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Cato erhöht Zahl der Filialschließungen 2026 auf 120

Cato hat am 18. September seinen Plan für Filialschließungen im Geschäftsjahr 2026 von 50 auf 120 erhöht. Zuvor war der Nettogewinn im zweiten Quartal um 83% auf 1,1 Millionen Dollar gefallen. Die zusätzlichen 70 Schließungen dürften 1 Million bis 1,3 Millionen Dollar kosten.

WirtschaftAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20265 Min. LesezeitQuellen 10
Cato erhöht Zahl der Filialschließungen 2026 auf 120

Cato hebt Zahl der Schließungen auf 120 Filialen an

Cato hat am 18. September seine geplanten Filialschließungen im Geschäftsjahr 2026 um 70 erhöht und damit die Gesamtzahl auf 120 gebracht. Ursprünglich hatte das Unternehmen 50 angepeilt.

Die 120 Schließungen entsprechen mehr als einem Zehntel der 1.057 Filialen, die Cato im August in 31 Bundesstaaten betrieb. Allein die 70 zusätzlichen Schließungen machen rund 6,6% dieser Basis aus. Für Anleger ist der Plan ein Test: Können die Schließungen von Randfilialen den Umsatz- und Gewinnrückgang im zweiten Quartal ausgleichen? Welche einzelnen Filialen schließen sollen, teilte Cato nicht mit.

Der Ausstieg ist nicht kostenlos. Cato rechnet damit, dass die zusätzlichen Schließungen bis Ende 2026 1 Million bis 1,3 Millionen Dollar kosten, vor allem für den Abbau von Schildern und Einbauten und die Rückgabe der Filialsysteme.

Alle betroffenen Filialen stehen am Ende ihrer Mietverträge. Cato zahlt an diesen Standorten über 2026 hinaus keine Miete, so das Unternehmen.

Der Gewinn fiel schneller als der Umsatz

Cato meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 163,9 Millionen Dollar, nach 174,7 Millionen Dollar im Vorjahr, ein Rückgang von 6%. Ein separater Bericht nannte für denselben Vergleich 165,5 Millionen und 176,5 Millionen Dollar; in Catos Pressemitteilung, über die The Independent berichtete, standen 163,9 Millionen und 174,7 Millionen Dollar.

Der Nettogewinn sank von 6,8 Millionen auf 1,1 Millionen Dollar, ein Minus von 83%. Das verwässerte Ergebnis je Aktie ging von 0,35 auf 0,06 Dollar zurück. Die Bruttomarge schrumpfte von 36,2% auf 32,8%. Der Umsatz fiel um 10,8 Millionen Dollar, der Gewinn um 5,7 Millionen Dollar. Der Schaden reichte also weit über die Umsatzlinie hinaus.

Das Quartal endete am 1. August 2026, bevor der erweiterte Schließungsplan am 18. September bekannt wurde. Cato begründete die zusätzlichen Schließungen mit dem Konsumumfeld und den Aussichten für die Randfilialen.

Die Berichte zu den Umsätzen vergleichbarer Filialen widersprechen sich. The Globe and Mail meldete einen Rückgang von 3,70%, Zacks bezeichnete die vergleichbaren Umsätze als unverändert. Cato verwies auf den Druck auf das verfügbare Einkommen der Kunden durch Inflation, höhere Kraftstoffpreise und hohe Zinsen.

Die Mietprüfung hinter den Kürzungen

Cato prüft jedes Jahr etwa ein Drittel seiner Filialen, um Mietoptionen wahrzunehmen oder Verlängerungen auszuhandeln. Entscheidend ist, wie die einzelne Filiale läuft, sagte Vorstandschef John Cato.

"Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds, vor allem wegen des negativen Drucks auf das verfügbare Einkommen unserer Kunden, erwarten wir nicht, dass sich diese Randfilialen nennenswert verbessern", sagte Vorstandschef John Cato.

