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Savills rechnet 2027 mit 1,5 Prozent fallenden Hauspreisen in Großbritannien

Savills erwartet, dass die durchschnittlichen Hauspreise in Großbritannien 2027 um 1,5 Prozent sinken und sich erst 2028 erholen. Die Hypothekenzinsen bleiben bis Anfang 2028 über 5 Prozent.

KonjunkturErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 30
Savills rechnet 2027 mit 1,5 Prozent fallenden Hauspreisen in Großbritannien

Savills teilte am Mittwoch mit, dass die durchschnittlichen Hauspreise in Großbritannien 2027 um 1,5 Prozent fallen werden, nach einem weitgehend stagnierenden Jahr 2026. Das Immobilienunternehmen senkte seine Prognose, weil der langwierige Konflikt im Nahen Osten die Hypothekenzinsen länger hoch hält. Das drückt auf die Bezahlbarkeit und die Nachfrage der Käufer.

Die Prognose bedeutet einen Rückgang vom Höchst- zum Tiefststand von rund 3,0 Prozent. Die Preise geben im weiteren Verlauf von 2026 und durch 2027 hindurch langsam nach. Savills erwartet erst Anfang 2028 wieder durchschnittliche Hypothekenzinsen unter 5 Prozent, eine Verschlechterung gegenüber der Juni-Prognose.

Emily Williams, Direktorin für Wohnimmobilienforschung bei Savills, sagte, der Konflikt habe die Aussicht auf eine spürbare Entlastung bei den Hypothekenzinsen nach hinten verschoben. Eine schärfere Korrektur hält sie für unwahrscheinlich. Die meisten Hausbesitzer hätten die höheren Finanzierungskosten seit Ende 2022 bereits verkraftet, nur wenige müssten noch aus Zinsen unter 2 Prozent umschulden, und der Arbeitsmarkt bleibe widerstandsfähig.

London und der Südosten führen die Rückgänge 2027 an

Für 2027 erwartet Savills die stärksten Rückgänge in London, im Südosten und im Osten Englands, jeweils minus 3,5 Prozent. Der Südwesten fällt um 3,0 Prozent, die East Midlands um 2,0 Prozent und die West Midlands um 1,5 Prozent, was dem britischen Durchschnitt entspricht. Der Nordwesten, der Nordosten und Schottland legen jeweils um 1,0 Prozent zu, Wales sowie Yorkshire and the Humber um 0,5 Prozent.

Für die fünf Jahre bis 2031 rechnet Savills im Nordwesten mit einem Plus von 23,3 Prozent, in London mit 8,1 Prozent. Die durchschnittlichen Preise in London liegen beim 11,3-Fachen eines Durchschnittseinkommens, in den drei nördlichen Regionen bei weniger als dem Sechsfachen.

Hypothekenzinsen bleiben über 5 Prozent

Savills geht davon aus, dass der Leitzins bis Ende 2027 auf 4,25 Prozent steigt und dann 2028 auf 3,25 Prozent und 2029 auf 3 Prozent fällt. Für Ende 2026 erwartet das Unternehmen einen Leitzins von 4,00 Prozent, nach 3,75 Prozent im September.

Die Bank of England beließ den Leitzins im vergangenen Monat bei 3,75 Prozent. Sie warnte, weitere Energiepreisanstiege erhöhten die Aussicht auf eine Anhebung im November, wie dpa-AFX berichtete. Der Hauspreisindex des ONS zeigte im August einen Jahreszuwachs von 0,9 Prozent, wie ABC Money berichtete, bei einem durchschnittlichen Preis in Großbritannien von 273.037 Pfund.

Erholung ab 2028

Savills erwartet, dass sich das Wachstum in der zweiten Hälfte von 2028 beschleunigt und für das Jahr 3,5 Prozent erreicht. Danach sollen es 5 Prozent sowohl 2029 als auch 2030 sein und 3 Prozent im Jahr 2031. Über die fünf Jahre bis 2031 steigen die Durchschnittspreise um 15,8 Prozent, mehr als die prognostizierte CPI-Inflation von 9,8 Prozent und das Einkommenswachstum von 14,4 Prozent.

Erstkäufer sollen die Erholung ab 2028 anführen und bis 2029 die Barkäufer als größte Gruppe überholen. Die Bezahlbarkeit der Anzahlung sei so gut wie seit 2008 nicht mehr. Savills verweist auf weniger strenge Stresstests bei Hypotheken, gelockerte Kreditvergabe bei hohen Beleihungsquoten und das Regierungsprogramm Your First Home als Unterstützung.

Buy-to-let bleibt schwach. Geringere Renditen, strengere Regulierung und höhere Steuern dürften das Segment unter seinem langfristigen Durchschnitt halten und den Wandel zu größeren, professionellen Vermietern beschleunigen. Das Unternehmen erklärte zudem, eine für 2027 angesetzte Parlamentswahl könnte eine Erholung verzögern, falls sie neuen Aufwärtsdruck auf Inflation, Finanzierungskosten oder Käufervertrauen erzeugt.

Dan Hill, Associate für Wohnimmobilienforschung bei Savills, sagte, Märkte, die relative Bezahlbarkeit mit starker Beschäftigung und guten Investitionsaussichten verbinden, dürften besser abschneiden, darunter Manchester, Leeds, Liverpool und Bristol. Häuser sollten weiterhin besser abschneiden als Wohnungen, die unter Bezahlbarkeitsgrenzen, Bedenken zur Bausicherheit und einem größeren Angebot leiden.

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Quellen

30
  1. 01House prices set to fall again as Savills downgrades forecastEN
  2. 02House prices forecast to fall further 1.5% in 2027 as Iran conflict delays recoveryEN
  3. 03Savills sees UK house prices falling 1.5% as mortgage rates stay above 5%EN
  4. 04UK house price recovery delayed until 2028EN
  5. 05UK house prices forecast to rise 1.5% in 2027EN
  6. 06Luxury Home Prices Are Set to Fall Across Most of the U.K. in 2027EN
  7. 07Britain’s housing market recovery ‘set to be delayed until 2028’ - London Evening StandardEN
  8. 08The regions where house prices are rising fastest, ranked | loveproperty.com - loveproperty.comEN
  9. 09How the housing market will look in five years - MoneyWeekEN
  10. 10Political risk and higher borrowing costs to weigh on house price growth from 2027 - Financial ReporterEN
  11. 11Everything you need to know about the London property market for 2026 - London Evening StandardEN
  12. 12UK House Prices Fall Unexpectedly: NationwideEN
  13. 13London house prices fall as rising mortgage rates halt UK prime property marketEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

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Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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