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Canva streicht und formt 22 % der Belegschaft um, während Studien auf den Druck bei Berufseinsteigern zeigen

Canva hat am 3. November mitgeteilt, dass 1.271 Menschen, also 22 % der Belegschaft, ihren Job verlieren, die Rolle wechseln oder in zentrale Standorte umziehen werden. Die Umstrukturierung fällt mit neuen Untersuchungen zusammen, die zeigen, wie KI die Einstellung von Berufseinsteigern verändert und welche Qualifikationen heute Geld bringen.

KI & ModelleNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 7
Canva streicht und formt 22 % der Belegschaft um, während Studien auf den Druck bei Berufseinsteigern zeigen

Canva streicht und formt 22 % der Belegschaft um

Canva hat Stellenstreichungen und einen umfassenden Umbau angekündigt, der mehr als ein Fünftel der Belegschaft betrifft.

Vorstandschefin Melanie Perkins kündigte den Schritt in einer Mitteilung an die Beschäftigten an, die auf der Website des Unternehmens veröffentlicht wurde. Bloomberg berichtete am 3. November über das Schreiben. Rund 1.271 Menschen, also 22 % der Canva-Belegschaft, verlieren ihren Job, wechseln die Rolle oder ziehen in zentrale Standorte um. Der Bericht beschreibt KI als Auslöser einer strukturellen Abrechnung bei einem der bekanntesten Technologieunternehmen Australiens.

Für Berufseinsteiger und Arbeitgeber lautet die Frage, welche Einstiegspositionen bleiben und welche Qualifikationen heute bezahlt werden. Die 22 % bei Canva zeigen, dass Umstrukturierung keine Theorie ist. Die folgenden Studien liefern die Zahlen zur anderen Seite.

Was die neuen Arbeitsmarktstudien sagen

Ein White Paper des IIT Madras erschien am 26. Oktober. Es argumentiert, dass KI Aufgaben innerhalb von Berufen automatisiert und nicht ganze Professionen abschafft.

Die Autoren warnen, dass die Automatisierung routinemäßiger Aufgaben auf Juniorenebene klassische Karrierewege in IT, Finanzwesen und Unternehmensdienstleistungen schwächen könnte. Balaraman Ravindran, Leiter des Centre for Responsible AI und der Wadhwani School of Data Science and AI am IIT Madras, sagte, das Papier stelle die Annahme infrage, KI nehme zwangsläufig Arbeitsplätze weg. Gokul S Krishnan, Forschungsdirektor am CeRAI, formulierte es enger. Dass KI eine Aufgabe übernehme, bedeute nicht automatisch das Ende eines Arbeitsplatzes. Das Ergebnis hänge von Kosten, Leistungsfähigkeit, Regulierung, Sicherheit und davon ab, wie Organisationen Rollen neu zuschneiden.

Die Einstellungsprognosen von HAN Digital beschreiben die Nachfrageseite. Der IT-BPM Graduate Hiring Outlook 2027 rechnet mit etwa 2,1 lakh Neueinstellungen von Berufseinsteigern im Geschäftsjahr 2026-27, 20 % mehr als 1,75 lakh im Geschäftsjahr 2025-26.

Innerhalb dieser Zahlen gehen die Gehälter auseinander. HAN Digital schätzt, dass AI/ML-Ingenieure mit KI-fähigen Qualifikationen 8 bis 22 lakh Rupien im Jahr verdienen können, gegenüber 6 bis 12 lakh für jene ohne solche Qualifikationen. Ähnliche Aufschläge zeigen sich in Softwareentwicklung, Full-Stack-Entwicklung, Data Science, DevOps und Cloud sowie Datenanalyse. Ein am 31. Oktober veröffentlichtes White Paper der University of Phoenix ergänzt die Sicht der Beschäftigten: 50 % geben an, den Umgang mit KI selbstständig gelernt zu haben, ohne formelle Schulung durch den Arbeitgeber.

Der Druck auf Berufseinsteiger

Die Forscher des IIT Madras benennen sieben Wege, über die KI Arbeit verändert. Dazu gehören kostengetriebene Automatisierung und Aufgaben, die menschliches Urteilsvermögen verlangen.

