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Rubin-Observatorium entdeckt möglichen Zwergplaneten 2026 ED138 jenseits des Neptun

Astronomen haben am 27. Oktober 2026 bekannt gegeben, dass sie in Daten des Vera C. Rubin Observatory einen möglichen Zwergplaneten gefunden haben: 2026 ED138, etwa 46-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. CTV News berichtete am 28. Oktober über den Fund.

WissenschaftErklärtHanna VogtVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 28
Rubin-Observatorium entdeckt möglichen Zwergplaneten 2026 ED138 jenseits des Neptun

Die Ankündigung fiel auf einer Tagung der Division for Planetary Sciences der American Astronomical Society in Spokane, Washington.

Matthew Holman, Astrophysiker am Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts, ließ eigenen Code über Rubins Aufzeichnungen bewegter Objekte laufen und markierte den Punkt. Das Programm hat er mit seinem Kollegen Kevin Napier gebaut. Es durchsucht Milliarden von Detektionen nach Beobachtungen, die zu ein und demselben Körper gehören könnten. Holman ist auch am Betrieb des Rubin Observatory beteiligt. Die Suche umfasste Daten, die zwischen dem 4. März und dem 11. Juli 2026 gesammelt wurden. Frühere Beobachtungen mit der Dark Energy Camera am Víctor M. Blanco 4-meter Telescope in Chile reichen bis 2016 zurück. Damit haben die Astronomen eine längere Basis für seine Umlaufbahn.

Die Entfernung ist der einfache Teil. Das Objekt liegt etwa 46-mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde, also rund 4.300.000.000 Meilen draußen. Neptun umkreist die Sonne in etwa 30-facher Entfernung der Erde.

Es ist ein transneptunisches Objekt, einer der eisigen Reste aus der Zeit der Planetenentstehung. Die meisten solcher Körper sitzen im Kuipergürtel, der donutförmigen Region jenseits des Neptun. Zwergplaneten bleiben nicht darauf beschränkt: Ceres liegt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, Eris am Rand des Sonnensystems.

Warum das Etikett Zwergplanet zählt

Die Internationale Astronomische Union erkennt fünf Zwergplaneten an: Pluto, Ceres, Eris, Haumea und Makemake. Die Kategorie stammt aus dem Jahr 2006, als der Verband festlegte, was einen Planeten von allem anderen trennt. Sollte sich 2026 ED138 bestätigen, wäre er die erste offizielle Ergänzung dieser Liste seit der Einführung der Kategorie. Die Kriterien sind streng: Ein Objekt muss die Sonne umkreisen, massereich genug sein, dass die Gravitation es rund formt, und seine Umlaufregion von ähnlichen Körpern freigeräumt haben. Pluto scheiterte am dritten Test. Er wurde 2006 neu eingestuft, ein Jahr nachdem Eris in der Nähe aufgetaucht war. Die Astronomen bezeichnen 2026 ED138 als Kandidaten, nicht als Mitglied des Clubs.

Für Leser ändert sich vor allem Symbolisches. Die offizielle Liste der Welten hat sich seit der Einführung der Kategorie nicht bewegt. Das ist eine Frage der Etiketten, nicht des Objekts selbst.

Es scheint nicht der lang vermutete neunte Planet zu sein, berichtete Vice. Der nähere Vergleich gilt Haumea und Makemake, die in derselben fernen Region liegen. Der Vergleich betrifft Lage und Größe, nicht einen verborgenen Riesen.

Was die Zahlen sagen

Schätzungen setzen den Durchmesser zwischen 600 und 1.500 Kilometer, also rund 370 bis 930 Meilen. Die Spanne ist breit, weil die Astronomen reflektiertes Sonnenlicht sehen, nicht das Objekt selbst. Ein kleiner Körper mit heller, spiegelnder Oberfläche kann so leuchten wie ein viel größerer dunkler. Nur wenige bekannte transneptunische Objekte sind von sich aus heller, und genau das macht diesen Fund zu einem so vielversprechenden Kandidaten für eine große ferne Welt. Am oberen Ende der Spanne könnte er mit Haumea und Makemake mithalten. Die Angaben zur Umlaufbahn weichen leicht voneinander ab. Eine nennt eine Neigung von etwa 24,4 Grad gegenüber der Ebene des Sonnensystems; eine andere spricht von etwa 25 Grad. So oder so bewegt sich das Objekt auf einer stark gekippten Bahn im Vergleich zu den Planeten. Die Differenz ist klein und ändert nichts an der Einstufung.

Helligkeit ist ein Hilfsmaß, keine Messung.

Rubins erster Auftritt

Das Rubin Observatory ist erst seit Kurzem voll in Betrieb. Man erwartet, dass es in den nächsten zehn Jahren schätzungsweise 32.000 Objekte jenseits der Neptunbahn entdeckt, viele davon klein und einige davon Zwergplaneten. Der Nachweis von 2026 ED138 stammt aus Daten, die gesammelt wurden, während das Observatorium sich auf seine große Langzeitdurchmusterung vorbereitete. Rubins Hauptdurchmusterung hat noch nicht begonnen. Die ersten Ergebnisse kommen, bevor die Hauptdurchmusterung startet.

Paul Byrne, Planetenwissenschaftler an der Washington University in St. Louis, sagte gegenüber National Geographic, der Fund "läute eine neue Ära der Sonnensystem- und Planetenforschung ein". Samantha Lawler, Astronomin an der University of Regina, sagte, es sei schön, die Bestätigung zu haben, dass die "riesige, teure, komplizierte Maschine funktioniert". Byrne sagte außerdem, dieser Teil des Sonnensystems sei weitgehend unbekannt, und jede Entdeckung bringe die Forscher dem Verständnis näher, wie Planetensysteme entstehen. Beide Aussagen zielen auf dasselbe. Eine Durchmusterung rechtfertigt sich über die Menge.

Diese Schätzung ist die Zahl, auf die es zu achten gilt.

Wie es weitergeht

Die Astronomen brauchen bessere Messungen der physischen Größe des Objekts, bevor jemand den Status als Zwergplanet bestätigen kann. Teleskope, die seine Wärmestrahlung erfassen, könnten die Frage nach seinen Ausmaßen klären. Die Wärmestrahlung bietet einen Weg um das Problem des reflektierten Lichts herum. Die Wissenschaftler planen, das James Webb Space Telescope und ALMA zu nutzen, um seine Größe zu prüfen und festzustellen, ob er Monde hat. Die Frage ist physisch, nicht positionell.

Noch ist nichts entschieden. Sollten kommende Beobachtungen seine Größe und runde Form bestätigen, würde er zu den fünf bestätigten Zwergplaneten stoßen, die die Internationale Astronomische Union jeweils förmlich anerkannt hat. Wenn nicht, bleibt 2026 ED138 ein Kandidat. Die Einstufung hängt von diesen Folgeuntersuchungen ab.

Die Union hat das letzte Wort darüber, ob das Objekt in die Liste aufgenommen wird.

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Quellen

28
  1. 01Astronomers Discover 2026 ED138, a Mysterious Object Beyond Neptune That Could Be a New Dwarf PlanetEN
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  3. 03Astronomers May Have Just Discovered a Mysterious New World Beyond Pluto. Here's What We Know.EN
  4. 04Astronomers Just Discovered a New Hidden World Beyond NeptuneEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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