Deutsche Industrieaufträge steigen im September um 4,4 Prozent
Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind im September gegenüber August um 4,4 Prozent gestiegen, wie Destatis am Donnerstag mitteilte. Den größten Anteil daran hatten die Aufträge der Autohersteller mit plus 10,5 Prozent, nachdem Modellwechsel und Werksferien die beiden Vormonate belastet hatten.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte mit, der Anstieg im September gehe vor allem auf ein Plus von 10,5 Prozent bei den Aufträgen der Autohersteller zurück. Das Geschäft zog wieder an, nachdem Modellwechsel und Werksferien in den beiden Vormonaten Aufträge und Produktion gebremst hatten. Die Aufträge für Maschinen und Ausrüstung legten um 8,3 Prozent zu, gestützt auf einen großen Auftrag aus dem Bereich Motoren und Turbinen. Die Aufträge für sonstige Fahrzeuge gingen um 10,4 Prozent zurück und minderten einen Teil der Zuwächse. Diese Kategorie umfasst Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge; sie fiel zurück, nachdem es im Jahresverlauf zuvor ungewöhnlich große Bestellungen gegeben hatte.
Destatis meldete für August einen Rückgang der Auftragseingänge um 10,6 Prozent. Fast der gesamte Rückgang entfiel auf sonstige Fahrzeuge, nach ungewöhnlich großen Geschäften im Juli. Ohne die Großaufträge betrug das Minus im August 0,1 Prozent. Von Juni bis August lagen die Auftragseingänge 1,3 Prozent über den drei Monaten davor, ohne Großaufträge jedoch 2,6 Prozent darunter.
Die Auftragsbücher sind voll, die Produktion nicht
Destatis zufolge stieg der Bestand an unerledigten Aufträgen im August gegenüber Juli um 0,5 Prozent und lag 10,7 Prozent über dem Vorjahr. Bei unverändertem Umsatz und ohne neue Aufträge reiche die Arbeit für etwa 9,0 Monate. Der Anstieg im August kam sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland: Die offenen Aufträge deutscher Kunden wuchsen um 0,4 Prozent, die aus dem Ausland um 0,5 Prozent. Der Auftragsbestand bei Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen stieg um 1,4 Prozent, bei den Autoherstellern sank er um 0,4 Prozent. Im Juli war der Bestand gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent gestiegen; der Wert von 9,0 Monaten war der höchste seit Beginn der Reihe 2015.
Die Produktion sank weiter
Die deutsche Industrieproduktion ging im Juli gegenüber Juni saisonbereinigt um 1,1 Prozent zurück, der stärkste Rückgang in einem Monat seit fast einem Jahr, wie Tech Times berichtete. Die Fertigung ohne Energie und Bau sank um 2,2 Prozent, die Investitionsgüter um 3,4 Prozent, die Konsumgüter um 2,2 Prozent. Die Vorleistungsgüter gingen um 0,2 Prozent zurück. Die Autoproduktion fiel im Monat um 9,2 Prozent. Der VDA, der Verband der deutschen Automobilindustrie, führte den Rückgang auf einen mehrere Wochen dauernden Produktionsstopp zurück, der länger anhielt, als die Modelle zur Saisonbereinigung erwartet hatten. Tech Times wies darauf hin, dass die Güterproduktion rund ein Fünftel der größten Volkswirtschaft der Eurozone ausmacht.
Alexander Krueger, Chefvolkswirt beim Bankhaus Bethmann, sagte laut Reuters, der Auftragsbestand gebe "weiterhin Anlass zur Freude". Die entscheidende Frage sei, ob die Unternehmen das große Auftragsvolumen in tatsächliche Produktion umsetzen könnten.
Ein Monat mit Aufträgen klärt wenig. Dem Anstieg im September gingen zwei Monate voraus, in denen Modellwechsel und Werksferien Aufträge und Produktion bremsten. Ob er den Kontakt mit den Produktionsdaten übersteht, ist offen. Der Auftragsbestand zeigt, dass die Unternehmen Arbeit haben. Die Produktionszahlen für Juli zeigen, dass sie sie noch nicht erledigt hatten.
Quellen
20- 01German industrial orders rise 4.4% in SeptemberEN
- 02Orders in German industry hit new recordEN
- 03Germany Industrial Output Fell 1.1% in July: Defense Orders Hid 1.4% Civilian DeclineEN
- 04Industrial data shows German economy was headed for contraction before Middle East warEN
- 05Russia’s War Economy Starts to Crack as Moscow Forecasts First Industrial Decline in Five Years - UNITED24 MediaEN
- 06Claimlane bags €5.6M to turn product claims into business valueEN
- 07Claude Code’s product lead Cat Wu leaves Anthropic to join OpenAIEN
- 08Anthropic loses product lead Catherine Wu behind Claude Code to OpenAIEN
- 09Revolta installs first 10 kWh sodium-ion home battery in GermanyEN
- 10Tokyo tests solar-powered hydrogen production at high-rise office complexEN
- 11Johnson Controls launches industrial ammonia heat pumpEN
- 12Germany’s Hydrogen Pipeline Reached Marl. Its Market Still Needs to Add Up.EN
- 13Germany’s EV share hits record 37% as BEVs beat gas and diesel combinedEN
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- 15NCSA Industry Conference: Driving Innovation with AI, Quantum, and SupercomputingEN
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- 17Accepting Orders for the LED Light-Sourced Projection AlignersEN
- 18NVIDIA Updates Rubin GPU Specs as First Production Hardware ArrivesEN
- 19AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
- 20Astranis Upgrades Falcon 9 Launch Contract to Dedicated Mission for Entire Block 4 Production Run of SatellitesEN
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