Sie beschreiben außerdem eine Geografie der KI-Kosten. Erschwingliche Werkzeuge könnten die Automatisierung in Business Process Outsourcing, Buchhaltung und Fertigung beschleunigen, während anspruchsvolle Arbeit in Rechtsrecherche und medizinischer Bildgebung in gut ausgestatteten städtischen Zentren bleibt. HAN Digital nennt die Rollen, die schon unter Druck stehen: manuelles Testen, Junior-Qualitätssicherung, einfacher Anwendungssupport, routinehafte Dateneingabe und klassischer Support per Telefon.

Am anderen Ende wächst die Nachfrage. HAN Digital verweist auf AI/ML-Ingenieure, Entwickler generativer KI und Cybersecurity-Rollen als Bereiche, die Personal aufbauen.

Zahlen im Vergleich

Die prognostizierten 2,1 lakh Neueinstellungen von Berufseinsteigern für das Geschäftsjahr 2026-27 liegen 20 % über 1,75 lakh, aber deutlich unter den rund 4 lakh Berufseinsteigern, die im Geschäftsjahr 2021-22 eingestellt wurden. Die Erholung ist real und zugleich teilweise. HAN Digital erwartet, dass IT-Dienstleister etwa 1,25 lakh der Gesamtzahl stellen, also 60 %, während globale Kompetenzzentren bei rund 60.000 liegen.

Die Lücke zeigt sich in beide Richtungen. 60 % der Beschäftigten sagen, sie wünschen sich mehr Anleitung beim Erlernen von KI-Werkzeugen, und 62 % der Arbeitgeber sagen, Beschäftigte entwickeln KI-Fähigkeiten schneller, als ihre Organisationen mithalten können. 48 % der Arbeitgeber sorgen sich, KI-kompetente Talente zu halten.

Die Messung ist die Schwachstelle. Die Forscher des IIT Madras sagen, Indien fehle es weiterhin an belastbarer Arbeitsmarktforschung dazu, welche Qualifikationen KI automatisiert oder stärkt.

Wie es weitergeht

Das IIT Madras will billigere, engere Werkzeuge. Die Forscher empfehlen erschwingliche, aufgabenbezogene KI-Werkzeuge, indienspezifische Forschung zu Beschäftigungseffekten sowie strukturierte Umschulung und Wege für den Wechsel von Beschäftigten.

Das Papier der University of Phoenix macht einen ähnlichen Punkt zu Arbeitgebern. Stella Smith, Associate University Research Chair am Center for Educational and Instructional Technology Research der Universität, sagte, Beschäftigte im ländlichen Raum bauten womöglich bereits wertvolle KI-Fähigkeiten aus eigener Kraft auf, doch Arbeitgeber bräuchten Systeme, die diese Fähigkeiten erkennen, entwickeln und einsetzen helfen. Das Papier warnt zudem, dass eine informelle, unkoordinierte Einführung von KI Risiken birgt, darunter uneinheitliche Praktiken am Arbeitsplatz und Fragen der Datengovernance.

Canva hat die 1.271 nicht nach Ergebnis aufgeschlüsselt. Das Unternehmen hat nicht gesagt, wie viele die Firma verlassen, statt die Rolle zu wechseln oder umzuziehen.

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Quellen

7
  1. 01Canva Announces Layoffs, Job Changes for About 22% of WorkforceEN
  2. 02Entry-level jobs at risk as AI reshapes India's workforce: IIT-Madras studyEN
  3. 03AI jobs debate: IIT Madras study says tasks may change firstEN
  4. 04AI Skills Could Nearly Double Fresher Pay in Some Tech Roles: HAN Digital StudyEN
  5. 05White Paper Outlining Strategies to Address Rural AI Skills Gaps and Support Workforce Retention Published by the University of Phoenix College of Doctoral StudEN
  6. 06Rapid LLM development is outrunning the research meant to explain it, study findsEN
  7. 07Studying Fraudulent North Korean IT WorkersEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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