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Chinas Exportentwurf würde KI-Zugang ins Ausland verkaufen, die Modelle aber im Land behalten

Chinas Entwurf für Technologieexporte würde ausländischen Kunden weiterhin erlauben, chinesische KI über Websites und Cloud-Plattformen zu nutzen, berichtete die Bangkok Post am 29. Oktober. Der am 16. Oktober veröffentlichte Entwurf nimmt 40 Technologien in den Exportkatalog auf, 23 davon aus dem Bereich KI. Wer Modellgewichte und Know-how erhalten will, bräuchte dafür eine Genehmigung der Regierung.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20266 Min. LesezeitQuellen 28
Chinas Exportentwurf würde KI-Zugang ins Ausland verkaufen, die Modelle aber im Land behalten

Ausländische Unternehmen könnten chinesische KI weiterhin über Websites, Apps und Cloud-Plattformen nutzen. Für Modellgewichte, Trainingsdaten oder das Know-how, um Systeme selbst zu betreiben, bräuchten sie eine Genehmigung der Regierung. Chinesische KI-Labore wissen noch nicht, ob sie fortgeschrittene Modelle auf ausländischen Servern trainieren oder betreiben dürfen. Länder, die eine Solarfertigung außerhalb Chinas aufbauen wollen, könnten es schwerer haben, das nötige Prozesswissen und die Ausrüstung einzuführen. Welche Ranglisten zählen würden, nennt der Entwurf nicht.

Für ausländische Käufer bliebe der Zugang bestehen, das Eigentum nicht. Für chinesische Labore ist offen, wo sie ihre eigenen Modelle betreiben dürfen. Der endgültige Katalog ist weiterhin unbekannt.

Was der Entwurf regelt

Das chinesische Handelsministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Technologie veröffentlichten den Entwurf am 16. Oktober als Revision des Katalogs der verbotenen und beschränkten Exporttechnologien. Er nimmt 40 Technologien aus drei Bereichen auf: 23 in der künstlichen Intelligenz, 12 in der Photovoltaik und 5 in der Biomedizin. Vierzehn wären ganz verboten, die anderen 26 bräuchten eine Lizenz, bevor sie das Land verlassen. Auf der KI-Seite umfasst die Liste fortgeschrittene Modelle, Agenten, die Aufgaben mit begrenzter menschlicher Steuerung ausführen, und Technologie für den Entwurf von Chips und den Betrieb großer Rechenzentren. Die KI-Einträge nennen ausdrücklich Gewichte großer Modelle und die Optimierung des Trainings.

Modellgewichte sind die gelernten numerischen Werte, die ein KI-System funktionsfähig machen.

Ob ein Modell erfasst wird, entscheiden Schwellenwerte, nicht eine Liste namentlich genannter Firmen. Unter den Entwurf fällt ein Modell, wenn es mit mindestens 10 hoch 26 Rechenoperationen trainiert wurde. Ein zweiter Schwellenwert liegt bei 2.000.000.000.000 Parametern. Ein dritter Test würde Modelle erfassen, die in bestimmten Bewertungen von Leistung, Nutzung oder Effizienz unter den weltweit besten 10 stehen. Welche Ranglisten zählen, sagt der Entwurf nicht. Liu Jing, Seniorpartner bei Beijing Dacheng Law Offices und an Konsultationen mit politischen Entscheidern beteiligt, sagte Reuters, die Unternehmen wollten mehr Klarheit über diese Tests. Die öffentliche Kommentarfrist läuft bis zum 15. November 2.026, und eine vorläufige Registrierungspflicht trat am Tag der Bekanntgabe des Entwurfs in Kraft.

Zugang ins Ausland verkauft, Eigentum zu Hause behalten

Ausländische Kunden könnten chinesische KI weiterhin über Websites, Apps und Cloud-Plattformen nutzen, ohne Exportkontrollen auszulösen. Nach dem Entwurf würde ein Entwickler in einem anderen Land, der ein chinesisches Modell über eine API aufruft, keine Kontrollen auslösen. Dasselbe gilt für ein Unternehmen, das ein cloudgehostetes Produkt abonniert. Die Technologie zu kaufen ist etwas anderes. Die Weitergabe von Modellgewichten, Trainingsdaten oder des Know-hows, das für den eigenständigen Betrieb eines Systems nötig ist, bräuchte eine Genehmigung der Regierung. Der Entwurf dehnt das auf Wechsel der Eigentümerschaft oder Kontrolle und auf Einsätze im Ausland aus.

Alfredo Montufar-Helu, geschäftsführender Direktor des Beratungsunternehmens Ankura mit Sitz in Peking, beschrieb die Struktur, die Peking bevorzugt: geistiges Eigentum und Forschung im Inland, Betrieb und Zugang ins Ausland verkauft. Der Markt bewege sich bereits darauf zu, sagte er.

Für chinesische Labore ist offen, wo sie ihre eigenen Modelle betreiben dürfen. Forscher großer chinesischer KI-Labore verlangen Klarheit darüber, ob sie ihre fortgeschrittensten Systeme auf ausländischen Servern im Besitz ausländischer Eigentümer trainieren oder betreiben dürfen. Die über den Vorgang informierte Person sprach mit Reuters unter der Bedingung der Anonymität, weil die Gespräche nicht öffentlich waren. Im schlimmsten Fall müssten Entwickler getrennte inländische und ausländische Versionen desselben herunterladbaren Modells vorhalten, sagte diese Person. Die Affäre Manus zeigte die Lücke, die Peking schließen will. Meta übernahm die in China gegründete KI-Agenten-App, ohne bestehende Exportkontrollen auszulösen, und die chinesischen Behörden blockierten den Deal später.

