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Ericsson macht Handymasten zu Drohnendetektoren, während Regulierer die Luftraumregeln neu schreiben

Ericsson will mit seiner Mobilfunkausrüstung Drohnen erkennen und verfolgen und bestehende Handymasten in ein Sensornetz verwandeln. Erste Tests im kleinen Maßstab sind für 2027 geplant, berichtete The Register am 2. November.

TechnologieErklärtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 16
Ericsson macht Handymasten zu Drohnendetektoren, während Regulierer die Luftraumregeln neu schreiben

Handymasten als Radar

Ericsson nennt sein System ISAC, Integrated Sensing and Communication. Ein Funkstandort sendet, mehrere Empfangsstandorte nehmen das Echo der Drohne auf. Das Netz wertet diese Reflexionen aus, um das Objekt zu orten und zu verfolgen. Laut Unternehmen braucht es dafür Funkhardware mit Sensorik, eigene Rechenressourcen und Software.

Der Ansatz beruht auf der Geometrie. Mobilfunkantennen strahlen bereits in flachen Winkeln nah am Boden ab, wo Drohnen fliegen, anders als klassisches Radar, sagte Ian Fogg, Forschungsleiter bei CCS Insight, dem Register. Das ist wichtig für Flughäfen, Militärs und Regulierer. Stehende Masten können eine Erkennungsschicht liefern. Wer sie bezahlt, hat niemand gesagt.

Getestet wurde die Idee außerhalb eines Stadions. AT&T und Ericsson zeigten die Drohnenerkennung über 5G vor dem AT&T Stadium in Arlington, Texas. Sie verfolgten Drohnen in Höhen zwischen 300 und 400 Fuß.

Die NATO probierte es in Lettland

Die NATO führte einen eigenen Test in Lettland durch. Zwischen dem 19. und 30. Oktober untersuchte die Übung DiBaX 2026 des Bündnisses, ob 5G-Türme fliegende Objekte passiv erkennen und verfolgen können.

Tom's Hardware berichtete, dass KI-Agenten die Lösung entwarfen. Admiral Pierre Vandier, Supreme Allied Commander Transformation der NATO, sagte, Systeme, die nie für die Kommunikation miteinander gedacht waren, seien mit KI verbunden worden.

Nicht alles funktionierte. Einige Tests scheiterten, doch Tom's Hardware deutete die Fehlschläge als Lehren. Derselbe Bericht warf eine Frage auf, die die Versuche nicht beantworteten: ob 5G-Masten ein attraktiveres Ziel werden, sobald sie zugleich als Sensoren dienen.

Warum kleinere Flughäfen es zuerst spüren

Der Flughafen Jersey zeigt, warum es diesen Vorstoß zur Erkennung gibt. In zwei aufeinanderfolgenden Nächten, am 30. und 31. Oktober, leitete der Flughafen Flüge um oder sagte sie ab, nachdem Drohnen in den gesperrten Luftraum eingedrungen waren. Am Freitagabend schickte er drei Flüge zurück nach Großbritannien.

Die Jersey Evening Post berichtete von einer ersten Sichtung gegen 20.20 Uhr, die Aktivität dauerte bis etwa 22.30 Uhr. Inspector Rob McCallum sagte, am Samstagabend seien zwei oder drei Drohnen in den gesperrten Luftraum eingedrungen, Terrorismus werde nicht vermutet. Senator Lyndon Farnham sagte, die Vorfälle würden mit größtem Ernst behandelt.

Die Größe spielt hier eine Rolle. Größere britische Drehkreuze haben begonnen, Ausrüstung zur Erkennung und Abwehr von Drohnen zu kaufen, während kleinere Regionalflughäfen mit engeren Budgets und weniger Redundanz arbeiten. Wegen der Lage Jerseys haben umgeleitete Maschinen nur wenige Ausweichmöglichkeiten.

Regulierer bewegen sich beim Spektrum

Die Regulierer bereiten den Boden darunter. Die FCC stimmte am 29. Oktober dafür, eine Beschränkung aufzuheben, die Drohnen aus 50 Megahertz im Low-Band-Spektrum um 800 MHz heraushielt. Das Band ist nun offen für Steuerung, Kommunikation und Nutzlastbetrieb. Das Verbot für den Luftraum stammte von 1991. Damals ging es um Telefone in Flugzeugen, die Bodennetze stören könnten.

Die Anordnung FCC 26-72 passierte mit den Stimmen von Vorsitzendem Brendan Carr sowie den Kommissarinnen Anna Gomez und Olivia Trusty. An den Anforderungen der FAA für Fluggenehmigungen ändert sie nichts.

Die sind der schwierigere Teil. Der Vorschlag Part 108 der FAA, im August 2025 veröffentlicht, soll Einzelfallgenehmigungen für Flüge außerhalb der Sichtweite durch einen einheitlichen Rahmen ersetzen. Die Kommentarfrist wurde im Januar 2026 wegen Fragen zur Kollisionsvermeidung erneut geöffnet. Mehr als 1.000.000 Drohnen sind registriert, nach Branchendaten, die The Regulatory Review zitiert, und fast alle warten auf diese Regel.

Was die Erkennung nicht löst

Erkennung ist keine Durchsetzung. Ericsson sagt, Sensorik über größere Gebiete zu skalieren sei schwieriger, als einen einzelnen Standort abzudecken. Störsender sind ein separates Problem. Die britische Civil Aviation Authority veröffentlichte Leitlinien nach dem, was sie einen dramatischen Anstieg von RF-Störungen durch Militär und Strafverfolgung nannte. GNSS-Signale einschließlich GPS, GLONASS und Galileo können gestört werden. In großangelegten Militärversuchen waren Empfänger bis zu 100 Seemeilen entfernt und in Höhen bis 40.000 Fuß betroffen.

Die Grundlage ist weiterhin maßgeschneidert. Viele Flüge außerhalb der Sichtweite hängen laut CAA von individuellen Genehmigungen und eigens eingerichteten Luftraumregelungen ab.

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Quellen

16
  1. 01Ericsson says it can detect, track drones using only mobile networksEN
  2. 02Military explores commercial 5G networks for enemy drone defenseEN
  3. 03Drones Disrupt Jersey Flights For Two NightsEN
  4. 04Drone Disruption at Jersey Airport: Why Smaller UK Hubs Remain ExposedEN
  5. 05FCC clears drone operations in 800MHz bandEN
  6. 06FCC Opens 50 MHz of Cellular Spectrum for Drone OperationsEN
  7. 07A Proposed FAA Rule Could Reshape Commercial Drone OperationsEN
  8. 08From Avoiding Drones in My Airspace to Asking Who Controls Them - SubstackEN
  9. 09Military Drone Threats Are Eroding Civilian Airspace—Why Regulations Will Change Drastically in the Next YearEN
  10. 10Inside Automotive DMS & OMS: Technology, Challenges & Power Solutions EN
  11. 11How Beta Technologies Is Clearing the Runway for Electric FlightEN
  12. 12CASA Seeks Feedback on Draft Guidance for Drone-Drone Deconfliction, Open Until 17 November 2026 - Avi-GoEN
  13. 13FCC Touts Industry Support for Opening 800 MHz Cellular Spectrum to Drones - DronelifeEN
  14. 14Next-Generation Traffic Control in the National Airspace System - Yahoo TechEN
  15. 15Global Drone Defense System Market Report 2026 | Capture 30.6% CAGR Through 2030 as Raytheon Technologies, Lockheed Martin, BAE Systems and DroneShield Scale AIEN
  16. 16TechnoMile Recognized as a 2026 Inc. Power Partner Award WinnerEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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