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Counterpoint schätzt: Smartphone-Absatz in Indien im dritten Quartal 2026 um 20% gesunken

Der Smartphone-Absatz in Indien ist im Quartal von Juli bis September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 20% zurückgegangen. Das meldet Counterpoint Research in einem am Freitag veröffentlichten Bericht. Höhere Speicherkosten trieben die Preise, und die Hersteller hielten Lagerbestände im Handel zurück.

TechnologieNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 5. November 20265 Min. LesezeitQuellen 23
Counterpoint schätzt: Smartphone-Absatz in Indien im dritten Quartal 2026 um 20% gesunken

Zwei Schätzungen für dasselbe Quartal

Omdia beziffert das Quartal auf 35.800.000 Einheiten, den niedrigsten Wert für ein drittes Quartal seit 2016. Counterpoints Rückgang von 20% fällt kleiner aus als die 26% von Omdia.

Der Absatz von Smartphones unter 20.000 Rupien sank im Quartal um 47%, so Counterpoint, weil höhere Modellpreise die Geräte in teurere Preisklassen verschoben. TechArc zufolge stieg die Zahl der Varianten, die ab 1 lakh Rupien und mehr auf den Markt kamen, vom zweiten auf das dritte Quartal von fünf auf 26. Nur sieben Modelle kamen unter 10.000 Rupien heraus. Der indische Smartphone-Markt war laut Counterpoint bereits im zweiten Quartal 2026 um 10% gesunken, der stärkste Rückgang in einem Juni-Quartal seit sechs Jahren. Für das gesamte Jahr 2026 erwartet Counterpoint einen Rückgang des Absatzes in Indien um 13%.

Counterpoint nennt die Speicherpreise als Auslöser. Der globale Bericht des Hauses für das zweite Quartal stellte fest, dass Speicherhersteller die Nachfrage der KI-Rechenzentren vor der Unterhaltungselektronik bedienen. Das treibt die Preise für DRAM und NAND und zwingt die Hersteller, die Preise für Einstiegs- und Mittelklassegeräte anzuheben.

Shubham Singh von Counterpoint sagte, der speicherbedingte Kostendruck habe die ohnehin schwächere Verbrauchernachfrage verstärkt. Das habe den traditionellen Motor des Massenmarkts geschwächt, besonders unter 15.000 Rupien. Omdia verwies auf höhere Preise und zurückhaltende Haushaltsausgaben, die die Ersatznachfrage senkten und die Anbieter zu vorsichtigen Lagerstrategien brachten. Omdia führt außerdem an, dass das spätere Diwali einen erheblichen Teil des offiziellen Lageraufbaus für das Festgeschäft vom September in den Oktober verschob und der Absatz über Onlinekanäle schwächer ausfiel.

Samsung holt sich den ersten Platz zurück

Samsung lieferte laut Omdia 6.700.000 Einheiten und damit rund 19% des Marktes. Damit steht das Unternehmen in Indien erstmals seit dem ersten Quartal 2024 wieder an der Spitze.

Counterpoint sieht Samsung bei 17% Marktanteil, nach 13% im dritten Quartal 2025, und nennt es die einzige Marke unter den ersten fünf, die gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Omdia beziffert den Markt auf 35.800.000 Einheiten. Das Galaxy A07, A17 und A27 trugen die Stückzahlen, während die Galaxy S26-Serie, die neuen Foldables der Z-Serie und das Galaxy S26 FE die höheren Preisklassen stützten.

Bank-Rückvergütungen, Eintauschprämien und Finanzierungen mit längeren Laufzeiten unterstützten laut Omdia das Aufrüsten über alle Preisklassen hinweg.

vivos Absturz und der Rest der ersten fünf

vivo fiel laut Omdia mit 6.400.000 Einheiten auf den zweiten Platz zurück. Das sind 34% weniger als die 9.700.000 ein Jahr zuvor, der stärkste Rückgang unter den fünf größten Anbietern.

Omdia führt den Rückgang auf wiederholte Preiserhöhungen zurück, die die Lagerplanung im Handel durcheinanderbrachten, sowie auf eine knappe Versorgung mit Einstiegsmodellen. Das Y11 5G und das Y21 5G trugen den Großteil der Stückzahlen, die zurückkehrende S-Serie unter Führung des S2 kam hinzu. Oppo lieferte 4.900.000 Einheiten, 24% weniger als die 6.500.000, weil höhere Preise und vorsichtige Bestellungen des Handels die Kernreihe A trafen, so das Forschungsinstitut. Die Reno16-Serie stützte den Vorstoß in höhere Preisklassen. Xiaomi lieferte 4.700.000 Einheiten, 28% weniger als die 6.500.000, nachdem gestiegene Bauteilkosten das Unternehmen zu Kompromissen bei Preis und Speicherausstattung zwangen.