Das Schlupfloch der Rechenleistung im Ausland

DeepSeek, Moonshot und Z.AI verkaufen ausländischen Kunden bereits den Zugang zu ihren Modellen über Websites oder Cloud-Plattformen. Einige chinesische Entwickler sind weiter gegangen und haben Rechenleistung im Ausland gemietet. Dort gelangen sie an fortschrittliche Chips, die US-Exportbeschränkungen aus China heraushalten. Die fortschrittlichsten Prozessoren von Nvidia dürfen nach diesen Regeln nicht nach China geliefert werden. Ob dieser Weg die endgültigen Regeln übersteht, ist unklar. Der Ranglistentest des Entwurfs könnte auch kleinere Systeme erfassen, die bei spezialisierten Aufgaben herausragen. Das ist ein Grund, warum die Firmen die Kriterien ausformuliert haben wollen. Auch die chinesische Anwaltskanzlei Han Kun fragte in einer Analyse, wie die Regulierer die Tests anwenden würden.

Solar und die China-plus-eins-Rechnung

Derselbe Entwurf erfasst 12 Photovoltaik-Technologien.

Chinas Gewicht in dieser Lieferkette ist der Punkt. Rediff berichtete, China kontrolliere mehr als 75 % der globalen Solar-Lieferkette, während Irrawaddy Chinas Anteil an der weltweiten Produktion von Solarpanel-Komponenten mit über 80 % angab. Im April wogen chinesische Beamte bereits Beschränkungen für den Export fortschrittlicher Solarfertigungsanlagen in die USA ab. Auslöser war ein Bericht, wonach Tesla bei chinesischen Lieferanten Ausrüstung im Wert von etwa 2.900.000.000 US-Dollar suchte. Pekings Sorge galt nicht nur, dass die Technologie einen strategischen Rivalen erreichen könnte. Ein erfolgreicher Aufbau in Amerika würde auch einen Konkurrenten schaffen, während chinesische Hersteller schon mit Überkapazitäten kämpften.

Für Länder, die eigene Kapazitäten aufbauen wollen, geht es weniger um die Panels als um das Prozesswissen. India Ratings & Research erklärte, der Vorschlag könne den Kapazitätsausbau für die Rückwärtsintegration verlangsamen und die ALMM-2-Zeitpläne beeinflussen. Bhanu Patni, ein Direktor bei Ind-Ra, sagte, Unternehmen mit gesicherten Lieferungen würden weniger wahrscheinlich getroffen als jene, die jetzt in die Investitionsphase eintreten wollen. Hanish Gupta, geschäftsführender Direktor von Sunkind India, sagte, das Land müsse Chinas Vorschlag als Weckruf verstehen. Der Schritt zeige Indiens technologische Abhängigkeit von China, hieß es in dem Bericht.

Wie es weitergeht

China dürfte die Vorschläge bis zum Jahresende annehmen und später Umsetzungsleitlinien veröffentlichen.

Die mit dem Vorgang vertraute Quelle bat um Anonymität, weil der Zeitplan nicht öffentlich war. Ein Sprecher des Handelsministeriums sagte, Projekte und Dienste, die mit Open-Source-Initiativen vereinbar seien, könnten für eine automatische Lizenzierung in Frage kommen. Der Entwurf ist nicht die einzige laufende Maßnahme. Am 19. Oktober stellten das Handelsministerium und die Generalzollverwaltung bestimmte Tunnelbohrmaschinen, Schwimmbagger und Spezialbagger, die für den Einsatz über 3.000 Metern Höhe ausgelegt sind, unter Exportkontrolle. Der Höhenschwellenwert deutet auf Infrastruktur im Himalaya hin, wo Indien entlang der Line of Actual Control baut, obwohl die Maßnahme Indien nicht nennt.

Was der endgültige Katalog umfasst, ist weiterhin unbekannt, einschließlich der Frage, welche Ranglisten zählen und ob Open-Source-Projekte automatische Lizenzen erhalten.

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Quellen

28
  1. 01China proposes AI export curbs to keep core technology at homeEN
  2. 02New export curbs draw a line around China's AI valuablesEN
  3. 03China's Risky Plan to Restrict Hi-Tech ExportsEN
  4. 04China's New Export Controls: Selling the Output, Keeping the CapabilityEN
  5. 05China's Export Curbs Threaten Solar Manufacturing: ReportEN
  6. 06Analysis: China’s clean-tech exports in 2026 to avoid as much CO2 as Brazil emits in a yearEN
  7. 07China's record-breaking exports of clean tech are making a big dent in emissions, report saysEN
  8. 08Nvidia pushes cloud customers to cut back on China businessEN
  9. 09Technologie: Chinas Chiphersteller suchen Abnehmer in der deutschen Autoindustrie EN
  10. 10 AI chip smugglers exploit trade control loophole to bring banned HBM from South Korea into China EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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