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AMD, Apple, Intel und Samsung: Rechenzentren legen zu, Verbraucherhardware gerät unter Druck

AMD hat am Dienstag einen Rekordquartalsumsatz von 13,4 Milliarden Dollar gemeldet und für das laufende Quartal 17 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Das Gaming-Geschäft fiel um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar, während die Speicherpreise stiegen.

WirtschaftNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20265 Min. LesezeitQuellen 27
AMD, Apple, Intel und Samsung: Rechenzentren legen zu, Verbraucherhardware gerät unter Druck

Das Rechenzentrumsgeschäft von AMD brachte im dritten Quartal 8,5 Milliarden Dollar ein. Das waren rund 63 Prozent des Rekordumsatzes von 13,4 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen 17 Milliarden Dollar in Aussicht, was einen weiteren Rekord bedeuten würde. Der Gesamtumsatz stieg im Quartal um 1,9 Milliarden Dollar. Allein der Umsatz mit Rechenzentren legte um 1,8 Milliarden Dollar zu. Die Rechenzentrumssparte ist inzwischen der Hauptmotor.

Diese Aufteilung wirkt über die Gewinn- und Verlustrechnung von AMD hinaus. Käufer von PCs, Konsolen und Smartphones sehen sich höheren Preisen und womöglich knapperem Angebot gegenüber. Die Speicherhersteller bedienen zuerst die Kunden aus dem Bereich KI-Rechenzentren. Wann die Preise aufhören zu steigen, hat niemand gesagt. Dieser Druck zieht sich durch den Rest des Quartals.

Der Umsatz im Gaming-Geschäft fiel im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar. Dieser Rückgang ist das deutlichste Zeichen der Verknappung.

In der Telefonkonferenz zu den Zahlen am Dienstag räumte Vorstandschefin Lisa Su die Bauteilkosten ein. "Unser Eindruck ist, dass es einer dieser Momente ist, in denen die Preise für Komponenten steigen und das die Preise für ganze Systeme beeinflusst", sagte sie. AMD habe "eine gewisse Verlangsamung beim Abverkauf" beobachtet. Sie sagte außerdem, AMD plane "mit dem aktuellen Umfeld für ein schwaches Jahr 2027". Die Anleger hatten die Aktie bereits abgestraft. Vor den Zahlen fiel der Kurs an zwei Tagen um rund 17 Prozent, nach dem schwachen Ausblick von Intel, und liegt in diesem Jahr weiterhin mehr als 120 Prozent im Plus. Analysten hatten mit einem Umsatzplus von 41 Prozent gerechnet. Die Marktreaktion kam vor der Telefonkonferenz, nicht danach.

Apple nennt Speicherpreise beispiellos

Apples Vorstandschef John Ternus sagte am Montag in einer Telefonkonferenz, die Speicherpreise seien "beispiellos". Er sagte voraus, dass die Speicherkosten im laufenden Quartal höher liegen würden als in den drei Monaten davor. Apple hatte im Juni die Preise für iPad und MacBook und im September die iPhone-Preise erhöht. Ternus sagte, diese Schritte hätten "einen gewissen Ausgleich" geboten. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn lag bei 2,10 Dollar je Aktie nach 1,85 Dollar ein Jahr zuvor, darin enthalten fünf Cent je Aktie aus Zollerstattungen. Die Margenwarnung wog schwerer als das übertroffene Ergebnis.

Von FactSet befragte Analysten hatten mit 1,99 Dollar je Aktie bei 113,4 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel dennoch um 2,75 Prozent, als die Margenwarnung ankam. Das übertroffene Ergebnis schützte den Kurs nicht.

Violeta Todorova, leitende Research-Analystin, sagte, das Management habe den Speicher als Hauptbelastung genannt, neben den Kosten für den Ausbau von Siri AI. Auch Engpässe dürften das Angebot von Mac und iPad begrenzen, sagte sie. Der Speicher ist nicht die einzige Kostenposition.

