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Pflegekräfte am Brigham and Women's kündigen unbefristeten Streik für den 12. November an

Die Pflegekräfte des Brigham and Women's Hospital legen am 12. November um 7 Uhr die Arbeit nieder, ohne Enddatum. Ihre Gewerkschaft reichte am Sonntag, dem 1. November, eine Streikankündigung mit zehntägiger Frist ein. Sie betrifft mehr als 4.000 Pflegekräfte, und die Massachusetts Nurses Association bezeichnet sie als den größten unbefristeten Streik examinierter Pflegekräfte in der Geschichte des Bundesstaats.

GesundheitAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 17
Pflegekräfte am Brigham and Women's kündigen unbefristeten Streik für den 12. November an

Ein Streik ohne Enddatum

Das Gesetz des Bundesstaats verlangt zehn Tage Vorlauf, bevor in einem Krankenhaus gestreikt wird. Deshalb reichte die Gewerkschaft die Ankündigung am 1. November für einen Beginn am 12. November ein.

Der Unterschied zum Juli ist das fehlende Enddatum. Der Streik läuft nach Angaben der Gewerkschaft so lange, bis das Brigham and Women's Hospital einem Tarifvertrag zustimmt. Ein unbefristeter Ausstand bedeutet eine Notbesetzung auf unbestimmte Zeit in einem der großen Häuser Bostons. Für die Pflegekräfte bedeutet er keine Lohnzahlungen und keinen Zuschuss des Krankenhauses zu ihren Krankenversicherungsbeiträgen, solange er dauert. Wie viele Ersatzkräfte das Krankenhaus holt und wie lange es sie halten kann, hat keine Seite gesagt.

Schon für den 14. Oktober war ein Ausstand angesetzt, dann wurde er verschoben, damit die Mitglieder über das Angebot des Krankenhauses abstimmen konnten.

Der Juli ist der einzige Anhaltspunkt dafür, wie das abläuft. Am 8. Juli streikten die Pflegekräfte einen Tag lang, es war der erste Streik in der Geschichte des Hauses. Danach sperrte die Geschäftsführung sie vier weitere Tage aus und erklärte, sie müsse Verträge mit fast 1.300 befristeten Ersatzkräften einhalten.

Das Krankenhaus erklärt, es sei vorbereitet. "Wir hatten gehofft, einen weiteren Streik zu vermeiden, sind aber darauf eingestellt, während eines jeden Arbeitsstillstands weiterhin sichere und hochwertige Versorgung zu leisten", hieß es in einer Mitteilung vom 1. November.

Was die Pflegekräfte fordern

Die Liste hat sich seit dem Sommer kaum bewegt: Obergrenzen für Leihkräfte, eine Zulage für Pflegekräfte, die zwischen Stationen eingesetzt werden, Wahlfreiheit bei der Versicherung und eine Gehaltsskala, die die Gewerkschaft für neue wie erfahrene Beschäftigte als wettbewerbsfähig bezeichnet.

Am 23. Oktober lehnten die Pflegekräfte das Angebot ab, das Mass General Brigham sein "letztes, bestes und endgültiges" nannte. Am 24. September hatten sie mit 93 Prozent, 2.986 zu 215, für die Ermächtigung zu einem unbefristeten Streik gestimmt.

"Wir sind bereit zu streiken, aber ebenso bereit, einen fairen Vertrag auszuhandeln, der die Patientenversorgung schützt, die Pflegekräfte respektiert und den Streik abwendet", sagte Kelly Morgan, Hebamme in der Geburtshilfe und Vorsitzende des Verhandlungskomitees. Dem Boston Globe sagte sie, der Ausstand sei "nichts, was wir tun wollen".

Am Geld hängt es. Der Globe berichtete, die Gewerkschaft habe für die ersten sechs Monate eines Vertrags 3 Prozent mehr gefordert und für die folgenden 12 Monate 4 Prozent. Das Angebot von Mass General Brigham vom 10. Oktober behielt die bestehende Stufenstaffel mit 5 Prozent jährlicher Erhöhung. Es fügte in jedem Jahr eines Vertrags bis zum 30. September 2028 eine neue oberste Stufe von 2,5 Prozent hinzu.

