Prognose über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 16,3 Milliarden Dollar.

KI & ModelleNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 16
AMDs Prognose von 17 Milliarden Dollar für das vierte Quartal hellt Ausblick für Chipausrüstung und Packaging auf

AMD nennt eine Zahl für die KI-Nachfrage

Für Chipkäufer und Investoren ist das die klarste kurzfristige Zahl, die zeigt, dass die Ausgaben für KI-Rechenzentren nicht ins Stocken geraten sind. Für Zulieferer von Ausrüstung, Packaging und Materialien deuten die Folgeprognosen darauf hin, dass die Nachfrage auf Test, Montage und fortschrittliches Packaging übergreift. Unklar bleibt, wie stark die Nachfrage von wenigen Hyperscale-Kunden abhängt und ob die Zulieferer schnell genug Kapazitäten aufbauen können.

Die AMD-Aktie stieg nach der Prognose im späten Handel um rund 7 Prozent. Bloomberg bezeichnete das Unternehmen als wichtigen Herausforderer von Nvidia bei KI-Chips. Die Prognosen, die daran anknüpfen, reichen bis 2028 und 2032. Sie stammen von Branchenverbänden und Research-Firmen, nicht aus den Auftragsbüchern der Chiphersteller.

Han Teng Chua, leitender Ökonom bei DBS, sagte, KI-bezogene Aktien hätten zuletzt erhebliche Schwankungen erlebt. Anleger fragen sich, ob diese Ausgaben durchzuhalten sind.

Prognosen für Ausrüstung und Packaging folgen

SEMI erwartet für 2026 einen weltweiten Umsatz mit Halbleiterausrüstung von 165,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 23,2 Prozent gegenüber 2025. Der Branchenverband sieht die Zahl bis 2028 einen Rekordwert von 229,5 Milliarden Dollar erreichen.

TrendForce, zitiert im selben Beitrag der Globe and Mail, schätzt die Investitionsausgaben der neun größten Cloud-Unternehmen für 2026 auf rund 830 Milliarden Dollar. Diese Ausgaben werden zu Bestellungen für die Anlagen. Der Umsatz mit Testausrüstung soll 2026 um 31,0 Prozent auf 15,3 Milliarden Dollar steigen, nach einem Plus von 55,3 Prozent im Jahr 2025. Montage- und Packaging-Anlagen sollen in diesem Jahr um 9,6 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar wachsen.

Materialien stehen weiter unten in der Kette. ResearchAndMarkets beziffert Packaging-Materialien für 2026 auf 51,22 Milliarden Dollar. Bis 2032 sollen sie mit einer jährlichen Wachstumsrate von 10,72 Prozent auf 94,76 Milliarden Dollar steigen.

Das Wachstum wird mit heterogener Integration und Chiplet-Architekturen begründet. Diese beschleunigen laut dem Bericht die Nachfrage nach hochdichten Substraten, Interposern und Lotmaterialien mit feiner Pitch. Substrate mit geringer Verformung, verlustarme Dielektrika und thermische Grenzflächenmaterialien werden als Prioritäten genannt. Auch die Einhaltung der RoHS- und REACH-Regeln prägt die Materialauswahl, heißt es in dem Bericht.

Edge-Chips und Teardown-Arbeiten

The Business Research Company schätzt KI-Halbleiter für Edge-Anwendungen auf 8,13 Milliarden Dollar im Jahr 2026, nach 6,89 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Der Markt soll bis 2030 auf 15,5 Milliarden Dollar wachsen, mit einer jährlichen Rate von 17,5 Prozent.

Dieselbe Mitteilung beziffert das Wachstum von 2025 auf 2026 mit 17,9 Prozent. Das ist etwas schneller als die 17,5 Prozent, die für den Rest des Jahrzehnts prognostiziert werden. Edge-Chips führen Inferenz auf dem Gerät aus statt in einem Rechenzentrum. Die Mitteilung nennt IoT-Einsatz und die Nachfrage nach Verarbeitung mit geringer Latenz als Treiber.