Er sagte, Cato habe Randfilialen in der Vergangenheit um ein weiteres Jahr verlängert, um ihnen Zeit zu geben, Umsatz und Rentabilität zu steigern.

"Deshalb schließen wir in diesem Jahr mehr Filialen als erwartet", sagte John Cato. "Wir glauben, dass sich die Schließung dieser zusätzlichen Filialen im Geschäftsjahr 2027 und danach positiv auf unser Betriebsergebnis auswirken wird."

Was der Markt einpreist

Die Cato-Aktie stand zuletzt am 5. Oktober 2026 an der NYSE bei 2,39 Dollar, ein Minus von 0,42%. Damit lag sie 0,09 Dollar über ihrem 52-Wochen-Tief von 2,30 Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von 43,5 Millionen Dollar.

Zacks bezifferte den Rückgang über drei Monate auf 30,5%, gegenüber einem Minus von 8,1% in der Branche, einem Rückgang von 3,2% im Sektor Retail-Wholesale von Zacks und einem Plus von 3,3% beim S&P 500. Das Volumen am 5. Oktober betrug 50.641 Aktien.

Der Druck beschränkt sich nicht auf ein Quartal. Die Einzelhandelsumsätze im ersten Halbjahr fielen um 2,9% auf 333,3 Millionen Dollar, nach 343,1 Millionen Dollar. Die Herstellungskosten stiegen von 64,4% auf 65% der Einzelhandelsumsätze, und der Bruttomargenbetrag sank um 4,5% auf 116,8 Millionen Dollar. Das Vorsteuerergebnis des Einzelhandelssegments ging von 7,9 Millionen auf 7,3 Millionen Dollar zurück. Laut Zacks profitierten die Halbjahreszahlen von einer Zollrückerstattung von 5,7 Millionen Dollar und höheren Zinseinnahmen.

Die Gesamterlöse im ersten Halbjahr sanken von 346,8 Millionen auf 336,6 Millionen Dollar.

Der Schließungsplan senkt die Raumkosten. Er stellt den Absatz zu vollen Preisen nicht wieder her, und Zacks nannte höhere Preisnachlässe als Belastung für die Warenmargen.

Wie es weitergeht

Cato will die zusätzlichen Filialen im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 schließen. Das Geschäftsjahr endet am 30. Januar 2027.

Der nächste Prüfpunkt ist, ob sich die niedrigeren Raumkosten gegen den Umsatz- und Margendruck zeigen, den das Unternehmen für das August-Quartal meldete. Cato hat erklärt, die Schließungen sollten ab dem Geschäftsjahr 2027 helfen, das am Tag nach dem Ende des laufenden Jahres beginnt.

Bis dahin sind 120 ein Plan, kein Ergebnis. Cato muss die verbleibenden Filialen weiter durch ein Konsumumfeld führen, das der eigene Vorstandschef als angespannt beschreibt.

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Quellen

10
  1. 01Popular Budget Fashion Retailer With VA Stores Closing 120 Locations: What To KnowEN
  2. 02Budget fashion brand to close 120 stores across dozens of statesEN
  3. 03Cato stock faces 120 store closures after Q2 profit dropEN
  4. 04Cato Fashions to close 120 stores amid pressure on shoppers' spendingEN
  5. 05The Cato Corporation stock faces 120 store closures after weak salesEN
  6. 06Retail headwinds force women's apparel giant Cato to close dozens of locationsEN
  7. 07Cato Tumbles 31% in Three Months: Should You Buy the Dip or Wait?EN
  8. 08Why Chinese AI stars like Z.ai, MiniMax struggle to match Anthropic’s profit marginEN
  9. 09New Wave of Refrigeration Cyberattacks Hits Supermarkets Across Europe, Forcing Stores to Pull FoodEN
  10. 10Unitree reports 70% surge in quarterly revenue, though AI investment weighs on net profitEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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