Die Bezahlung an der Spitze dieser Skala ist für lokale Verhältnisse schon hoch. Pflegekräfte am Brigham beginnen mit 86.700 Dollar im Jahr, und wer 20 Dienstjahre hat, verdient mindestens 220.000 Dollar, nach Angaben von Mass General Brigham. 1.322 Pflegekräfte, fast ein Drittel der örtlichen Gewerkschaft, liegen auf diesem Höchstwert.

Zwei Versionen der Finanzen

Jede Seite hat ihre eigene Bilanz. Die Gewerkschaft verweist auf den ausgewiesenen Gewinn von 2,39 Milliarden Dollar, den Mass General Brigham im letzten Geschäftsjahr gemeldet hat.

Der Konzern beschreibt es enger. Finanzvorstand Niyum Gandhi und Betriebsvorstand Ron Walls schrieben, Mass General Brigham liege "mehr als 300 Mio. Dollar hinter dem Budget". Die operative Marge von 0,3 Prozent bleibe unter dem Ziel von 1,5 Prozent, das der Konzern nach eigenen Angaben braucht, um die Patientenversorgung und den geplanten Brigham-Neubau zu finanzieren. Offen seien nur noch Themen, die "Vergütung und Leistungen betreffen, einschließlich Löhnen und Krankenversicherung", teilte das Krankenhaus mit. Vorschläge zur Patienten- oder Arbeitssicherheit stünden nicht mehr zur Debatte.

Die Gewerkschaft bestreitet diese Darstellung. Sie nennt den Ausstand einen Streik wegen unfairer Arbeitspraktiken und verweist auf Bundesbeschwerden, die seit Juli gegen das Krankenhaus eingereicht wurden.

Der Druck im Konzern steht außer Frage. STAT berichtete am 3. November, Vorstandschefin Anne Klibanski habe am späten Montag zuvor ihren rund 85.000 Beschäftigten eine E-Mail geschickt und vor dringenden finanziellen Problemen gewarnt. Das war weniger als zwei Wochen, nachdem Mass General Brigham mitgeteilt hatte, mit Entlassungen begonnen zu haben.

Wie es weitergeht

Alles läuft nun auf den 9. November zu. An diesem Montag werden die Gespräche wieder aufgenommen, drei Tage vor dem Ausstand, mit Unterstützung eines Bundesmediators.

Offen ist die Dauer. Der letzte unbefristete Streik, den dieselbe Gewerkschaft ermächtigt hatte, dauerte 2021 bei Saint Vincent 301 Tage. Kommt nächste Woche eine Einigung zustande, lässt sich die Ankündigung noch zurückziehen. Die Gewerkschaft erklärt, sie sei bereit zu verhandeln und den Streik abzuwenden.

Die Stadt Boston drängt auf eine Einigung. "Ich hoffe, dass alle Beteiligten mit Nachdruck weiterverhandeln, um einen Streik zu vermeiden", sagte ein Sprecher der Stadt. "Die Patienten verlassen sich darauf."

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Quellen

17
  1. 01Brigham and Women's nurses set Nov. 12 date for open-ended strike - Fierce HealthcareEN
  2. 02Brigham and Women's Hospital nurses set date for open-ended strike: Nov. 12 - WCVBEN
  3. 03Brigham Nurses Set Open-Ended Strike for November 12 After Rejecting Final Offer - Nurse.orgEN
  4. 04Brigham and Women's Hospital nurses issue notice for open-ended strike beginning Nov. 12 - WHDHEN
  5. 05Brigham nurses plan open-ended strike for mid-November - WGBHEN
  6. 06MNA: Brigham Nurses Issue Notice for Open-Ended Strike Beginning November 12 in Fight for Patient Safety and a Fair Contract - PR NewswireEN
  7. 07Brigham nurses plan open-ended strike starting Nov. 12, amid ongoing contract fight - WBUREN
  8. 08Brigham nurses set Nov. 12 as new strike date - Lowell SunEN
  9. 09Brigham nurses plan to strike Nov. 12 as ongoing contract fight heats up again - The Boston GlobeEN
  10. 10Brigham and Women's Hospital nursing union update: Nov. 1 - Mass General BrighamEN
  11. 11STAT+: Amid Mass General Brigham layoffs, CEO pens vague letter, stirring staff anxiety - STATEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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