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Puma meldet 11,4 Millionen Euro Operationsverlust bei 5 Prozent Umsatzrückgang im dritten Quartal

Puma hat im dritten Quartal 2026 einen Operationsverlust von 11,4 Millionen Euro ausgewiesen, nach einem Gewinn von 16,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank um 5 Prozent auf 1.780.000.000 Euro. Die Aktie stieg um rund 7 Prozent, weil der Lagerbestand um 24,3 Prozent fiel.

WirtschaftAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 11
Puma meldet 11,4 Millionen Euro Operationsverlust bei 5 Prozent Umsatzrückgang im dritten Quartal

Ergebnis und Cashflow

Von Yahoo Finance zusammengestellte Analystenschätzungen hatten den Umsatz bei rund 1.750.000.000 Euro und den Operationsverlust bei etwa 10 Millionen Euro gesehen. Währungsbereinigt sank der Umsatz um 6,3 Prozent, im Vorjahr hatten die Erlöse 1.870.000.000 Euro betragen. Puma teilte mit, in dem Verlust seien eine Erstattung von 29,8 Millionen Euro im Zusammenhang mit US-Zöllen und einmalige Restrukturierungskosten von 11,7 Millionen Euro enthalten. Die Verschlechterung führte das Unternehmen vor allem auf niedrigere Umsätze und höhere Betriebsausgaben zurück. Kosten für das wachsende Direktgeschäft mit Endkunden, Marketing und Verwaltung überstiegen die Einsparungen aus dem Effizienzprogramm.

Der Lagerbestand fiel zum Ende des Septembers um 24,3 Prozent auf 1.610.000.000 Euro, weil Puma weniger Ware einkaufte und Überbestände abbaute. Laut Yahoo Finance hatten manche Analysten dieses Niveau erst zum Jahresende erwartet. Der freie Cashflow drehte ins Plus und lag bei 92.000.000 Euro, nach minus 43 Millionen Euro im Vorjahr, gestützt auf Verbesserungen beim Working Capital, geringere Steuerzahlungen und niedrigere Investitionen. Die Aktie legte nach den Zahlen um rund 7 Prozent zu. Yanmei Tang, Associate Vice President bei Third Bridge, sagte, Branchenexperten schätzten, dass Puma noch große Mengen alter Ware abverkaufen muss. Das würde stärkere Preisnachlässe nötig machen.

Umsatz nach Regionen und Kanälen

In der Region EMEA sank der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 11,5 Prozent auf 801.200.000 Euro. In Amerika ging er um 8,1 Prozent auf 580.400.000 Euro zurück, in Nordamerika um 17,2 Prozent. Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik wuchs um 10 Prozent auf 394.600.000 Euro, getragen von der Nachfrage nach flachen Schuhen wie dem Speedcat. Puma machte einen Teil des Rückgangs für die eigenen Korrekturmaßnahmen verantwortlich, darunter die Verringerung des Geschäfts mit Massenhändlern, und für schwächere Nachfrage von Handelspartnern in EMEA und Amerika. Zudem belaste der Konflikt im Nahen Osten die Verbrauchernachfrage, besonders in EMEA und Nordamerika.

Der Umsatz im Großhandel sank um 9,6 Prozent auf 1.190.000.000 Euro, weil Puma das Geschäft mit Massenhändlern zurückfuhr und Handelspartner weniger bestellten. Der Direktumsatz mit Endkunden stieg um 1,2 Prozent auf 588.300.000 Euro, gestützt auf ein Wachstum im E-Commerce von 7,8 Prozent trotz weniger Aktionen.

Prognose und Eigentümerstruktur

Vorstandschef Arthur Hoeld sagte, das Ergebnis im dritten Quartal liege "im Rahmen der Erwartungen", während Puma ein Übergangsjahr durchlaufe und "die Grundlage für künftiges Wachstum" lege. Hoeld hatte im Oktober 2025 angekündigt, Puma werde 900 Stellen in der Zentrale streichen, weniger Rabatte geben und das Produktsortiment verengen. Das Unternehmen schließt nach Angaben von TheIndustry.fashion derzeit rund 1.400 seit Anfang 2025 gestrichene Stellen in der Zentrale ab.

Puma hielt seine Prognose für 2026 aufrecht, wonach der Umsatz währungsbereinigt um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz sinkt. Die erwartete Operationsverlustspanne engte das Unternehmen auf 80.000.000 bis 130.000.000 Euro ein, nach zuvor 50.000.000 bis 150.000.000 Euro. Hoeld hatte gesagt, das Unternehmen werde in diesem Jahr einen Verlust machen und 2027 nach einem "Übergangsjahr" 2026 zum Wachstum zurückkehren.

Die Zahlen folgten dem Abschluss des Kaufs eines Anteils von 29,06 Prozent an Puma durch Anta Sports von Artémis am 7. Oktober für 1.505,5 Millionen Euro in bar. Anta ist damit größter Aktionär von Puma. Der Konzern hat erklärt, derzeit keine Übernahmeofferte zu planen, die das deutsche Wertpapierrecht ab 30 Prozent Eigentum vorschreiben würde, und eine angemessene Vertretung im Aufsichtsrat von Puma anzustreben. Puma soll weiterhin als eigenständig geführtes Unternehmen arbeiten.

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Quellen

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  1. 01Puma shares surge after Anta Sports buys stake for $1.8 billion amid turnaround effortsEN
  2. 02China's Anta Sports and Li Ning exploring bid for Puma, source saysEN
  3. 03ANTA Sports Completes Acquisition of 29.06% Stake in PUMA, Becomes Largest ShareholderEN
  4. 04PUMA welcomes ANTA Sports as new largest shareholderEN
  5. 05Germany's Puma welcomes Anta Sports as its largest shareholderEN
  6. 06Anta Sports officially becomes largest Puma shareholderEN
  7. 07Puma's Turnaround Gets a Pulse, but Adidas Keeps Running AwayEN
  8. 08Puma narrows annual loss forecast as Q3 sales fall 5%EN
  9. 09What Does PUMA (XTRA:PUM) Need To Watch Now Its Largest Shareholder Has Changed?EN
  10. 10Churchill Capital XI shareholders approve $2.5B Agility Robotics humanoid SPACEN
  11. 11NASA reveals a haunting skull hidden in Antarctica’s iceEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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