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Core Scientific stellt CoreWeave im dritten Quartal 2026 für 485 von 590 MW in Rechnung

Ende September 2026 stellte Core Scientific CoreWeave für 485 der 590 vertraglich vereinbarten MW in Rechnung, nach 120 MW zu Jahresbeginn. Der Umsatz mit Colocation stieg im dritten Quartal um fast 60 Prozent auf 215 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am 5. November mitteilte.

KI & ModelleAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 22
Core Scientific stellt CoreWeave im dritten Quartal 2026 für 485 von 590 MW in Rechnung

Die 485 MW entsprechen rund 82 Prozent der 590 MW umfassenden Vereinbarung. Der GAAP-Umsatz mit Colocation stieg im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal um fast 60 Prozent auf 215 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA mehr als verdreifachte sich von 41 Millionen auf 134 Millionen Dollar, sagte Finanzvorstand Jim Nygaard. Die bereinigte EBITDA-Marge wuchs von 25 auf 57 Prozent.

Nygaard führte den Anstieg auf 90 MW neue Kapazität zurück, die im Quartal in die Abrechnung ging, sowie auf ein volles Quartal Beiträge aus der im zweiten Quartal gelieferten Kapazität. Für das vierte Quartal erwartet er einen zweistelligen prozentualen Anstieg gegenüber dem Vorquartal, weil weitere Kapazität in die Abrechnung geht. Die restlichen rund 100 MW aus der 590-MW-Vereinbarung sollen bis Anfang 2027 geliefert werden, sagte Vorstandschef Adam Sullivan.

Die Umsätze aus dem CoreWeave-Vertrag werden über die zwölfjährige Laufzeit linear erfasst. Dadurch werden vertragliche Steigerungen vorgezogen, sagte Nygaard.

Ausbau für AMD

Die erste Vereinbarung von Core Scientific mit AMD über 530 MW liegt im Plan. Die erste Lieferung wird für die erste Hälfte 2027 in Pecos, Texas, erwartet. Etwa die Hälfte dieser Kapazität soll 2027 ans Netz gehen, der Rest bis 2028, sagte Sullivan. Das Unternehmen hat seinen erforderlichen Eigenkapitalbeitrag für diese Phase bereits geleistet und arbeitet daran, die restliche Projektfinanzierung zu sichern. AMD hält außerdem exklusive Reservierungsrechte für rund 1,9 GW zusätzliche Kapazität, die noch nicht vertraglich gebunden ist. Die meisten Fristen für die Zusage fallen in das Jahr 2027, eine letzte Frist liegt Ende 2028.

Die Baukosten für die derzeitigen AMD-Verträge schätzt das Unternehmen auf 11 bis 12 Millionen Dollar pro Megawatt. Wenn die rund 1,1 GW, die über CoreWeave und AMD vertraglich gebunden sind, vollständig geliefert sind und abgerechnet werden, erwartet Core Scientific daraus einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 1.800.000.000 Dollar und ein Netto-Betriebsergebnis von 1.600.000.000 Dollar, sagte Sullivan.

Für die AMD-Projekte bleiben Projektanleihen der erwartete Finanzierungsweg, das Unternehmen prüft jedoch andere Schuldenoptionen. Nygaard sagte, Core Scientific wolle für die erste Phase keine weiteren Eigenkapital- oder eigenkapitalähnlichen Papiere ausgeben. Kreditgeber und Investoren verlangten eine umfassendere Prüfung der Projektdetails. An den Finanzierungsbedingungen oder Covenants habe sich aber nichts geändert, sagte er.

Liquidität und Ausstieg aus dem Mining

Zum Quartalsende verfügte Core Scientific über rund 1.700.000.000 Dollar Liquidität: 800.000.000 Dollar in Bar, 840.000.000 Dollar in eingeschränktem Bargeld und Schuldendienstreserven sowie 100.000.000 Dollar freie Kreditlinie. Das waren rund 1.000.000.000 Dollar weniger als im zweiten Quartal. Grund dafür waren 540.000.000 Dollar Investitionen und rund 440.000.000 Dollar für die Übernahme von Polaris.

Nygaard sagte, das Unternehmen erwarte rund 650.000.000 Dollar Barmittel aus der Ausübung der Tranche-1-Warrants zum Auslaufen im Januar 2027. Vorrang habe dieses Kapital für den Ausbau eigener Standorte und als Eigenkapital für weitere Standorte, sagte er.

Beide Standorte in Texas haben Genehmigungen für Regenwasser erhalten. Bei den Luftgenehmigungen für Notstromaggregate ist Core Scientific noch in Arbeit. Das Unternehmen geht davon aus, sie im Rahmen einer Permit-by-Rule-Regelung zu erhalten, sagte Sullivan. Pecos liegt mit der ersten Lieferung in der ersten Hälfte 2027 im Plan, der Campus Hunt wurde in eine bevorstehende Prüfung der Netzstabilität aufgenommen, sagte er.

Core Scientific fuhr im Quartal das Bitcoin-Mining weiter zurück und will den Ausstieg im vierten Quartal abschließen. 2027 startet das Unternehmen dann als reiner Anbieter von hochdichter Colocation, sagte Nygaard.

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Quellen

22
  1. 01What Core Scientific (CORZ) Said on Its Q3 Earnings CallEN
  2. 02[Core Scientific Q3 2026 Earnings Call] Colocation Revenue Jumps 60% to $215M, Adjusted EBITDA Triples to $134M as CoreWeave Capacity Hits 485 MWEN
  3. 03CoreWeave's AI Data Center Capacity Is Exploding - Its $35 Billion Debt Load Still Makes the Stock UntouchableEN
  4. 04CoreWeave expansion outlook draws bullish call despite debt concernsEN
  5. 05Meta commits to spending additional $21 billion with CoreWeave as AI costs keep risingEN
  6. 06Why Is Meta Spending $21 Billion on CoreWeave Instead of Its Own US Data Centers?EN
  7. 07CoreWeave, Inc. (CRWV) Stock: Sinks as Democratic Election Wins Spark AI Infrastructure FearsEN
  8. 08CoreWeave Bond Market Squeeze Puts AI Expansion Financing Under ScrutinyEN
  9. 09CoreWeave Sinks 9% as Microsoft Rejects Nscale's Texas ExpansionEN
  10. 10CoreWeave Q3: A $39 Billion AI Reckoning Is ComingEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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