Teardown-Arbeiten sind ein kleinerer Markt, der in dieselbe Richtung zeigt. ResearchAndMarkets prognostiziert Halbleiter-Teardown-Dienste für 2026 auf 795,34 Millionen Dollar und bis 2032 auf 1,23 Milliarden Dollar, mit einer jährlichen Rate von 7,51 Prozent. Als Anwendungen nennt der Bericht Reverse Engineering, Due Diligence zu geistigem Eigentum, Fehleranalyse und die Erkennung von Fälschungen. Die Nachfrage wird mit fortschrittlichem Packaging, Chiplets, Through-Silicon-Vias und wachsender Prüfung der Lieferketten begründet.

Mit 7,51 Prozent pro Jahr ist das die langsamste der oben genannten Wachstumsraten.

Hersteller in Singapur sehen das Auftragsbuch

Die Quartalsumfrage des Singapore Economic Development Board wurde am Montag, dem 2. November, veröffentlicht. Sie ergab, dass 29 Prozent der Hersteller zwischen Oktober und März 2027 eine Verbesserung der Geschäftslage erwarten, während 5 Prozent sie schwächer sehen. Die Optimisten lagen um 24 Prozentpunkte vor den Pessimisten, nach 12 Punkten in der vorigen Umfrage.

Präzisionstechnik war der positivste Bereich, mit einem Vorsprung der Optimisten von 48 Prozentpunkten, gestützt auf Investitionswachstum bei Halbleitern und KI. Auch die Elektronik war positiv, getrieben von KI-Anwendungen und Halbleiternachfrage. Die Umfrage erfasste 397 Hersteller, von denen 83 Prozent antworteten, und lief zwischen September und Oktober. Die Chemiebranche entwickelte sich gegenläufig, mit einem Vorsprung der Pessimisten von 13 Prozentpunkten. Erdölunternehmen nannten Unsicherheit über die Versorgung mit Rohöl als Grund.

Kapazität ist der Engpass

Chua sagte, die KI-Investitionsausgaben dürften für den Rest des Jahres stark bleiben, und verwies auf jüngste Geschäftsberichte großer US-Hyperscaler.

Chua sagte außerdem, begrenzte Kapazitäten könnten für Unternehmen, die ihre Produktion ausweiten wollen, eine große Herausforderung bleiben. Dieser Vorbehalt steht den obigen Lieferkettenprognosen entgegen. Die Zahlen zu Ausrüstung und Packaging sind Prognosen Dritter von SEMI und ResearchAndMarkets. Keine davon klärt, wie stark die zugrunde liegende Nachfrage bei einer Handvoll Hyperscale-Käufer konzentriert ist.

Die Bereiche Präzisionstechnik und Elektronik in Singapur sind der Teil der Umfrage, der dieser Frage am stärksten ausgesetzt ist. Beide hängen von Aufträgen ab, die an KI-Rechenzentren und Halbleiterausrüstung gebunden sind.

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Quellen

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  1. 01AMD Forecast Exceeds Estimates After AI Chip Demand SoarsEN
  2. 02AMD forecast exceeds estimates after AI chip demand soarsEN
  3. 03Semiconductor Equipment Market Outlook: How AI Demand Is Driving Test, Packaging and Inspection GrowthEN
  4. 04Semiconductor Packaging Materials Market - Global Forecast 2026-2032EN
  5. 05Semiconductor Teardown Services Market Forecast 2026-2032EN
  6. 06AI on Edge Semiconductor Market Size, Share, Trends and Growth Forecast to Reach $15.5 Billion by 2030EN
  7. 07Strong AI demand lifts business outlook as Singapore manufacturers grow more optimistic about next six monthsEN
  8. 08Overshoot Demands a New Era of Adaptation, Loss & Damage, and Climate JusticeEN
  9. 09AI Is Changing How Semiconductor Fabs Work — and Engineers Are Moving Faster Because of ItEN
  10. 10Hybrid wind-solar-battery plants can power Kazakhstan’s demand growthEN
  11. 11Electric trucks hit 50% of China’s heavy truck sales, diesel demand fallsEN
  12. 12Record Demand Catches (Some) OEMs with Their Pants Down — Europe September 2026EN
  13. 13Benchmarking Forecasting Agents on Yesterday's TomorrowsEN
  14. 14Ask on Demand: Targeted Peer Communication for Parallel Agentic SystemsEN
  15. 15AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
  16. 16LaLiga president Tebas demands Man City ‘justice’ over Premier League chargesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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