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Canva streicht 1.271 Stellen, 22 Prozent der Belegschaft

Canva hat am Mittwoch einen Umbau angekündigt, der 1.271 Stellen betrifft, rund 22 Prozent der Belegschaft. Es ist der erste unternehmensweite Stellenabbau, nachdem das Wachstum erstmals seit einem Jahrzehnt nachgelassen hat.

WirtschaftNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 15
Canva streicht 1.271 Stellen, 22 Prozent der Belegschaft

Was Canva angekündigt hat

Für einen Teil der Beschäftigten bedeute die Umstellung "Änderungen ihrer Aufgaben oder die Bitte, an zentrale Standorte umzuziehen", für andere "Abschied von Kollegen und Freunden", sagte Perkins.

Die Änderungen betreffen die Organisationsstruktur, die Standorte der Teams und den Personalbedarf. Canva führt die Produkt-, Wachstums- und Plattformteams zu einer einzigen Produktorganisation zusammen. Außerdem baut das Unternehmen Führungsebenen ab und verringert die Spezialisierung. Beschäftigte können dadurch mehr Verantwortung übernehmen.

"Das ist ohne Zweifel der schwerste Moment in unserer dreizehnjährigen Geschichte", schrieb Perkins. Kleine Änderungen reichten nicht, sagte sie. Canva müsse sich um kleine, eigenverantwortliche Teams herum neu aufstellen.

Wie viele der 1.271 Beschäftigten tatsächlich gehen, hat Canva nicht mitgeteilt.

Warum das für Nutzer wichtig ist

Canvas Apps und die bestehenden kostenlosen und kostenpflichtigen Tarife sind nicht betroffen. Sichtbar ändert sich heute nichts.

Zu beobachten sind Preis und KI-Limits. Canva hat den Start seiner größten KI-gesteuerten Software-Aktualisierung verlangsamt, weil der Betrieb der KI für mehr als 200.000.000 kostenlose Nutzer die Gewinne auffraß, sagte Cliff Obrecht im August.

Das Unternehmen gibt an, die Kosten jeder KI-Aufgabe seien seit dem Start von Canva AI 2.0 im April um fast 90 Prozent gesunken. Canva besitzt außerdem die Design-Apps von Affinity, die es im vergangenen Jahr kostenlos gemacht hat. An ihnen hat es keine Änderungen angekündigt.

Die Zahlen hinter dem Schnitt

Das Wachstum ließ in diesem Jahr erstmals seit einem Jahrzehnt nach. Canva senkte seine Umsatzprognose für 2026 von 30 Prozent auf 20 Prozent, berichtete Xinhua. Im Jahr 2025 wuchsen die Verkäufe um 38 Prozent, im Jahr davor um 45 Prozent, berichtete die Sydney Morning Herald.

Die KI-Kosten sind ein Teil der Geschichte. Canva verschob den Start seiner größten KI-gesteuerten Software-Aktualisierung, weil der Betrieb der KI für mehr als 200.000.000 kostenlose Nutzer die Gewinne auffraß, berichtete die Sydney Morning Herald. Mitgründer Cliff Obrecht sagte im August, ein großzügiges kostenloses KI-Produkt für mehr als 200.000.000 Nutzer "kostet sehr viel, deshalb mussten wir diese Kosten senken". Canva gibt an, die Kosten jeder KI-Aufgabe seien seit der KI-Veröffentlichung im April um fast 90 Prozent gesunken.

Auch die Bewertungen sanken. Canva senkte seine interne Bewertung auf 43.900.000.000 australische Dollar, rund 30.600.000.000 US-Dollar, berichtete Xinhua. Im August senkte Blackbird seine Bewertung von Canva um 17 Prozent auf 34.900.000.000 US-Dollar von 42.000.000.000 US-Dollar, Airtree zog nach, berichtete die Sydney Morning Herald.

Gehalt, Umzug und die Wiener Einheit

Ausscheidende Beschäftigte erhalten mindestens sechs Monatsgehälter und zwölf Monate Krankenversicherung, wo Canva sie anbietet. Ihren Laptop dürfen sie behalten. Wer ein eigenes Unternehmen gründet, bekommt einen Zuschuss von 10.000 US-Dollar.

Sydney wird der Hauptsitz für mehr Produktteams. Wie viele der 1.271 Stellen in der Wiener Einheit liegen, wollte Canva nicht sagen. Dort arbeiteten im vergangenen Jahr durchschnittlich etwa 80 Menschen, berichtete Trending Topics. Das Unternehmen erklärte, Wien bleibe ein Standort von Canva.

Wie es weitergeht

Die Gespräche mit den betroffenen Beschäftigten werden so terminiert, dass sie lokale Vorgaben erfüllen. Ausscheidende behalten bis Ende der Woche Zugang zu Slack und Gmail. Die Anwesenheitsregel von zwei bis drei Tagen pro Woche für die meisten hybrid arbeitenden Beschäftigten gilt ab Januar. Interessenten für den Zuschuss von 10.000 US-Dollar müssen sich bis zum 14. Dezember melden.

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Quellen

15
  1. 01Canva to cut or relocate 22% of global workforceEN
  2. 02Canva lays off over 1,200 people amid slowing growthEN
  3. 03Australian design company Canva restructure to impact 22 pct of workforceEN
  4. 04Australia's Canva to Restructure, Affecting 22% of WorkforceEN
  5. 05Canva Cutting 22% of StaffEN
  6. 06Canva Slashes 1,271 Jobs, 22% of Staff, in Sweeping 'Refounding' OverhaulEN
  7. 07Canva slashes 22% of jobs to restructure companyEN
  8. 08Canva Cuts Jobs in Vienna, Where Its Austrian Unit Has Earned MillionsEN
  9. 09Canva cuts 22% of staff as growth slows: what changes for usersEN
  10. 10Canva To Cut Jobs, Reducing Workforce Amid Slowing GrowthEN
  11. 11Canva layoffs: Graphic design giant to cut 1,271 jobs, nearly 22% of workforce; employee recalls Google cuts, says 'déjà vu' - ET NowEN
  12. 12Squarespace Cuts 300 Jobs in Global Workforce Restructuring - Demokratis.co.idEN
  13. 13Canva: Umstrukturierung und StellenabbauEN
  14. 14Apple cuts engineers’ daily AI budgets as it reins in spendingEN
  15. 15Presentation: Beyond the Harness: Canvas for AI AgentsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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