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Indien stockt Chip-Anreize um 13,3 Milliarden Dollar auf, Malaysia rückt in der Wertschöpfungskette vor

Indien hat am Mittwoch weitere 1,28 Billionen Rupien, rund 13,3 Milliarden Dollar, in die heimische Halbleiterfertigung gesteckt. Malaysias zweiter Finanzminister sagte diese Woche dem Sender CNBC, sein Land wolle vom laufenden Chip-Aufschwung profitieren, ohne sich mit den USA oder China direkt anzulegen.

TechnologieNachrichtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 28. September 20263 Min. LesezeitQuellen 4
Indien stockt Chip-Anreize um 13,3 Milliarden Dollar auf, Malaysia rückt in der Wertschöpfungskette vor

Zwei Regierungen, zwei Wetten auf dieselbe Branche. Das neue Geld aus Indien erweitert ein Chip-Anreizprogramm von 10 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2021, berichtet TechCrunch. Der Schwerpunkt liegt stärker auf Anlagen, Materialien, Design und Forschung. Das begleitende Programm zur Handyfertigung läuft fünf Jahre, von heute bis März 2031. Es zahlt 2,25 bis 5 Prozent des Umsatzes mit förderfähigen Smartphones aus, plus 1,5 Prozent extra für Bauteile und Baugruppen, die in Indien beschafft werden.

Die Regierung rechnet in diesem Zeitraum mit einer Handyproduktion von etwa 39 Billionen Rupien, rund 405 Milliarden Dollar, und mit etwa 60.000 direkten Arbeitsplätzen.

Das ist ein Drehbuch, das zuerst auf Montage setzt, und Indien sagt offen, wo das Land steht. China kam 2025 auf 63 Prozent der weltweiten Smartphone-Produktion, Indien auf 18 Prozent, sagte Counterpoint Research zu TechCrunch. Navkendar Singh, Associate Vice President bei IDC, beschreibt den Wandel als Weg vom „mehr zusammenschrauben“ hin zu „Tiefe, Forschung und lokaler Wertschöpfung“.

Malaysia bleibt auf seiner Spur

Malaysia arbeitet am anderen Ende desselben Problems. Der zweite Finanzminister Amir Hamzah Azizan sagte bei den Frühjahrstagungen des IWF in Washington zu Karen Tso von CNBC, der Halbleiterbereich befinde sich in einem Aufschwung, und Malaysia werde davon profitieren.

„Ich denke, die Realität ist, dass es genug Wachstum gibt, das verteilt wird“, sagte er. China, Malaysias größter Handelspartner, sehe sein Land in der Branche nicht als Rivalen.

Nach einem im Februar veröffentlichten Bericht der Malaysian Investment Development Authority, auf den sich CNBC beruft, hält das Land 13 Prozent des Weltmarkts für Chip-Verpackung, Montage und Testdienstleistungen. Das ist Arbeit am hinteren Ende der Kette, und die Regierung will in der Wertschöpfung nach oben. Amir Hamzah brachte die Strategie nüchtern auf den Punkt: Malaysia werde nicht „frontal in das hintere Ende des High-End-Wettbewerbs“ gehen, „wo vielleicht die USA alle Teile zusammenbringen“.

Beide Länder positionieren sich entlang einer Lieferkette, die sich seit Jahren neu ordnet. Handelsspannungen zwischen den USA und China trieben Firmen dazu, ihre Standorte zu streuen, und der Minister sagte, die Endkunden täten inzwischen genau das. Malaysias Angebot sind Anbindung und Größe, nicht führende Logikchips.

Die Kapazitätsfrage, die niemand schnell beantwortet

Neue Fabriken brauchen Jahre und riesige Summen, und auch die Vorleistungen sind nicht trivial. Tom's Hardware berichtete im Oktober 2024, Hurrikan Helene habe Spruce Pine in North Carolina abgeschnitten, den Ort mit den einzigen Minen für ultrareinen Quarz weltweit. Mehr als zwei Fuß Regen fielen, die Straßen waren unpassierbar. Zwei Firmen bauen dort ab: Sibelco North America und The Quartz Corp.

Brian Potter argumentierte auf Construction Physics, die Abhängigkeit sei real, werde aber übertrieben. Quarztiegel braucht man für den größten Teil der Halbleiterfertigung, und Spruce Pine liefert den größten Teil des Quarzes. Es gibt aber Alternativen, die nach seinen Worten noch nicht entwickelt, nicht ganz so gut und nicht ganz so billig sind. Ein Lieferstopp würde Chips nicht völlig zum Erliegen bringen. Er würde die Ausbeute senken und die Kosten treiben.

Das ist die weniger dramatische Variante des Kapazitätsausbaus. Regierungen können Milliarden zusagen und Ziele setzen, doch die Engpässe liegen in Minen, Tiegeln und Standzeiten von Tiegeln von rund 400 Stunden. Indiens 13,3 Milliarden Dollar greifen oben am Stapel. Unten hat sich nichts bewegt.

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Quellen

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  1. 01India bets billions on breaking China's grip on smartphone manufacturingEN
  2. 02Malaysia is unfazed by China, U.S. chip competition, minister saysEN
  3. 03Hurricane Helene devastates quartz mines critical for worldwide semiconductor manufacturingEN
  4. 04Does All Semiconductor Manufacturing Depend on Spruce Pine Quartz?EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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