Apple belegte laut Omdia mit 3.900.000 Einheiten den fünften Platz. Dazu beigetragen haben Händler, die vor erwarteten Preiserhöhungen aufstockten, sowie die Nachfrage nach dem Basismodell iPhone 17 und dem iPhone 16. In diesem Jahr gibt es kein Basismodell iPhone 18. Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max kamen spät im Quartal, gestützt durch Bank-Rückvergütungen, Eintauschprämien und zinsfreie Ratenzahlungen.

Chinesische Marken verlieren sieben Punkte Marktanteil

Chinesische Marken hielten laut Omdia im dritten Quartal rund 68% des indischen Smartphone-Marktes. Ein Jahr zuvor waren es 75%.

Sanyam Chaurasia, Principal Analyst bei Omdia, sagte, der indische Markt bewege sich von einer online getriebenen Fest-Expansion zu einem selektiveren, kanalgetriebenen Wachstum. Dieser Wandel stelle die Volumenstrategien infrage, auf die sich die Anbieter verlassen hätten. Der September, normalerweise ein wichtiger Monat für den Lageraufbau vor dem Onlinegeschäft, sei schwach gewesen. Weniger exklusive Markteinführungen, eine begrenzte Auswahl günstiger Modelle und kleinere Aktionsunterschiede zwischen den Kanälen verringerten den Vorteil des Onlinekanals. Samsung und Apple gewannen im Quartal durch Premium-Portfolios, gewachsene Handelsbeziehungen und strukturierte Aufrüstprogramme, sagte Chaurasia.

Counterpoints Singh beschreibt einen ähnlichen Rückzug. Die Hersteller hätten vor Diwali den Schutz der Marge, die Bereinigung des Portfolios und schlankere Lagerbestände im Handel über das Volumen gestellt.

Wie es weitergeht

Tarun Pathak, Research Director bei Counterpoint, erwartet in Indien eine weitere Runde von Preiserhöhungen nach dem Festverkauf. Hohe Bauteilkosten dürften dafür sorgen.

Omdia rechnet mit anhaltendem Preisdruck mindestens bis zur ersten Hälfte 2027. Pathak sagte, der indische Markt dürfte auch zu Beginn des Jahres 2027 schwierig bleiben. Höhere Gerätepreise verlängern die Ersatzkäufe und bremsen die Erholung der Stückzahlen. Die Hersteller stellten ihre Portfolios bereits um, ergänzten mehr 4G- und schwächer ausgestattete Modelle und senkten in einigen Preisklassen die Ausstattung, um die Preispunkte zu halten, sagte er. Chaurasia sagte, die Anbieter müssten über schrittweise Hardware-Verbesserungen hinaus zu KI-gestützten Erfahrungen kommen. Die Untersuchung User Innovation Readiness von Omdia ergab, dass fast vier von zehn Befragten in Indien angaben, nützliche KI-Funktionen könnten sie zu einem höheren Preis für ein Smartphone bewegen.

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Quellen

23
  1. 01India smartphone shipments drop 26% in Q3 to the lowest level since 2016 - GSMArena.com newsEN
  2. 02India's smartphone shipments fall by 20% on-year in 3Q26: CounterpointEN
  3. 03India smartphone market falls 10% in Q2 2026 as rising prices hit demandEN
  4. 04India's smartphone shipments fall 26% to a decade-low third-quarter level despite festive season; Samsung regains top spot, powered by flagship phones: ReportEN
  5. 05India Experiences 26% Drop in Smartphone Shipments in Q3; Samsung Rises to Lead the Market AgainEN
  6. 06India Smartphone Shipments Fall 26% in Q3 2026, Hit 10-Year Low: OmdiaEN
  7. 07India's Smartphone Shipments Fall 26%, Chinese Brands Lose Market ShareEN
  8. 08India's smartphone shipments plunge 26 per cent as Samsung takes leadEN
  9. 09Higher ASPs, lower unit volumes: How the memory crisis is reshaping the PC and smartphone outlook - IDC | Trusted Tech IntelligenceEN
  10. 10Q2 2026 Global Smartphone Shipments Slump to Lowest Q2 Level in 13 Years as Memory Crisis Deepens - Counterpoint ResearchEN
  11. 11Memory shortage could cause the biggest dip in smartphone shipments in over a decade - TechCrunchEN
  12. 12Indian Smartphone Market Declined By 3% This Year, With Vivo Leading And Nothing Witnessing 47% Sales Surge - ETV BharatEN
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  22. 22Amid India–China Border Tensions, Mega Hydel Project in Arunachal Pradesh Faces Local HeatEN
  23. 23Global smartphone shipments fell 20% in 3Q26, the lowest third-quarter total since 2013 – OmdiaEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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