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EU unterzeichnet Bauvertrag für IRIS2 mit 348 Satelliten

Die Europäische Kommission hat am 7. August 2026 die Durchführungsvereinbarung Rendezvous 1 mit dem SpaceRISE-Konsortium unterzeichnet [3][5][7]. IRIS2 ist damit ein Bauauftrag für 348 Satelliten [3][7].

TechnologieNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 36
EU unterzeichnet Bauvertrag für IRIS2 mit 348 Satelliten

Die Europäische Kommission hat am 7. August 2026 die Durchführungsvereinbarung Rendezvous 1 mit dem SpaceRISE-Konsortium unterzeichnet [3][5][7]. IRIS2 ist damit ein Bauauftrag für 348 Satelliten [3][7].

Europäische Regierungen, Verteidigungsministerien und Rettungsdienste kaufen sichere Konnektivität derzeit bei kommerziellen Anbietern. Nun haben sie eine öffentlich finanzierte, souveräne Alternative in Auftrag gegeben. Die Vergabe lenkt zudem einen großen Teil der europäischen Weltraumausgaben zu Hispasat, Eutelsat, SES und deren Zulieferern [3][4]. Die Kommission beschreibt IRIS2 als Antwort auf Starlink und andere kommerzielle Netze. Sie verspricht „souveräne, sichere und hochzuverlässige Konnektivität“ für Regierungen, Streitkräfte und Rettungsdienste [8]. Die Gesamtinvestition beträgt 15,6 Mrd. Euro, davon 4 Mrd. Euro von SpaceRISE, dem Konsortium aus Eutelsat, SES und Hispasat [4]. Andrius Kubilius, Kommissar für Verteidigung und Weltraum, nannte die Unterzeichnung „einen entscheidenden Schritt nach vorn für Europas Sicherheit und digitale Souveränität“ [1][3].

Zwei Fragen bleiben offen: Wer baut den größten Satellitenblock, und wie die Finanzierungslücke nach 2027 geschlossen wird [3][5]. Die ersten Starts sind für 2029 geplant [5].

Eine größere Konstellation als im Vertrag vorgesehen

Die bestätigte Gesamtzahl der Konstellation liegt bei 348 Satelliten [3][7].

Die Kommission nennt 330 Satelliten im niedrigen Erdorbit und 18 im mittleren Erdorbit sowie 66 leistungsstarke LEO-Satelliten für Verteidigung und Notfallreaktion [1][3]. Laut Kommission erhöht der Ausbau die sichere Regierungskommunikation um 60 % innerhalb der EU und um 54 % weltweit [1][3][5]. Wie groß der Sprung ist, hängt vom Ausgangswert ab. Die Anadolu Agency berichtete von einem Anstieg von 282 auf 348 Satelliten [5], TechTimes nannte für den Konzessionsvertrag von Dezember 2024 die Zahl 290 [3]. Reuters bezifferte die Gesamtinvestition auf 15,6 Mrd. Euro, davon 4 Mrd. Euro von SpaceRISE [4]. Der Weltraumüberblick von KeepTrack beschrieb ein Segment von 20 Satelliten im sehr niedrigen Orbit unter Führung von Hispasat [2].

Hispasat übernimmt das Bodensegment

Der spanische Konzern Indra teilte mit, sein zu 89,68 % gehörender Satellitenbetreiber Hispasat habe den Bodenvertrag gewonnen [4]. Hispasat liefert Antennen, Kontrollsysteme und Bodenverbindungen mit einem Budget von mehr als 1,6 Mrd. Euro (1,74 Mrd. US-Dollar) [4]. Das Unternehmen führt außerdem eine Schicht im niedrigen Erdorbit für Direktverbindungen zu Endgeräten und das Internet der Dinge, wofür bis zu 600 Mio. Euro vorgesehen sind [4]. Es ist das größte derartige Budget in der Geschichte von Programmen der Europäischen Kommission [3]. Hispasat-Chef Luis Mayo nannte die Rolle „das größte und komplexeste System, das in Europa bisher für ein Weltraumprogramm entwickelt wurde“ [3].

Die ESA überwacht den Bau [3]. Generaldirektor Josef Aschbacher sagte, die Agentur werde als Qualifizierungs- und Validierungsbehörde auftreten [3].

Mitgliedstaaten steuern Geld bei

Nationale Beiträge kommen zum EU-Haushalt hinzu [5]. Polen hat 656 Mio. Euro (756 Mio. US-Dollar) zugesagt, Ungarn 500 Mio. Euro (576 Mio. US-Dollar), Spanien hat 1,6 Mrd. Euro bis 2 Mrd. Euro (1,8 Mrd. bis 2,3 Mrd. US-Dollar) angekündigt [5]. Die Kommission erklärte, der beschleunigte Ausbau erfordere zusätzliche Mittel im EU-Haushalt für 2028 bis 2034 sowie Beiträge der Mitgliedstaaten und teilnehmender Drittländer [5].

Norwegen und Island gehören zu den teilnehmenden Ländern [5].

Wie es weitergeht

Die ersten Satellitenstarts sind für 2029 geplant [5]. Die Konstellation soll 2030 in Betrieb gehen [4]. Airbus, Thales, OHB und Aerospacelab gehören zum Industrieteam, das jetzt die Arbeit im Weltraum und am Boden aufnimmt [1][3].

Die größte Fertigungsentscheidung steht noch aus. SpaceRISE führt wettbewerbliche Dialoge zwischen Airbus Defence and Space und dem belgischen Unternehmen Aerospacelab für den Hauptvertrag LEO-High [3]. Dieser Block umfasst die mehr als 270 Satelliten, die das Rückgrat der Kapazität bilden; die Auswahl ist noch offen [3].

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Quellen

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  1. 01EU expands IRIS² satellite constellation to 348 satellites as deployment beginsEN
  2. 02Long March 7A Explodes 80 Seconds After LiftoffEN
  3. 03IRIS2 Build Authorized: EU Adds Quantum-Secured Defense Layer to 348-Satellite NetworkEN
  4. 04Hispasat wins lead role in EU's €15.6 billion IRIS2 satellite networkEN
  5. 05EU moves IRIS2 satellite project into full-scale deploymentEN
  6. 06EU expands Iris2 constellation to 348 satellites, Hispasat named prime contractorEN
  7. 07EU Commission signs contract to expand IRIS2 satellite constellationEN
  8. 08Hispasat wins lead role in EU's €15.6 billion IRIS2 satellite networkEN
  9. 09 What is Starshield? A look at SpaceX's military satellite network EN
  10. 10 On this day in space! Nov. 4, 2015: A rail-launched Super Strypi rocket carrying 13 baby satellites failed during its debut launch for the US Air Force EN
  11. 11Griechischer Satellit testet Laserkommunikation zur ErdeEN
  12. 12SpaceX signs deal with Qualcomm to provide network technology for U.S. mobile serviceEN
  13. 13 Drone warfare in space: Swarms of autonomous, laser-shooting cubesats could defend Western satellites in orbit EN
  14. 14Adding Network Security to AI, HPC and Data CentersEN
  15. 15Who May Overrule the Agent? Evidence-Gated Authority in LLM Review InstitutionsEN
  16. 16Assurance-Conditioned Continuous Authorization for Autonomous AI AgentsEN
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  18. 18Adaptive Domain Decomposition for Finite Basis Physics-Informed Neural NetworksEN
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  36. 36Nov. 5: Satellite Mission Management at the EdgeEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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