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Beilinson führt Israels erste roboterassistierte Lungentransplantation durch

Das Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikwa hat am Montag mitgeteilt, dass seine Chirurgen im Oktober Israels erste roboterassistierte Lungentransplantation vorgenommen haben. Sie arbeiteten mit dem da-Vinci-System über kleine Schnitte, ohne den Brustkorb vollständig zu öffnen.

GesundheitErklärtHanna VogtVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 28
Beilinson führt Israels erste roboterassistierte Lungentransplantation durch

Der Eingriff

Die Chirurgen des Beilinson-Krankenhauses in Petach Tikwa führten die Operation im Oktober durch. Das Team nutzte das da-Vinci-System über mehrere kleine Schnitte. Es verband eine Spenderlunge mit den Blutgefäßen und den Atemwegen des Empfängers. Das Ergebnis gab Beilinson am Montag bekannt. Die Klinik bezeichnete es als landesweit ersten Fall und erklärte, Israel gehöre damit zu einer kleinen Gruppe von Ländern, die diesen Eingriff beherrschen.

Eine herkömmliche Lungentransplantation verlangt oft eine ausgedehnte Öffnung des Brustkorbs, manchmal mit Durchtrennung des Brustbeins oder Auseinanderdrücken der Rippen.

Dr. Yuri Peysakhovich, Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie am Beilinson, führte die Operation. "Die roboterassistierte Lungentransplantation ist ein Wendepunkt für Lungentransplantationen in Israel", sagte er.

Warum die Technik zählt

Eine herkömmliche Lungentransplantation dauert in der Regel acht bis zehn Stunden und erfordert das Öffnen des Brustkorbs. Das verursacht starke Schmerzen nach der Operation und flaches Atmen. Patienten können dadurch schlechter abhusten und Sekret abgeben. Die Folge ist ein höheres Infektionsrisiko. Auch die Erholung dauert länger, oft mehrere Wochen. Die roboterassistierte Technik soll den Eingriff am Brustkorb verringern, indem sie durch kleinere Öffnungen arbeitet.

Die Ärzte hoffen, dass das weniger Schmerzen und leichteres Atmen bedeutet. Für künftige Patienten erhoffen sie sich außerdem kürzere Krankenhausaufenthalte.

Beilinson berichtete, sein Roboterpatient habe außer Paracetamol fast keine Schmerzmittel gebraucht und weniger Zeit auf der Intensivstation und insgesamt im Krankenhaus verbracht als vom Team erwartet. Dr. Dan Gurfiel, Leiter der kardio-thorakalen chirurgischen Intensivstation am Beilinson, sagte, die Erholung habe "alle Erwartungen übertroffen".

Das sind Beobachtungen an einem einzigen Patienten, und das Krankenhaus lieferte keine vergleichenden Ergebnisdaten. Ob die Technik die herkömmliche Chirurgie bei vielen Patienten zuverlässig übertrifft, ist nicht untersucht.

Die Vorbereitung dahinter

Dutzende Fachleute waren beteiligt. Darunter waren Chirurgen, Anästhesisten, Pneumologen, OP-Pflegekräfte, Intensivmediziner, Bediener der Herz-Lungen-Maschine und Mitarbeiter des Gewebetypisierungslabors.

Dr. Shai Fein leitet die Abteilung für Anästhesiologie und Operationssäle am Beilinson. Er sagte, die Roboterarme schränkten den direkten Zugang zum Patienten ein. Eines der schwierigsten Probleme sei die Reaktion auf einen Notfall gewesen, während die Instrumente im Brustkorb des Patienten lagen. Das Team probte in einer eigens dafür eingerichteten Simulation und plante Beatmung, Überwachung, Kreislaufmanagement und Notfallmaßnahmen. Vorsorglich wurde der Patient vorab an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, damit die Unterstützung bei Bedarf bereitstand.

Etwa einen Monat zuvor hatte Beilinson eine minimalinvasive Lungentransplantation durchgeführt. Sie nutzte zwei kleine Schnitte, einen über dem Bauch und einen im Brustkorb. Laut dem Krankenhaus sammelten die Chirurgen mit dem früheren Fall Erfahrung mit den kleineren Öffnungen vor dem roboterassistierten Eingriff.

Dr. Osnat Livne-Straichman leitet das Institut für Lungenerkrankungen und Allergien am Beilinson. Sie sagte, mehr als 1.000 Lungentransplantationen im Krankenhaus hätten den Eingriff möglich gemacht, berichtete i24NEWS. Sie schrieb das Verdienst dem multidisziplinären Team zu, das die Technik für geeignete Patienten in Israel verfügbar gemacht habe.

Wo Israel steht

Nach Angaben von Beilinson wurden weltweit etwa 20 roboterassistierte Lungentransplantationen durchgeführt, die erste vor drei Jahren in Spanien. Der israelische Fall reiht das Beilinson unter eine kleine Zahl von Zentren weltweit ein, die den Eingriff vorgenommen haben.

Wie es weitergeht

Etwa 20 Eingriffe weltweit sind eine dünne Grundlage für eine Technik, die das Krankenhaus zum Standard machen will. Peysakhovich sagte, das Team wolle diesen Punkt innerhalb von fünf Jahren erreichen. Hospital News berichtete, weitere Eingriffe, vergleichende Studien und eine längerfristige Nachbeobachtung seien nötig, um Sicherheit, Wirksamkeit und Eignung der Technik für verschiedene Empfänger zu bewerten. Das erklärte Ziel bleibt die Marke von fünf Jahren: die roboterassistierte Lungentransplantation ohne große Öffnung des Brustkorbs als Routine.

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Quellen

28
  1. 01MEDICAL BREAKTHROUGH: Beilinson Performs Israel's First Robotic Lung TransplantEN
  2. 02Israeli surgeons perform pioneering robotic-assisted lung transplant without traditional chest openingEN
  3. 03Doctors at Beilinson Medical Center perform Israel's first robot-assisted lung transplantEN
  4. 04Israel's First Robotic Lung Transplant Could Cut Pain, Recovery TimeEN
  5. 05Revolutionary procedure: Robotic lung transplant without fully opening chestEN
  6. 06Beilinson performs ground breaking robotic lung transplant in bid to ease recoveryEN
  7. 07The Media Line: Israel’s First Robotic Lung Transplant Could Cut Pain, Recovery TimeEN
  8. 08Robotics Startup Radar 2026EN
  9. 09How GlobalLogic helped Haystack Robotics build a UV disinfection robotEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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