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Anthropic senkt Claude-Preise für Behörden um 40 Prozent, während die Beschaffungsregeln schärfer werden

Anthropic hat am 27. Oktober einen Rabatt von 40 Prozent auf Claude Enterprise, Claude for Government und die Claude-API für Organisationen angekündigt, die das Unternehmen als Regierungspartner bezeichnet. Laut Anthropic ist es das erste Mal, dass ein Rabatt alle Produktlinien zugleich umfasst.

KI & ModelleErklärtLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 18
Anthropic senkt Claude-Preise für Behörden um 40 Prozent, während die Beschaffungsregeln schärfer werden

40 Prozent Rabatt, mit Lücken im Kleingedruckten

Der Rabatt gilt für Bundesstaaten, Kommunen, Stammesregierungen und Territorien, nicht nur für Bundesbehörden. Eine Mindestabnahme ist Anthropic zufolge nicht damit verbunden. Zum Zeitpunkt der Ankündigung am 27. Oktober galt er für den Direktkauf bei Anthropic; Käufe über Cloud-Anbieter sollten in den kommenden Monaten dazukommen. Anthropic kündigte außerdem an, innerhalb weniger Wochen ein eigenes Einführungsprogramm zu starten, nach dem Vorbild der Unterstützung, die das Unternehmen Kunden aus der Privatwirtschaft bietet.

Die Ersparnis für die öffentliche Hand beziffert Anthropic auf 1.000.000.000 Dollar. Wer die Schätzung erstellt hat und für welchen Zeitraum sie gilt, sagt das Unternehmen nicht.

Der Listenpreis, auf den die 40 Prozent angewendet werden, die Laufzeit des Rabatts und die Definition eines "Regierungspartners" blieben unveröffentlicht.

Für einen Landkreis oder einen Schulbezirk ändert ein veröffentlichter Rabatt, was ein Pilotprojekt kostet. Diese Käufer können ihren Preis selten selbst verhandeln. Wie ein regelkonformer KI-Kauf aussieht, wird allerdings gerade erst festgelegt. Das Verteidigungsministerium ergänzt derzeit Vertragsklauseln, und Senatoren drängen das Pentagon auf Preisdaten.

Warum eine Änderung des Listenpreises zählt

Rund 500 Organisationen von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen in den USA nutzen Claude bereits, so Anthropic.

Die wöchentlich aktiven Nutzer von Claude for Government sind seit Februar etwa um das Achtfache gestiegen. Die Nutzung in zivilen Bundesbehörden hat sich innerhalb eines Jahres etwa um das 20-Fache erhöht, teilte Anthropic mit. Das sind unterschiedliche Kennzahlen, und das Unternehmen hat sie nicht miteinander in Einklang gebracht. Die Richtung ist in beiden Fällen dieselbe. Für Behörden, die Pilotprojekte gefahren haben, geht es nun darum, ob sie in großem Umfang verlängern.

Die öffentlich genannten Beispiele von Anthropic sind Regierungseinsätze. Ein Programm in Utah habe Claude Code an 34 Entwickler in 10 Landesbehörden ausgegeben. Ein CIO eines Bundesstaates habe Claude zugeschrieben, eine Reaktion auf einen Ransomware-Angriff in acht Minuten bewältigt zu haben.

Palantir zeigte am 2. November, wie schnell sein Umsatz mit der US-Regierung weiter wächst. Der Umsatz mit der US-Regierung stieg im dritten Quartal um 96 Prozent auf 953.000.000 Dollar, berichtete CNBC.

Damit lag er weiterhin unter dem US-Geschäftskundengeschäft. Dieses sprang um 148 Prozent auf 984.000.000 Dollar, im ersten Quartal, in dem das Geschäft mit Unternehmen die Regierung überholt hat. Palantir meldete einen Gesamtumsatz von 2.310.000.000 Dollar gegenüber Analystenschätzungen von 2.180.000.000 Dollar. Der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich auf 1.130.000.000 Dollar. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um etwa 3 Prozent nach.