Intel: Rechenzentren legen zu, PCs verlieren

Intel meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 16,5 Milliarden Dollar, 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Gruppe Data Center and AI kam auf 7,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 78 Prozent, mit 3,0 Milliarden Dollar Betriebsergebnis bei einer Marge von 41,5 Prozent. Finanzchef David Zinsner nannte es das stärkste Umsatzwachstum von Intel im Rechenzentrumsgeschäft seit 15 Jahren. Die beiden Hälften von Intel bewegten sich in entgegengesetzte Richtungen.

Das Client-Computing-Geschäft lief in die andere Richtung und fiel um 5 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar. Intel rechnet damit, dass die PC-Flaute mindestens bis zur ersten Hälfte des nächsten Jahres anhält. Dieser Ausblick gilt für die nahe Zukunft.

Der Preisdruck bei Speicher und NAND dürfte bis 2027 anhalten, teilte das Unternehmen mit. Intel Foundry erzielte 6,7 Milliarden Dollar Umsatz und einen Betriebsverlust von 1,9 Milliarden Dollar, weniger als der Verlust von 2,3 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Foundry-Verluste schrumpften, blieben aber groß.

Samsungs Speichermaschine zahlt für einen Verlust im Mobilfunkgeschäft

Samsung Electronics meldete einen Betriebsgewinn von 107,4 Billionen koreanischen Won, davon 99 Prozent aus dem Speichergeschäft. Der Umsatz der Sparte Device Solutions, die Speicher und Foundry umfasst, erreichte 147,1 Billionen Won, 344 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis lag weitgehend im Rahmen der Analystenerwartungen, und die Aktie fiel im Handel in Seoul am Donnerstag dennoch um 4,1 Prozent. Der Speicher trug das Quartal.

Die Sparte Mobile Device and Networks verlor 800 Milliarden Won, nach einem Betriebsgewinn von 3,6 Milliarden Won ein Jahr zuvor, vor allem wegen höherer Bauteilkosten. Samsung gab in den ersten neun Monaten 57 Billionen Won für Investitionen aus, 77 Prozent mehr, und rechnet für das Gesamtjahr mit 84,4 Billionen Won. Der Verlust im Mobilfunkgeschäft zeigt den Preis dieser Abhängigkeit.

Finanzchef Sooncheol Park sagte in der Telefonkonferenz zu den Zahlen, die Speichernachfrage werde im nächsten Jahr das Angebot weit übersteigen, und verwies auf die Investitionen in KI. Diese Einschätzung deutet auf mehr Druck hin, nicht auf weniger.

Wie lange die Verknappung anhält

Niemand in der Lieferkette verspricht schnelle Entlastung. Intel-Chef Lip-Bu Tan sagte, die Verfügbarkeit von Substraten begrenze die Produktion, und es werde Zeit dauern, bis sich das entspannt. Intel erwartet nicht, dass sich der Engpass im nächsten Jahr bessert. SK Hynix hat vorhergesagt, dass er bis 2030 anhält, wie The Verge berichtete. Samsung rechnet damit, dass die KI-Investitionen 2027 ein historisches Niveau erreichen. AMDs Finanzchefin Jean Hu sagte, über 2027 hinaus werde das Rechenzentrumsgeschäft mehr als 80 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmachen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Für Käufer ist die Rechnung einfach. Die Speicherhersteller bevorzugen Kunden aus dem Bereich KI-Rechenzentren. Die Unternehmen, die PCs, Konsolen und Smartphones zusammenbauen, tragen die Kosten entweder selbst oder geben sie weiter. Das ist die Verknappung in einem Satz.

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Quellen

27
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  2. 02Palantir sinks after earnings as analysts point to slowdown in total contract valueEN
  3. 03AMD needs a big quarter to escape Intel's fate as AI fears growEN
  4. 04Apple warns of 'unprecedented' rise in memory chip pricesEN
  5. 05Intel Q3 2026 Earnings Data Center Soars While PC Faces Memory PressureEN
  6. 06Memory boom carries Samsung to another bumper quarterEN
  7. 07Palantir Q3 earnings: Did the AI company just have a 'celestial' quarter? - Yahoo FinanceEN
  8. 08AI Software Clones Are Coming for Big-Name Companies Like AdobeEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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