Die Regeln bewegen sich zur gleichen Zeit

Der günstigere Zugang kommt parallel zu strengeren Vorschriften dafür, was Behörden kaufen dürfen.

Am 20. Oktober erließ das Verteidigungsministerium ein Memorandum. Es verlangt von beschaffter KI, die Grundsätze "Truth-seeking" und "Ideological Neutrality" zu erfüllen. Das Memorandum setzt die Executive Order 14.319 und das Office of Management and Budget Memorandum M-26-04 um. Es stellt Vertrags- und Programmmitarbeitern Vorlagen und Standardformulierungen bereit, um diese Anforderungen in Bundesverträgen zu dokumentieren, auszuschreiben und durchzusetzen.

Am 22. Oktober erließ das Verteidigungsministerium eine Klassenabweichung zu seiner Überarbeitung der Federal Acquisition Regulation. Sie erlaubt, einen Vertrag oder eine Vereinbarung im Wert von mehr als 100.000.000 Dollar ohne schriftliche Feststellung zu vergeben.

Senatoren drängen das Pentagon zu erklären, wie es Kosten- und Preisdaten von Verteidigungsunternehmen erhalten will, auch bei Verträgen unter der Schwelle von 10.000.000 Dollar. Sie wollen außerdem wissen, ob es Verhandlungen mit Unternehmen abbricht, die sich weigern. Das geht aus einer am 29. Oktober veröffentlichten Übersicht von JD Supra hervor.

Was eine Behörde heute tatsächlich kaufen kann

Claude for Government ist seit dem 30. September allgemein verfügbar, auf der Stufe FedRAMP High.

Claude Enterprise durchläuft noch das Programm FedRAMP 20x auf der Stufe Moderate, einer niedrigeren Hürde. Claude auf Amazon Bedrock und Google Cloud Vertex AI hat FedRAMP High. Einige Modelle sind für Arbeiten des Verteidigungsministeriums auf den Stufen IL4 und IL5 in der AWS GovCloud zugelassen. Anthropic verweist Behörden auf den Multiple Award Schedule der General Services Administration für das, was das Unternehmen OneGov-Preise nennt. Einen Begriff, den es nicht definiert.

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Quellen

18
  1. 01Claude for US Government Gets 40% Discount in New GSA ContractEN
  2. 02Palantir reports booming U.S. commercial revenue growth, topping government for first timeEN
  3. 03Weekly Update for Government Contractors and Commercial Businesses – October 29, 2026EN
  4. 04Docusign Acquires Suplari to Accelerate AI-Powered Contract Management for Procurement - PR NewswireEN
  5. 05Palantir’s Commercial Boom Signals a Major Shift Beyond Government ContractsEN
  6. 06Ai Group warns Albanese government procurement overhaul will make unions federal contract gatekeepersEN
  7. 07OpenAI deepens Abu Dhabi foothold as Sam Altman inks deals spanning energy, government and investmentEN
  8. 08Peterbilt makes it easier than ever for government fleets to go electricEN
  9. 09Procurement Sciences Launches Market Intelligence That Gives Its AI Agents 100M+ Government Contracting RecordsEN
  10. 10DarkBlinders Compromises Israeli Target and Iraqi Kurdish Government Cloud EnvironmentEN
  11. 11Government Linux Servers Targeted With SysGoRAT and Suspected AI-Generated ScriptsEN
  12. 12Violet Teaming in Practice: Lessons from a Pilot Expert Workshop on Governing Complex AI SystemsEN
  13. 13Cohere’s C$1.6B Stake: 7 Contract Terms to Demand [2026] - tech-insider.orgEN
  14. 14NetamLoader Malware Targets Government Windows 10 Systems in Asia via .NET InjectionEN
  15. 15HHS seeks temporary sole-source contract for Anthropic’s AI - Planet BiometricsEN
  16. 16FCC sets vote to clamp down on contraband cellphonesEN
  17. 17Beijing pushes for UN-led governance of artificial intelligence at global forumEN
  18. 18Astranis Upgrades Falcon 9 Launch Contract to Dedicated Mission for Entire Block 4 Production Run of SatellitesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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